weiter feiern?

die bisherigen Demos zum 17. Mai und zum CSD fallen dieses Jahr ja aus.

Was machen wir, was uns selber entspricht?

Ich könnte mir bisher einen großen Isarspaziergang in Fetisch-Gruppen, bunten Kostümen und allerlei historischen Ideen vorstellen, zwischen Sonntag 17.5. und der Pride-Week – wann immer die im Juli sein sollte – vielleicht noch ein paar nette Werkstätten dazu … idahot-muc2015

Diverse Landesverbände des LSVD veranstalten digitale Aktionen und Demonstrationen; der Bayrische LandesVerband ist leider nicht dabei:
https://www.lsvd.de/de/ct/2337-%23IDAHOBIT-2020-Internationaler-Tag-gegen-Homo-Bi-Inter-und-Transphobie-am-17.-Mai

Der Colognepride wird eine Web-Show veranstalten:
„Die erste IDAHOBIT-Web-Show startet am 17. Mai 2020 um 17 Uhr live bei Facebook, Instagram: cologneprideofficial oder auch YouTube: Cologne Pride.
Freut auch auf interessante Gäste, Show und beteiligt euch interaktiv per Chat untereinander und mit unseren Gästen. Genauere Infos folgen über den Cologne Pride!“

IDAHIT Augsburg ruft zu einer Online-Aktion auf: https://idahit-augsburg.de/

der International Day Against Homophobie Biphobie Inter- und trans-Phobie entstand in Erinnerung an Diskriminierung der Homosexualität in der Medizin, ergänzt dann durch die entsprechenden Gruppen und die irrationalen Ängste vor der nicht-hetero-Liebe.

International day against Homophobia 17.Mai
International day against Homophobia 17.Mai

Am 17. Mai 1990 wurde auf Initiative eines mutigen Arztes die Homosexualität aus dem IDC, dem internationalen Verzeichnis der Krankheiten gestrichen.

 

Es gibt allerdings noch immer große Problematiken in den

nicht-binären Situationen:

Menschen da-zwischen, Intersexuelle mit nicht normativ erscheinenden Geschlechtsmerkmalen und Hormon-Entwicklungen, Trans-Sexuelle mit der psychischen Ablehnung, dem psychischen Verlangen des Wechsels.

Im Forumtheater

erlebte ich viele Szenen zu den Ängsten vor der Selbsterkenntnis und der Anerkenntnis von außen, mit Augusto Boal inszenierten wir 1997 oder 1999 im Münchner Rathaus noch eine „Ehe zu viert“, um Unrecht um Schwule, Lesben und Migration anzusprechen.

Vor 100 Jahren,

Magnus Hirschfeld Sexualwissenschaftler
Magnus Hirschfeld Sexualwissenschaftler

als Magnus Hirschfeld den Film „Anders als die Anderen“ entwarf und mitspielte, war Erpressung die größte Bedrohung der Schwulen. Sexuelle #Zwischenstufen und seine internationalen Forschungen sind bis heute nicht wieder eingeholt, #Postfaschismus in den Hochschulen schaffte auch die Sexualwissenschaften eher ab, als sie zu fördern, Sexualpädagogik ist bis heute ein streitiges Randthema der Schulen.

Hirschfeld-Denkmal am Hirschfeld-Ufer Berlin
Hirschfeld-Denkmal am Hirschfeld-Ufer Berlin

Der JustizMinister auf Twitter:

Heiko Maas @HeikoMaas am 17.5.2020
 
43 % der Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuellen in Deutschland leben ihre sexuelle oder geschlechtliche Identität nicht aus – aus Angst vor Diskriminierung.
 
Das muss uns alle wachrütteln!
 
Alle haben Respekt verdient, egal wen man liebt.
 
Das gilt nicht nur am #IDAHOBIT. #IDAHOT
 

Es braucht noch Aufarbeitung der Leiden

Der §175 war mit der Reichsverfassung auch in Bayern gültig geworden, nach dem uns Ludwig II für seine Schlösser und Geld aus dem „Reptilienfonds“ an Bismark und den Kaiser verkauft hatte. Vorher kamen die schwulen Adeligen nach Bayern, um sich von hübschen Fischer-Burschen über den Würmsee rudern zu lassen …

Die Verschärfung des §175 nach der „Nacht der langen Messer„, dem von den Nazis Röhm-Putsch genannten Beseitigen der schwulen Struktur in der SA und nebenbei aller mißliebigen früheren Feinde und „Kameraden“ des Führers zum 1. Juli 1936 brachte bald die ersten Razzien an schwulen Tanzlokalen und Treffpunkten , „Rosa Listen“ bei der Polizei und Einlieferungen in Konzentrationslager. 

Sexuell eigenständige Frauen kamen in Lager und Bordelle zur Umerziehung, und ganz allmählich, nach dem die Täter alle tot sind, kommen auch die finsteren Strukturen zum Vorschein, wie Himmlers Tageskalender: In der SS herrschten „Säufertum, Größenwahn“ und „Weiber“

„Die größten Leistungen brachte die SS erst nach 1945, in ihrer Selbstdarstellung“.

Die Bundesrepublik blieb 1950 bei der Schwulenverfolgung, juristisch bis 1990, und sträubte sich bis neulich gegen eine Wiedergutmachung, auch der KZ- und Gefängnis-Zeiten, stolperte noch in die „Ehe für alle“.

Wie haben in den letzten Jahren noch etliche Freunde begraben, die auch bei der Beerdigung noch ohne Bemerkung zu ihren Freunden verabschiedet wurden.

Die Angst vor der Entdeckung, die Trauma der Selbst-Verleugnung, die Frage der offenen Diskriminierung im Beruf, noch letztes Jahr bei den Filmfestspielen in München ein Thema einer geschlossenen Diskussionsrunde.

Männlich getanzter Schwanensee

Ballett Schwanensee / Swan Lake in der Version von Matthew Bourne aus dem Jahr 1995 auf youtube

wer es nicht schon kennt: unbedingt anschauen! Diese Inszenierung ist umwerfend. Das ganze gibt es erfreulicherweise auf Youtube; und zwar komplett.

Als Einstimmung empfehle ich eine deutsche Kritik von 2000:

… mit Federvieh durchgegangen. Mit männlichem dazu.

So nämlich klärt Musical-Freak Matthew Bourne seit 1995 mit Hilfe seiner „Adventures in Motion Pictures“-Company vom West End bis an den Broadway in monatelangen, hysterisch ausverkauften Ensuite-Folgen über Tanzmärchen auf und erzählt „Schwanensee – die ganze Wahrheit“.

Was niemand zu fragen wagte, aber jedem klar sein musste: Der liebeskranke, von seiner dominanten Mutter vernachlässigte Prinz Siegfried … erlebt sein Coming-out am Vogelteich, wo die wilden Kunst-Schwäne als ziemlich brutale, zischende, flatternde, gar nicht tuntige Kerle mit nackter Brust, barfuß und in faunischen Flokati-Hosen mehr ihren Artgenossen in freier Wildbahn entsprechen …“ …

„Auch wenn dieser „Schwanensee“ eindeutig homosexuell konnotiert ist, so weist er souverän über jede gleichgeschlechtliche Neigung darhinaus, gibt den männlichen Tieren eher androgyn Uneindeutiges, erhellt so das Universelle der Fabel. Ein Mensch, der keine Liebe auf Erden findet, sucht sie in einem Zwischenreich der Fantasie.“ …
Dann unbedingt die Inhaltsangabe lesen en.wikipedia.org/wiki/Swan_Lake_(Bourne)
Eine deutsche Grob-Übersetzung der Story hab ich auf culturejammingtheater.blogspot.com/2020/05/swanlakebourne.html
Ich freue mich sehr, wenn ihr mir schreibt, wie ihr diese Version findet.
PS: Die Produktion ist so erfolgreich, dass sie bis auf den heutigen Tag auf Tournee ist (natürlich in verschiedenen Besetzungen); Anfang dieses Jahres war sie in New York; und jetzt würde sie in England touren.
PPS: Was soll am 17.5., dem Welttag der LGBTI* denn real stattfinden, oder schickt ihr Netz-Teile?
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Podcast von der Bi+Community Berlin

„Großes B“ stellt sich vor!

tochterkampfstrumpf.de/2020/03/13/grosses-b-stellt-sich-vor

Ein Podcast von der Bi+Community, für die Bi+Community!

Gemeinsam mit Chris – und etwaigen Gästen – spreche ich ein mal im Monat über verschiedene persönliche, soziokulturelle und queer-politische Aspekte rund um Bisexualität und Nicht-Monosexualität. Ob Bi-Repräsentation in der Popkultur, Bisexual Erasure, Sichtbarkeit in der queeren Community oder Bi+Aktivismus – all diese Themen werden wir uns vornehmen! „Großes B“ ist ein Projekt von BiBerlin e. V.

Folge 0

In dieser „Folge 0“ stellen wir uns vor, erzählen warum wir einen Podcast zum Thema Bisexualität gestartet haben und reißen verschiedene Themen an, die uns bewegen und aus denen wir in Zukunft eine ganze Folge machen könnten, z. B. Coming-Out, Diskriminierung, queere Szene in Berlin, internalisierte Bifeindlichkeit oder der Unterschied zwischen Bi- und Pansexualität. Das Thema der ersten „richtigen Folge“ wird Bi-Repräsentation in der Popkultur sein.

Großes B - stilisiertes Mikrofon vor rot-blauem Hintergrund

Link zum Feed: grossesb.podigee.io

Die Definition von Bisexualität nach Robyn Ochs: „Ich nenne mich bisexuell, weil ich das Potenzial habe, romantische und/oder sexuelle Anziehung zu Menschen mehr als eines Geschlechts zu haben – nicht unbedingt zur selben Zeit, auf dieselbe Art und Weise, oder gleich intensiv.“ (Aus: „Getting Bi: Voices of Bisexuals Around the World“)

Links:

  • Homepage vom Verein BiBerlin: biberlin.de
  • Vimeo-Kanal von Chris (wo es den erwähnten Film „Satanic Pride“ zu sehen gibt.)

Musik: ispeakwaves, freesound.org

„Großes B“ stellt sich vor!

 

Nach fast 30 Jahren: Kein Stammtisch heute

Das leere Cafe Glück war zwar beleuchtet, aber zu … drum jetzt etwas Lesestoff und sonstige Nachrichten:

„Witzige Komödie über queeren Selbsthass“

Als Hollywood schwul wurde

Heute vor 50 Jahren – am 17. März 1970 – feierte der Film „The Boys in the Band“ seine Premiere. Nun gibt es ein Update: ein neues Theaterstück und einen neuen Film.

Erwin schrieb:

mein Artikel über „The Boys in the Band“ online gegangen. https://www.queer.de/detail.php?article_id=35720
 
Für Euch wird der Absatz „Rückblick: Das Theaterstück in München (1970)“ von Interesse sein.
 

München: Hat sich die rosa liste überflüssig gemacht, Thomas Niederbühl?

Mit mageren 1,0 Prozent gelang der rosa liste nur knapp der Wiedereinzug in den Münchner Stadtrat. Wir sprachen mit dem alten und neuen Abgeordneten über Niederlagen als Erfolg, Pläne bis 2026 und queere Antworten auf die Corona-Krise.  …

„Nun gibt es … den queersten Stadtrat aller Zeiten, mit zehn LGBTI-Vertreter*innen aus verschiedenen Parteien.“

„Wir haben in der letzten Legislaturperiode das Lesbenzentrum neu geschaffen. In der nächsten möchte ich eins für Trans* und Inter* angehen plus ein übergeordnetes queeres Kulturzentrum.

Mein persönlicher Wunsch wären nicht nur neue Räume für unser Forum Queeres Archiv, sondern echte Ausstellungsräume für das Projekt, so dass wir mittelfristig ein queeres Museum in München bekommen.

„Gut, dass wir da immer „mit gemeint“ sind als Bisexuelle … bis zum 17.5. hoffentlich …

http://bisexual-community.tumblr.com/
http://bisexual-community.tumblr.com/
 

Ausstellung Andreas Hirsch in blau-rot

Die Farben der Bisexualität sind blau und rot:

Die Wenigsten wissen, dass es eine eigenständige Identität als BisexuelleR gibt: Frauen und Männer, die – wie schon „Papa Freud“ angenommen hatte –  die sowohl mit Frauen als auch Männern oder sich divers definierenden Liebesbeziehungen haben können.

DAZU kommen natürlich alle, die eine Veränderung ihrer sexuellen Orientierung erleben durften, ob auf dem Weg in eine Homosexualität oder in der Veränderung ihrer eigenen sozialen oder auch sexuellen Identität.

Die Vielfalt des Erlebens und der Lebensarten mache eine gemeinsame Vorgehensweise schwierig: Ob Hetero-Normativ oder polyamor aufgeschlossen, die Phantasie der Gegenüber ist oft überfordert.

Diskriminierung wird allerdings in allerlei Situationen erlebt, nicht zuletzt in beruflichen Kontexten, aber auch in den „Szenen“.

Andreas Hirsch

aus Oettingen, wo auch das billige Bier herkommt. Mittelfranken ist recht schön. Wenn man von dem Bier und den Menschen dort absieht.
Erfahrungen in Ukraine als „Homeschooling Teacher“ und Vodka in rauen Mengen.
Mit Theater und Kommunikationsdesign, in Portugal: Kunst, dann Visual Experience Designer, seit Januar 2020 als freischaffender Künstler und Designer selbstständig.
Ein Künstlerkollegen hat einmal dies über meine Arbeiten geschrieben:
„Durch die Anwendung einer poetischen und oft metaphorischen Sprache verführt Hirsch den Betrachter in eine Welt des andauernden Gleichgewichts aus Fiktion und Realität, sowie des Intervalls, das den Strom der täglichen Ereignisse artikuliert.
Durch das Aufgreifen  unterschiedlichster Themen und Motive gelingt es Hirsch neben Heterogenität auch Lebenslust kreativ zu visualisieren.
Oft stehen zwischenmenschliche Beziehungen oder die Dichotomie von urbanem Raum und Natur im Zentrum seiner Betrachtungen.
Auch Reflektionen zur Populärkultur, den Neuen Medien oder einen Freiheitstopos findet man wiederholt.“

Der Stammtisch

Am 3. Dienstag im Cafe Glück: www.bimuc.wordpress.com

Vernissage in Bisexualität: Fr 10.1.2020 um 19.30 im sub Müllerstr. 14

 

Bi-Männer-Treffen von BiNe

Herzliche Einladung zum BiNe-Männertreffen 2020

Liebe Männer,
die Anmeldung für das BiNe-Männertreffen ist hiermit eröffnet – Ihr seid alle ganz herzlich eingeladen!

Männertreffen

Wann ist der Mann ein Mann und wie lebt Mann seine Bisexualität? Das und noch viel mehr kannst du mit uns beim BiNe-Männertreffen ergründen, erleben und genießen.

Das wird ein Wochenende, das wir Männer kreativ ganz nach unseren individuellen Vorstellungen und Bedürfnissen gestalten – verspielt, tiefgehend und auch lustvoll.

Alles ist möglich und sehr offen, aber ein Muss gibt es nicht und jeder darf so bleiben, wie er ist.

Das Männertreffen findet vom 21. bis 24.05.2020 im Projektzentrum Maibacher Schweiz statt: http://www.maibacher-schweiz.de/. Du bist herzlich eingeladen und solltest dir dieses Wochenende unbedingt freihalten.

Zur Anmeldung geht es hier: https://www.bine.net/content/anmeldung-maennertreffen-2020

Wenn du noch Fragen haben solltest, kannst du uns gerne schreiben maenner20@bine.net.

Awa und Wolli – Wir freuen uns auf Euch!

sorry, falscher Kontext …

Aufstand Stonewall

„Stonewall was a RIOT!“ meint vor allem: Es war kein freundlicher Appell an die Polizei, sich an Menschenrechte zu halten, es war ein Aufstand mit Handtaschen und Lippenstift, die damalige Art, sich unter Männern zu Begegnungen zu finden.

Die meisten verschwiegenen Arten sind bis heute diskriminiert … wie auch bisexuelle Lebensweisen und so manche Fetische und sexuellen Vorlieben.

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 +++QFFM | RIOT SHORTS | 50 Jahre Stonewall+++

im Bahnwärter Thiel 08 Juli 2019 | Einlass: 18:30 UHR

Mehr Infos zum queeren Kurzfilmabend >>

 +++ SAVE THE DATE +++

QFFM | 4. QUEER FILM FESTIVAL MÜNCHEN

16.-20. OKT 2019

QFFM_190708_WEBPAGEWir halten Euch wie gewohnt über Facebook, Instagram und unsere Webseite auf dem Laufenden!