Eure Meinung ist gefragt:


Thomas Michel vom GayOutdoorClub und den RainbowRefugess hat nach dem letzten CSD einen Antrag / Vorschlag an die Träger-Vereine des CSD gesendet und dazu auch um ein Meinungsbild aus der Community, also auch uns, gebeten.

Es geht darum, welche politischen Vertreter einen CSD zukünftig anführen dürfen, und ob sich Politiker aus Parteien, deren Programm aus LGBTIQ* Sicht eher kritisch zu sehen ist, sich vorher entsprechend öffentlich zu unseren Zielen bekennen sollen.

Anlaß war die Teilnahme des zweiten Bürgermeister Schmid, der Mitglied der CSU ist.

Angeheftet findet ihr in der Facebook-Gruppe den Antrag von Thomas. Wir würden das Thema natürlich auch morgen beim Stammtisch ansprechen, also kommt vorbei und diskutiert mit!

CSD-Politiker

Es ging um die grundlegenden Haltungen zu queerpolitischen Themen,

bei uns kann es natürlich auch um die zukünftige Mitwirkung und Präsenz bei fachlichen und öffentlichen Veranstaltungen gehen.

Bi-Stammtisch 21.08.2018 ab ca 19.30 im Cafe Glück

wittelsbacher spritz

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So 23. Sept Tag der Bisexualität

Was machen wir in München?

Filme?

Einen Abend im sub?bi-muc

Mainz wie es singt und lacht:

Anlässlich des Tages der Bisexualität am 23. September widmen wir uns in der Bar jeder Sicht gemeinsam mit Richard Lemke (JGU Mainz) und in Kooperation mit dem Frauenzentrum Mainz den Facetten bisexueller Identitäten und Bisexualität in Partnerschaften. In einem kurzen Impulsvortrag werden Ansätze, Perspektiven und ausgewählte Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung zu Bisexualität vorgestellt. Dabei wird vor allem auch auf die Probleme der Forschungslücken hingewiesen, die insbesondere in Bezug auf weibliche Bisexualität existieren. Anschließend an den Vortrag wollen wir in einer moderierten Diskussion die Sichtweisen zu Bisexualität – in der Öffentlichkeit und in queeren Communities – zusammentragen und mit eigenen Erfahrungen und Perspektiven ergänzen.

Richard Lemke arbeitet seit 2012 am Institut für Publizistik an der Universität Mainz als wissenschaftlicher Mitarbeiter und forscht dort zu den Themen Homo- und Bisexualität, Online-Dating und den Einfluss des Internets auf Partnerschaft und Sexualität. Seine Expertise machen ihn zum idealen Gesprächspartner zum Thema, weshalb wir uns außerordentlich freuen, dass er diesen Nachmittag mit uns gestaltet.

Die Moderation übernimmt die wunderbare Sarah Bast vom Frauenzentrum Mainz. Es wird uns ein Fest! Kommt zahlreich und wie immer: Spread the word!

https://www.sichtbar-mainz.de

Gruppeninventur – Reflektieren mit der ganzen Gruppe

Bisexuelle Selbsthilfe

Für manche Bisexuellen ist die eigene Erfahrung der Veränderung in der erotischen und sexuellen Anziehung neu und irritierend, die Lebensform ungewohnt und verunsichernd: Wie offen kann ich mit meinen bisherigen Partnern umgehen, wie mit Freunden und wie mit der Familie, im Beruf, in der Öffentlichkeit?

Eine Selbsthilfegruppe bietet die Möglichkeit, regelmässig die eigenen Veränderungen auszutauschen. neben dem Stammtisch am 3. Di im Monat im Cafe Glück ist die Gruppe leicht neu zu starten: im Selbsthilfezentrum München, Ulm und Würzburg ist je eine Gruppe eingetragen, kann auch die Einladung jeweils neu gestartet werden.

Gruppen in Bayern können sich treffen

Ähnlich wie bei der Jahresinventur einer Firma ermöglicht das neue Angebot „Gruppeninventur“ von SeKo Bayern e.V. gemeinsam darüber nachzudenken, wie die Selbsthilfegruppe aktuell da steht, was besonders gut läuft und in welchen Bereichen es vielleicht Änderungsbedarf gibt.

Unter Moderation eines/r erfahrenen Selbsthilfeberaters/in können sich die Mitglieder einer Selbsthilfegruppe an einem drei- bis vierstündigen Treffen in einer anderen bayerischen Stadt austauschen. So können gemeinsam neue Ideen für die Inhalte, die Struktur und die Aufgabenverteilung entwickelt werden.

Weg vom Alltag bietet die gemeinsame Fahrt in eine andere Stadt außerdem die Möglichkeit informelle Kontakte zu festigen und im Anschluss an die Gruppeninventur ein Treffen mit einer anderen Selbsthilfegruppe zu organisieren oder ganz einfach gemeinsam die Stadt zu besichtigen.

Im Jahr 2018 werden insgesamt 28 Termine in Hersbruck, Mühldorf, München, Nürnberg, Regensburg, Rosenheim und Würzburg angeboten.

Interessierte Selbsthilfegruppen melden sich bei der Geschäftsstelle von SeKo Bayern für einen Termin an und können die Übernahme der Fahrtkosten bei ihrem Regionalen Runden Tisch beantragen.

Weitere Informationen: SeKo Bayern https://seko-bayern.de

Queere Vernetzungstreffen in München und für Bayern

Queer in der Stadt – 26.06.2018, 19:30 Uhr | München, Sub – Müllerstraße

Isabell Zacharias, MdL, lädt Sie herzlich am Dienstag, den 26. Juni im 19:30 Uhr ins Sub, in der Müllerstraße 14, München ein, um gemeinsam mit der Fachanwältin Irene Schmitt über das Thema „Queer in der Stadt“ zu diskutieren.

https://www.facebook.com/events/253423575207370/

Seit dem 1. Oktober 2017 ist die „Ehe für alle“ gesetzlich möglich. Auch können bisher eingetragene Lebenspartnerschaften nun in eine Ehe umgewandelt werden.

Wie genau sieht die rechtliche Situation der homosexuellen Paare aus? Was hat sich mit Einführung der „Ehe für alle“ geändert und wo besteht noch Handlungsbedarf? Und wie sieht es für die aus, die keine Paarbeziehung leben können oder wollen?

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Beiträge sowie auf eine spannende Diskussion.

Isabell Zacharias, Abgeordnete des Bayerischen Landtags,
hochschul-, kultur- und queerpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion

Bürgerbüro Belgradstraße 15a 80796 München, Tel.: 089/16 49 89 Fax: 089/168 43 89
Maximilianeum 81627 München Tel.: 089/4126-2817 Fax: 089/4126-1817  kontakt@isabell-zacharias.de und www.isabell-zacharias.de Aktiv auf: Facebook, Twitter und Instagram Hier können Sie meinen Newsletter bestellen


EINLADUNG
zum queerpolitischen Vernetzungstreffen „Gemeinsam gegen Rechts“

Liebe queerpolitisch Aktive aus Bayern,

Samstag, den 30.6.2018, freuen wir uns darauf, euch im Maximilianeum zu treffen und euch ein politisches Update aus dem Bundestag sowie mehreren Landtagen zu geben.

Aller Wahrscheinlichkeit nach werden auch wir in Bayern es nach der Landtagswahl im Oktober dieses Jahres mit einer neuen rechtspopulistischen Tonart im Maximilianeum zu tun bekommen, allen Bemühungen der CSU zum Trotz, die entsprechende Wähler*innenschaft mit populistischen Überholmanövern wieder einzufangen. Wie gehen wir mit einer erfolgreichen rechtpopulistischen Partei um, die auch ultrakonservative, homophobe und völkische-nationalistische Inhalte vertritt und personelle Überschneidungen zur rechtsextremen Szene aufweist?

Gegen rechte Politik und für Vielfalt in Bayern muss die queere Community zusammen stehen – deswegen wollen wir uns mit Euch vernetzen im Kampf gegen Diskriminierung und Ausgrenzung aller LGBTIQ*s. Wie die Arbeit im Landtag sich ändert, wenn Populisten zu Mandatsträger*innen werden, erfahren wir aus erster Hand von der Grünen Bundestagspräsidenten Claudia Roth, MdB, und von einer Vertreter*in der Grünen aus dem Sächsischen Landtag.

Um euch ein persönliches Gespräch mit möglichst vielen Politiker*innen zu ermöglichen, werden wir im Anschluss ein paar Runden Speed-Dating anbieten, bei dem ihr Grüne Mandatsträger*innen aus allen politischen Ebenen kennenlernen könnt. Natürlich wird es auch Zeit für gemeinsame Fotos, zum Ratschen und zum Diskutieren geben. Ihr sollt weder verhungern, noch verdursten – für euer leibliches Wohl ist gesorgt. Und wer sich bewegen will, darf auch das tun – ein*e DJane lädt bis Mitternacht zum Tanz.

Wenn ihr teilnehmen wollt, meldet euch bitte über den Anmeldebutton an. Wichtig ist, dass sich jede*r Interessent*in einzeln anmeldet. Gruppenanmeldungen sind nicht möglich.

Gerne könnt ihr in eurem queer-aktiven Umfeld weitere Leute einladen, da wir vermutlich die eine oder den anderen übersehen haben.

Wegen der Einlasskontrolle an der Landtagspforte bitten wir euch darum, euren Personalausweis mitzubringen. Die Pforte befindet sich am Eingang Ost (Tram 19, Maximilianeum, U4/5 Max-Weber-Platz). Ab dort ist der Weg ausgeschildert.

Wenn Ihr Fragen habt, wendet Euch bitte an mein Büro: Arne.brach@gruene-fraktion-bayern.de

Wir freuen uns auf das Kennenlernen und Wiedersehen mit Euch!

Grüne Grüße, Euer Ludwig Hartmann, MdL
Fraktionsvorsitzender und queerpolitischer Sprecher

16:30 Uhr • Einlass und Get-Together
17:15 Uhr • Begrüßung
Ludwig Hartmann, MdL, Fraktionsvorsitzender und queerpolitischer Sprecher der
Grünen Landtagsfraktion und Spitzenkandidat der Grünen Bayern
17:25 Uhr • Vortrag
Claudia Roth, MdB und Vizepräsidentin des deutschen Bundestags
17:40 Uhr • Bericht aus Sachsen
N.N., Grüne Vertreter*in aus Sachsen
18:00 Uhr • Erinnerungsfotos
18:30 Uhr • Speed-Dating
19:15 Uhr • Zusammenfassung des Speed-Dates
19:30 Uhr • Showauftritt
bis 00:00 Uhr • Gemeinsam feiern und tanzen im Steinernen Saal

Kontakt und Anmeldung:
Arne Brach
Mitarbeiter im Büro des Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bayerischen Landtag
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag Maximilianeum 81627 München Fon: +49 89 2989 – 3867 Fax: +49 89 41 26 – 1494 arne.brach@gruene-fraktion-bayern.de und www.gruene-fraktion-bayern.de

Queerkafe: Nonbina..- What?

Donnerstag – 24.05.2018 ab 20h im
Queerkafe im kafe marat, Thalkirchnerstr. 102, 80337 München

Input und Fragerunde zum Thema Non-Binary!

,,Nicht binäre Personen gab es schon immer, aber erst seit den letzten Jahren werden wir in der LGBTIQA*-Szene gesehen und anerkannt. Trotzdem fehlt es vielen Personen einfach an Wissen über und Kontakt mit Menschen, die nicht in das binäre Geschlechtssystem passen.“

In einem kurzen Input sollen die wichtigsten Begrifflichkeiten erklärt werden und es soll darüber gesprochen werden, wie man respektvoll mit Menschen umgeht, die sich nicht im geschlechts-binären System verorten.

In der anschließenden Fragerunde könnt ihr der Vortragenden* jede (respektvolle) Frage stellen, die ihr euch sonst vielleicht nicht zu fragen trauen würdet und miteinander ins Gespräch kommen.

Offen ist ab 20 Uhr! Natürlich gibt es wie immer leckeres, veganes Essen und kaltes Gesöff.
Ort ist as always das Kafe Marat, Thalkirchnerstr. 102.

We are here, we are queer and we ain’t going anywhere!

Link zur Veranstaltung: http://queerkafe.blogsport.de
Sprache des Events: deutsch + evtl. englisch, Eintritt: frei
Zielgruppe: queers and friends

flagge der nicht-binären: schwarz-violett-weiß-gelb

flagge der nicht-binären: schwarz-violett-weiß-gelb

Vom Sodomiten zur PrEP-Schlampe: Wanderwege der Sexfeindlichkeit

Zur mittelalterlichen Angst gehört noch die Vorstellung, dass die Sünde der Anderen das Unglück und die Dämonen auf Alle herbei ruft, und noch immer stehen in München um die Mariensäule die Engel, die Lemuren besiegen, die Aus-Geburt der Sünde, wozu die Homosexualität zählte und in der Orthodoxie für immer zählen wird.

Aufklärung, wie die von Magnus Hirschfeld wird immer wieder zu wiederholen sein, denn die Mediziner und Lehrkräfte sind dazu nicht in der Lage: Sie sind selbst nicht ausgebildet, den 11,2% der queeren SchülerInnen gerecht zu werden, die in ihrer Entwicklung unsicher und gefährdet werden, anfällig für jeglichen Unsinn, den der Konsumismus bietet …

der zaunfink

Wenn eine neue Methode bekannt wird, mit der sich schwule und bisexuelle Männer effektiv vor einer HIV-Infektion schützen können, dann sollte man erwarten, dass die Betroffenen sich grundsätzlich wohlwollend damit auseinandersetzen und die Chancen und Risiken dieser neuen Option sachlich abwägen würden. Das passiert auch, aber gleichzeitig passiert noch etwas ganz anderes. Diskussionen über die Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP)1, die sich derzeit auch in Deutschland zunehmend etabliert, sind regelmäßig getrübt durch verstörende Entsachlichung, verstockte Fakten-Leugnung, erhöhte Trolldichte und ganz generell überdurchschnittliche Verstrahltheit. Typische Kommentare sehen z.B. so aus:

„Warum sollten gesunde Menschen gefährliche Medikamente nehmen? Wenn die Bareback-Szeneschwuppen zu faul oder zu doof sind, ein Kondom zu verwenden, dann haben sie sich ihre Infektion auch verdient!“

„Soll ich etwa über meine Krankenkasse verantwortungslosen Darkroomschlampen ihren Partyspaß finanzieren? Wenn die sich unbedingt durch alle Betten vögeln müssen, dann sollen sie das wenigstens selbst berappen!“

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Sexualerziehung in Bayern 17.5.18 DGB-Haus München

17.05.2018
von 19:30 – 21:45 Uhr im DGB-Haus,
Schwanthalerstr. 64, 80336 München 

Neue bayerische Richtlinien zur Sexualerziehung – war’s das schon?

Unter dem Titel „Coming-out – und dann …?!“ untersuchten Mitarbeiter*innen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) die Lebenssituation lesbischer, schwuler, bisexueller und trans* Jugendlicher und junger Erwachsener in Bildungseinrichtungen.

Dr. Claudia Krell, eine der Forscher*innen, stellt in ihrem Referat die Ergebnisse vor.

Ende 2016 wurden dann die neuen Richtlinien für die Familien- und Sexualerziehung in den bayerischen Schulen veröffentlicht. Hat sich durch die Richtlinien etwas verändert?

Podiumsdiskussion mit Dr. Claudia Krell (wissenschaftliche Referentin am DJI) Lukas Hoffmann (Gay Straight Alliance) Dominik Straub (Aufklärungsprojekt-München) Johanna Sührig (Abiturient*in) Eltern eines*r LGBTIQ-Jugendlichen (angefragt)

In der Podiumsdiskussion wollen wir u. a. der Frage nachgehen, ob und wenn ja, was sich inzwischen verändert hat.

  • Ist Vielfalt ein Thema der Lehrer*innenbildung?
  • Wie müssen Lehrmaterialien der Vielfalt aussehen?
  • Wie müssen Bildungseinrichtungen aussehen, damit darin auch LGBTIQ-Kinder und -Jugendliche angstfrei lernen können und sich ihre Eltern ernst genommen fühlen?

Der Abend wird sich inhaltlich auf den schulischen Kontext fokussieren.

Wir werden aber auch den Blick auf alle anderen Bildungseinrichtungen richten.

Deshalb sind alle pädagogischen Fachkräfte aller Bildungseinrichtungen und die LGBTIQ-Community herzlich eingeladen.

Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, homo-/transphobe oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Eine Veranstaltung der GEW Stadtverband München und des Aktionsbündnisses Vielfalt statt Einfalt – München. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Münchner „Love me Gender“-Kampagne statt.

Zeit: 19:30 – 21:45 Uhr
Ort: DGB-Haus, Schwanthalerstr. 64, 80336 München Eintritt: frei
Veranstalter: Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt – München, GEW Stadtverband München https://www.gew-muenchen.de
www.facebook.de/buendnisvielfaltstatteinfalt,

Segnungen

Die Segnungen der Aufklärung sickern allmählich auch in die alten Strukturen der Kirchen ein, und während die Einen längst die Aufhebung der hetero-Norm und der monogamen Lebensformen fordern, kommen die anderen drauf, dass es mehr gibt, als in ihren alten Büchern (meist falsch verstanden als Übergriff und Gewalttat) steht:


Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern

Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Bayern begrüßt Beschluss der Landessynode als Schritt hin zu Akzeptanz

19. April 2018. München. Die Landesynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern hat sich gestern in Schwabach für die öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ausgesprochen. Mit der Annahme der Vorlage „Segnung gleichgeschlechtlicher Paare“ sind zukünftig neben „Trauungen“ und „Gottesdiensten anlässlich einer Eheschließungen“ auch „Segnungen“ von gleichgeschlechtlichen Paaren in öffentlichen Gottesdiensten möglich. Ob Pfarrerinnen und Pfarrer eine Segnung durchführen, bleibt jedoch eine individuelle Gewissensentscheidung. Eine neue liturgische Ordnung zur Ausgestaltung der Segnungsgottesdienste soll erstellt werden. Bisher gab es in der Landeskirche nur die nicht-öffentliche gottesdienstliche Segnung von Lesben und Schwulen.

„Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Bayern begrüßt die Entscheidung der Landessynode als einen Schritt hin zur Akzeptanz und Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare. Dass die Ehen von Lesben und Schwulen auch weiterhin nicht als gleichwertig zu heterosexuellen Ehen anerkannt werden ist jedoch bedauerlich. Gleichgeschlechtliche Paare sind ebenso durch das Band der Liebe und der gegenseitigen Verantwortung verbunden. Ihre Verbindung verdient daher auch den gleichen Respekt. Die Landeskirche in Bayern muss diese Gleichwertigkeit auch anerkennen und nun dafür sorgen, dass die zu erarbeitende liturgische Ordnung zur Ausgestaltung der Segnungsgottesdienste der der Traugottesdienste gleicht.“, betont Markus Apel, Landesvorstand des LSVD Bayern.

Auch wenn die Evangelische Kirche (EKD) die Ehe lange Zeit ausschließlich als Verbindung von Mann und Frau definierte, wurde diese Sicht spätestens mit der Orientierungshilfe „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit. Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“ aufgegeben. Aus einer modern-protestantischen Perspektive wird heute nicht mehr nach der äußeren Form der Partnerschaft gefragt, sondern nach ihrem Inhalt und den in der Partnerschaft gelebten Werten.

„Das Ziel, eine kirchliche Feier für alle Partnerschaften zu haben sollte die Landeskirche nicht aus den Augen verlieren. Die Landeskirchen im Rheinland, in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und in Baden haben gezeigt, dass dies möglich ist. Kirchen müssen besonders jetzt für Zusammenhalt werben und deutlich machen, dass sich Religion und Akzeptanz von Lesben und Schwulen nicht ausschließen. Wir möchten alle Gläubigen darin bestärken, sich auch weiterhin für die Akzeptanz von Lesben und Schwulen in der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern einzusetzen.“, ergänzt Hannah Lea aus dem Landesvorstand des LSVD Bayern.

  Hintergrund

Homosexualität im Christentum

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Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden.

Mit Ihrer Spende und / oder Mitgliedschaft können Sie uns und unsere Arbeit für „Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt“ unterstützen. Vielen Dank.

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