ein Mensch …

  • ist entweder Frau oder Mann. Oder beides, oder was dazwischen.
  • ist entweder Heterosexuell oder Homosexuell oder beides, oder was dazwischen. Oder im Laufe des Lebens alles oder irgendwas,

das ist alles möglich. Trotzdem wollen einige, dass es nur das Eine geben soll, weil sonst ihre biblische Welt untergeht.

Sie geht so wie so schon unter, weil ihr christlicher Waffenhandel und ihr kolonialer Lebensstil das Klima und die Kriege zu Flüchtlings-Strömen kippen läßt, aber die islamische Welt hält uns noch einmal die gnadenlose Gotteskriegerschaft vor Augen, die vor ein/ zwei / drei Generationen auch hierzulande national nachgefeiert worden war.

Ein Mensch, als Teil einer Familie, braucht Anerkennung, so wie er / sie / es ist. Das fällt denen am Schwersten, die keine neuen Arten akzeptieren wollen, weil sie mit sich selbst nicht im Reinen sind: Hierarchisch männlich, weiß, Chef oder gleich in Rechten und im Wert? Beliebig in Farbe, Herkunft und Geschlecht?

Ausweiskarten und Besitzstände regeln unsere Zugänge im Kapitalismus. Wo sind freie Zonen, die lebensfähig sind? Geheimtipps …

Der Kurt-Eisner-Platz ist es nicht! Eine der umkämpften Zonen: Stammstrecke 44m tiefer oder nicht?

Die Identität der Stadt wird nach 25 Jahren rot-grün brüchig, wie in jenen Jahren, als Erich Kiesl mit der CSU, der zuletzt auch noch eine Ost-Firma veruntreute, die Geschäfte übernahm.

Viele entsprechende Geschäfte werden wir nun zwischen Microsoft und den Tunnel-Firmen erleben, denn nicht nur die Bierpreise und Diesel-Lügen der Auto-Industrie im anwachsenden Stadtverkehr werden uns zukünftig beschäftigen.

Die Arbeit und das Zusammenleben mit Geflüchteten hatte sich die Stadt zugute geschrieben, die Regierung und die Verwaltung des Landes blockierte aber allerlei Hilfen und die Anerkennung der Arbeits-, Bleibe- und Asylrechte.

Nun wird es eine erste Bürger-Versammlung zum Thema Flucht geben: Am 23.4. am Marienplatz München, um bayrische Verhältnisse öffentlich zu machen …


http://fairmuenchen.de/asyl-vollversammlung-bayern-marienplatz-muenchen-23-4-17/

 

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Sichtbar geworden

Die Unsichtbaren wurden erstmals in einem Fachgespräch im Bayrischen Landtag sichtbar, zwischen vielen weiteren Orientierungen und Hintergründen, aber deutlich: Die Mechanismen des Ausblendens waren aber auch sofort wieder zu erleben.

Bisexualität taucht auch bei den Jugendlichen etwas später auf: Was Kinsey in den 50er Jahren in den USA bei den 30jährigen bemerkte, zeichnet sich auch in der Jugendstudie des dji, des bundesweit forschenden Deutschen Jugendinstitut, ab:

Die eigene bisexuelle Orientierung wird erst nach der primären Identität entdeckt, und sie wird von der Umgebung auch weitgehend negiert:

Familie und Freunde reagieren zwar persönlich durchaus positiv, doch ist das diskriminierende Erleben danach noch vielschichtig, denn es fehlt die gesellschaftliche Darstellung.

Role Models nennen es die SoziologInnen, und Claudia Stamm machte deutlich, dass wir da mehrere brauchen. Die gut vertretene grüne Jugend stieg auch dankbar ein: Da gibt es schon klare Abgrenzungen von den Monosexualitäten, wie sie nun auch von etlichen Lesben und Schwulen in Ehe und Familie gesucht werden.

Promiskuität nannte ein als Gast gekommener Schwulenvertreter gar ein Schimpfwort, und die formal vorgestellte Bürgerlichkeit der Lesben und Schwulen grenzt hier ab. 

Die serielle Monogamie wird heute noch als Bestätigung der Monogamie benutzt, statt offenere Lebensformen zu achten und zu kommunizieren.

Modelle der offenen Familie, in der auch andere als nur sexuelle Partnerschaften Platz haben, das Leben in Teilzeitfamilien, denn das Patchwork aller Möglichkeiten wird auch jetzt schon gelebt. Also alle und alles „normal“?

Ganz so einfach ist es noch nicht, und wie beim Umgang mit den Themen trans und inter* und dem „Asterix“, dem Platzhalter-Sternchen Asterisk für die Menschen, die sich nicht definieren und zuordnen wollen, werden wir lernen und üben, den jungen Betroffenen eine Hilfe anzubieten, sich selbst zu verstehen und anderen erklären zu können:

Wie ICH bin, wie ich mir Beziehung wünsche, wie ich angesprochen werden möchte. In jungen politischen Szenen klappt das schon, jetzt sollten nächste Kreise lernen: Jugend- und Sozialarbeit, medizinische und therapeutische Berufe und Lehrkräfte, die sich selbst noch meist persönlich unsichtbar halten.

polyamor – auch eine seite der bisexualität?

kann sein, aber auch eine mögliche Erweiterung, aber doch auch eine andere Definition: Alle sind noch auf der Suche nach guten Begriffen, die anderen verständlich und in der Gesellschaft irgendwann sicher sind. *

Auch, wenn die Polyamoren als Vielliebende nun Presse-fähig geworden sind, auch ein Spiegel-Artikel dazu etwas brachte, bleibt das Tabu um alles nicht Familien-übliche.

Es fehlt vor allem das Bild zum ganz alltäglichen Leben, wird eher betuschelt, als anerkannt.

Bisexualtitäten sind vielfältig

Auch wenn die Bewusst-Werdung im eigenen Gehirn beginnt: Es gehört immer ein Dialog in den Beziehungen dazu, und Jugendliche haben oft noch wenig Zugang zu den wirklichen Definitionen. In vielen bayrischen Schulen noch eine Ausweich-Form zur Angst: Als „Schwul“ erkannt und diskriminiert zu werden. Ein Mädchen als Schlampe“. Also Vorsicht!

Polyamouren können noch vielfältiger sein,

aber auch schlicht variierte hetero-Rollen: Hauptsache, du hintergehst niemand, dem du Treue-Versprechen gegeben hast, denn das kann sich der bisherige Biederbürger und oft auch die Journalistin nicht denken:

Viele lieben und mit mehreren Menschen in engen und sexuellen Beziehungen zu stehen, heißt nicht, oberflächlich werden, sondern aufmerksamer, nur die alte betrügerische Kiste der „all-inclusive-Ehe“, die jetzt wieder in vollem Kitsch gefeiert wird, verletzt die meisten Beteiligten:

Ewig als Paar verliebt, mit heißem Sex über Jahre, dankbare Kinder und Enkel, Urenkel und gemeinsam in einer der Villen sterben, wie Philemon & Baucis … Die Götter lieben es!

Für alle Varianten unserer unzuverlässigen Herzen hat das alte Religions-System die Hölle parat, oder Gift, oder diverse Schein-Lösungen. So bald sich ein verheiratetes Herz zu einer anderen Person verläuft, die anderen Geschlechtes ist:

Die Unsichtbaren – Bisexualität in unserer Gesellschaft

Mi 15.03.2017 von 18 bis 21.00 Uhr

http://www.gruene-fraktion-bayern.de/termine/die-unsichtbaren-bisexualitaet-unserer-gesellschaftBisexualität ist in unserer Gesellschaft weitgehend unsichtbar. Aber auch in den Medien, in Politik und Gesetzgebung, in der Lesben- und Schwulenbewegung, in der Geschichtsschreibung und in der Wissenschaft sind Bisexuelle kaum sichtbar. Oft wird Bisexualität sogar geleugnet, als „Phase“ oder als Vorstufe zur Homosexualität wahrgenommen und Bisexuelle als „unentschieden“ oder „verwirrt“ dargestellt.

Claudia Stamm www.claudia-stamm.deDie Gefahr der Bifeindlichkeit muss ernst genommen werden. Bisexuelle Menschen dürfen nicht nur als Anhängsel von Lesben und Schwulen betrachtet werden – ihre Erfahrungen müssen eigenständig thematisiert werden, um Bifeindlichkeit und ihre Folgen zu vermeiden. Mit unserem Fachgespräch wollen wir Expertinnen und Experten, Betroffene und Interessierte zusammenbringen und einen Beitrag zur Debatte leisten.

Programm:
18:00 Uhr Einlass, 18:30 Uhr Begrüßung Claudia Stamm, MdL queerpolitische Sprecherin, 18:45 Uhr Input Frederik Schindler, Freier Journalist
19:30 Uhr Diskussion mit dem Publikum und anschließend Get-together mit Imbiss, ANMELDEN


Ein paar Seiten, auf denen die Poly-Themen genauer beschrieben werden:

Polyamorie (Polyamory) und offene Beziehungen in München

Stammtisch für Polyamorie und offene Beziehungen in München.

DE 8: München | polyamory.de

Polytreffen München. Wir treffen uns einmal im Monat freitags an wechselnden Orten. Die Standardzeit ist 19 Uhr

Polyamorie – Poly-Stammtische


  • *
  • Erst vor wenigen Wochen wurde eine grüne Abgeordnete von den großen Organen der Presse mit den dümmsten Bemerkungen öffentlich nieder gemacht:

„Sex auf Krankenschein“ und die primitive Gleichsetzung von Sexual-Assistenz für Behinderte aller Art (denken Sie bitte jetzt an den körperbehinderten mit Querschnitts-Lähmung im Rollstuhl, statt an Kinder!) mit Prostitution schaffte auch unser bayrischer Staats-Sender: Meilenweit entfernt von Inklusion, wenn es um Aufmerksamkeit geht:

Die Abgeordnete hatte von Gesetzes-Entwicklungen in den Niederlanden berichtet, und schon wichst die CSU unter der Bank: Die alten Herren-Haufen denken immer nur das Eine.