Feinen Bi-visibility-Tag allerseits!

Falls es in deiner Umgebung jemand gibt, grüße doch freundlich, denn der 23. September ist, aus den angelsächsisch-großbritannischen Ländern stammend, der Tag der Bisexuellen, und derer, die es noch werden könnten.

bi-muc

Die Menge ist weit größer als die rechnerisch angenommenen 5% bei Lesben und Schwulen, die sich in den großen Städten und Betrieben allerdings auf 10% zusammen ballen können,

Die Unsichtbaren - BisexualitätLeute wie Kinsey kamen bei Befragungen auf 60% der Erfahrungen, was natürlich nicht zu einer dauerhaften Einstellung führen muss:

Manche Erfahrungen sind so einmalig, wie die geliebte Person, manche ab auch so enttäuschend wie der erlebte Verlauf: Ungeschick und Unsicherheit beenden so manches Abenteuer frühzeitig …

Polyamory.svgLandet heute mehr in www.bine.net ?

Wenn du an die Person denkst, die die bisexuelle Seite in dir weckte: Welches Gefühl taucht auf?

Und auch, wenn du dich heute polyamor denkst: Als monosexuell oder auch offen, queer?

Kommentare bleiben anonym, die Mail-Adresse bleibt verdeckt … Danke!


Und wie Bisexualität entsteht?

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Münchner Szenen entwickeln sich …

Kurzer Überblick über die Münchner Szenen seit 150 Jahren (K.H.Ulrichs) und ihre aktuelle Entwicklung und Diversifizierung, bis zu Bi, Jugendlichen, qties, trans und inter, und die Frage, in Bayern offen damit um zu gehen: Städtisch, ländlich, beruflich, in Hierarchien …

Zur Wies’n herrscht das Hetero-Klischee

Buch "Es gibt noch viel zu tun"
http://querverlag.de/books/Es_gibt_noch_viel_zu_tun.html

Dirndl und Lederhosen hatten wir immer für seniorig und kitschig gehalten, und die „kultige“ Wiedergabe bis in die geschmacklosesten AfD-Plakate in Sachsen-Anhalt konkurriert mit den Schatzi- und Aldi-Dirndln und Lederhosen um die schrägsten Kombinationen.

Es ist ein Integrationsfaktor für die jungen Münchner mit anderen Eltern- und Länderwurzeln, und ganz Gruppen schnell-verkleideter Geschäftsleute glauben den Verkäufer-Zauber, „man“ brauche das zum Vergnügen: Szenen mit Wegwerf-Ware.

Dabei sind die wildesten Verehrer der Aufzüge eine wilde Mischung:

Vom schwulen Leder-Club bis zum Trachten-fördernden Ministerpräsidenten über all die Wies’n-Bedienungen, die zum Teil sogar ganzjährig davon leben, von den ländlich-bayrischen Säufer-Gruppen bis zu den norddeutschen Krawall-Burschen, und alle lassen eine Menge Geld auf der Strecke … für oft eher peinliche Szenen.

Nun schließt sich auch noch eine les-bi-schwul-queere Karriere-Messe an, die schon vor Jahren zu ruhigeren Zeiten in München startete, aber die letzten Jahre mehr in Berlin und zukünftig im Internet zu Hause ist: Neue Business- Szenen.

Von Harvey Milk zu Sticks&Stones

9783924163358-de-300„Milk“nannte sie sich früher: Der erste offen schwule Bürgerrechtler in San Francisco, war Stadtrat und zusammen mit dem Bürgermeister am 27.11.1978 von einem Rechten erschossen worden. Die Karriere-Messe, die sich seit vielen Jahren auch öffentlich für die gleichen Rechte aller Mitarbeitenden einsetzt, wird von allen größeren und internationalen Firmen gefördert und hat sich weiter entwickelt:

Bewerbungs-Betreuungen und Firmen-Vorstellungen, Vorträge von Coaches, Hochschul-Mitarbeitenden und Führungskräften, aber auch szenen-gemäßes Feiern: Die jungen Initiatoren stehen dafür.

München: Offen schwul?

Der CSD, als Christopher Street Day in Erinnerung an die Aufstände der militanten Tunten gegen die Polizei-Übergriffe in der New Yorker Christopher Street inzwischen in ganz vielen Städten und seit ca1980 auch in München gefeiert, ist dieses Jahr wieder etwas übersichtlicher geworden, die Angst, auch vor schwulen-feindlichen Übergriffen nimmt wieder zu. Die Szenen werden intern aber bunter.

In manchen Bereichen hatte die Angst kaum abgenommen:

In der katholischen Kirche und in den bayrischen Behörden, in Schulen, in konservativen Familien, Kreisen und reaktionären Burschenschaften, es ist immer eine mutige Herausforderung, die nicht leicht alleine zu schaffen ist.

Heimliche Szenen gab es dafür immer: Stadtpfarrer im Schwulen-Verein, Auftritte bei Kirchentagen …

Vor 150 Jahren Karl Heinrich Ulrichs

beim Juristentag in München, das damals grade keine rechtliche Schwulen-Verfolgung kannte, bis dann preußisches Recht durch die Reichs-Einigung aufgedrückt wurde …

vor 110 Jahren das Wissenschaftlich-Humanitäre Commitee

mit Magnus Hirschfeld in Berlin, hatte auch eine Münchner Gruppe von Abonnenten  und Diskutierende der Fachzeitschrift „Jahrbücher für sexuelle Zwischenstufen“, doch wurde  Magnus Hirschfeld schon 1920 in München durch „völkische Rowdys“ schwer verletzt; Zeitungen meldeten sogar schon seinen Tod, und er konnte seine eigenen Nachrufe lesen.

Karl heinrich Ulrichs OdeonErnst Röhm konnte bis 30. Juni 1934 mit seinen schwulen schlägernden SA-Freunden am Tegernsee feiern, doch mit der „Nacht der langen Messer“ ließ ihn Hitler mit etwa 100 anderen früheren „Freunden“ umbringen. Im Herbst begann dann die systematische Verfolgung durch die Polizei, die bis in die späten 1960er Jahre weiter ging:

Konzentrationslager, Rosa Winkel, Rosa Listen und Erpressungen sind bekannt.

Der Postfaschismus diskriminierte weiter

In der BRD und in der DDR ging das Unrecht in der seltsamen Verwirklichung der Nazi-Träume in spießiger Form weiter, wurde unter „Sittlichkeit“ schwammig begründet, wie früher unter „Erregung öffentlichen Ärgernisses“, und die Nazi-Theorien der Ansteckung und Verführung wurden auch in den Kirchen weiter erzählt.

Heimliche Szenen konnte es nur in Nachbarschaften, Sportvereinen etc. geben.

Anfang 1970 studentische Gruppen und Rosa von Praunheim

forum homosexualität und geschichte „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Verhältnisse, in denen er lebt.“ Ein unmöglicher Filmtitel mit enormer Wirkung, andere Filme waren meist noch zensiert, wie „Die Konsequenz“, und in Garagen als Teestuben, in einem Haidhauser Schuh-Keller trafen sich die verschüchterten bürgerlichen Fummel-Trinen, erste Lederkerle, studentische Beratende und Freizeit-Gruppen, party-feiernd und wild diskutierend, ob man sich selbst „schwul“ nennen oder lieber homophil, ob man so provozierende Blättchen drucken soll und Infostände macht.

Feminismus und lesbische Frauenrechte?

Auf der weiblichen Seite entwickelte sich gleichzeitig die Emanzipation von ehelicher Bevormundung bis zum Kampf gegen die Abtreibungs-Bestrafung, und ein paar lesbische und schwule Lokale entstanden in den leeren Kneipen der Müllerstraße, die vor der Olympiade noch der historische Strich gewesen war, jetzt galt der Sperrbezirk bis zum Mittleren Ring.

„Mord im Homo-Milieu“

war die erste abgedruckte Form dieses Wortes als Schlagzeile, ein Stricher hatte den von Hausfrauen geliebten Radio-Macher und Volksschauspieler Sedlmayer erschlagen, Jahre später einer den Mosi erdrosselt, ansonsten war es das HOMO-Milieu bis zu HOMO-Ehe, aber das Wort „schwul“ kam erst nach den Aids-Nachrichten öffentlich vor.

Da hatte Bayerns CSU auch sofort neue Schlagzeilen zu liefern: Gauweiler wollte alle Saunen schließen, alle Beamten testen und alle Betroffenen tätowieren … und auf eine Insel?

Das große Sterben – durch Antibiotika?

Der solidarische Umgang mit Aids forderte die schwulen Gruppen und qualifizierte die Beratung, nicht so sehr die les-bi-schwule Zusammenarbeit, die politische Durchsetzung zuerst bei den Grünen, dann als Rosa Liste.

Die Medien ziehen allmählich mit

Durch die wissenschaftliche Unterstützung der gesundheitlichen Aufklärung zogen allmählich auch die Fernseh-Serien mit und brachten Lebens-Umstände von Lesben und Schwulen, bringen allmählich auch bisexuelle Fragestellungen, auch über die Stars hinaus, denen die Gerüchte den Fankreis erweitern.

Szenen der Peinlichkeit

Die CSU München ist mit einem Bürgermeister beim CSD dabei, stimmt aber dann im Bayrischen Landtag gegen die dort geforderten Lesben- und Schwulen-Rechte.

Vortrag bei stick&Stones am Sa 16.9.17

in der Mittagszeit im Muffatwerk werde ich eine Überarbeitung dieser Gedanken vorstellen, wird weiter ausgearbeitet, auch mit Bildern … auf www.fairmuenchen.de

heutige Entwicklungen

Die Begriffe Pansexualität und poly-amore Beziehungen sind in jungen Kreisen wichtiger geworden als die früheren Fetisch-Orientierungen, die eher den Austausch in festgelegten Identitäten und bestimmten sexuelle Orientierungen anstrebten.

Die Spiele wie „Game of Thrones“ haben ausgefeiltere Charakter, die eine Menge von Lebens-Erfahrungen transportieren, auch biografische Veränderungen als Normalität vermitteln.

Zu Bi, Jugendlichen, qties und gender-fluid, Trans-Mann und -Frau und inter* gibt es jeweils kleine eigene Szenen, wie die poly-amoren Kreise, Stammtische und Poly-Tanten …

forum homosexualität und geschichte

In den Ateliers von platform gibt es am 6.9. die Eröffnung einer Ausstellung mit aktuellen Postern auch zu historischen Kontexten: Mehr auf  www.forummuenchen.org

PLATFORM Kistlerhofstraße 70,  Haus 60,  3. Stock, 81379 München: Öffnungszeiten: Mo – Fr 10:00 – 17:00 Uhr> Mehr Infos

Liebe Urano-Dioninge, hätte Karl Heinrich Ulrichs begonnen,

euch zu grüßen, liebe Bisexuelle,

denn vor 150 Jahren hatte er am 26.8.1867 in München vor dem Deutschen Juristentag die Straf-Freiheit für unsere Sexualitäten gefordert, und eine klare Abgrenzung der „Erregung öffentlichen Ärgernisses.

Er war als junger Gerichts-Assessor im Königreich Hannover aus dem Dienst entfernt worden, weil er offen seine Veranlagung aussprach, von der er annahm, dass sie ihm von der Schöpferkraft gegeben war, (nicht, wie andere später noch annahmen, durch „Ansteckung“).

Er hatte, auf Platons Reden bezogen, eine Geschlechtstheorie entwickelt, die auch lange Zeit später noch Grundlage für die Forschungen zum „3. Geschlecht“ bei Magnus Hirschfeld in Berlin war, bevor ihm die Nazis das international renommierte Forschungsinstitut ruinierten.

Dioninge sind die aus zwei Geschlechtern entstandenen Menschen mit eben solcher Orientierung, Urninge, nach dem Gott Uranus, aus einem Geschlecht zusammengestellt und auf jenes auch bezogen.Ulrichs_Karl.jpg

Er machte noch keinen Unterschied zwischen Lesben und Schwulen, die es als Begriffe ja noch lange nicht gab: Wohl aber sah er Beziehungen zwischen Urningen (Homo) und Dioningen (hetero) und hielt sie für bedenklich.

Wir wissen heute, dass es durchaus schwierig sein kann, mit wenig differenzierenden Menschen zusammen zu leben, doch finden sich ja auch oft wieder passende „Deckelchen auf die Töpfchen“, wie man gelegentlich sagte,

und seine Wahrnehmung und umfangreiche Korrespondenz in jener Zeit machte ihn auch zum Experten für Fragen der Hermaphroditen, Zwitter, und heute würden wir sagen, Intersexuelle und Trans-Personen.

Dieser frühe Sexualforscher erlebte nun in den Zeiten der Reichs-Einigung, dass die preußische Rechtssprechung sich überall durchzusetzen begann: In seinem Königreich Hannover gab es zuerst so wenig Strafbarkeit für Mann-männliche Liebe wie damals in Bayern, wo sich vermehrt junger preußischer Adel und Kinder reicher Leute aus Berlin herum trieben, sich auf dem Würmsee von den Fischerjungen hinaus rudern ließen …

München_Ulrichs_FGH …der heute Starnberger See heißt. Die Eulenburg-Affaire erschütterte damals das preußische Kaiserhaus, denn es waren ein paar direkte Freunde beteiligt, und alle Zeitungen berichteten über die Enthüllungen.

Im NS-Doku-Zentrum München:

wird es am Samstag, 26.8. von 19-21h einen Festakt geben, zu dem ihr alle eingeladen seid, bei dem dann auch ein paar dankbare Reden geschwungen werden und abschließend sollen ein paar vom §175 Betroffene ihre Erfahrungen berichten.

zzza1Falls ihr in der Gegend von l’Aquila in Italien seid, im süßen Arkadien, wohin Ulrichs seinem verehrten Dichter August von Platen folgte, wie auch später Oscar Wilde noch schrieb, dort wird auch am 28.8. noch sein Geburtstag gefeiert, von einer internationalen Community, wie ihr hier findet:

www.angelfire.com/fl3/celebration2000/#sub1

das Programm der Fachtagung findest du hier, der Festakt ist öffentlich!

www.invertito.de/dat/fhg_jt2017_programm.pdf

und mehr Ausführungen und Links auf www.fairmuenchen.de und www.einweltnetz.org sowie im Blog Befreiungsbewegung

polyamor – auch eine seite der bisexualität?

kann sein, aber auch eine mögliche Erweiterung, aber doch auch eine andere Definition: Alle sind noch auf der Suche nach guten Begriffen, die anderen verständlich und in der Gesellschaft irgendwann sicher sind. *

Auch, wenn die Polyamoren als Vielliebende nun Presse-fähig geworden sind, auch ein Spiegel-Artikel dazu etwas brachte, bleibt das Tabu um alles nicht Familien-übliche.

Es fehlt vor allem das Bild zum ganz alltäglichen Leben, wird eher betuschelt, als anerkannt.

Bisexualtitäten sind vielfältig

Auch wenn die Bewusst-Werdung im eigenen Gehirn beginnt: Es gehört immer ein Dialog in den Beziehungen dazu, und Jugendliche haben oft noch wenig Zugang zu den wirklichen Definitionen. In vielen bayrischen Schulen noch eine Ausweich-Form zur Angst: Als „Schwul“ erkannt und diskriminiert zu werden. Ein Mädchen als Schlampe“. Also Vorsicht!

Polyamouren können noch vielfältiger sein,

aber auch schlicht variierte hetero-Rollen: Hauptsache, du hintergehst niemand, dem du Treue-Versprechen gegeben hast, denn das kann sich der bisherige Biederbürger und oft auch die Journalistin nicht denken:

Viele lieben und mit mehreren Menschen in engen und sexuellen Beziehungen zu stehen, heißt nicht, oberflächlich werden, sondern aufmerksamer, nur die alte betrügerische Kiste der „all-inclusive-Ehe“, die jetzt wieder in vollem Kitsch gefeiert wird, verletzt die meisten Beteiligten:

Ewig als Paar verliebt, mit heißem Sex über Jahre, dankbare Kinder und Enkel, Urenkel und gemeinsam in einer der Villen sterben, wie Philemon & Baucis … Die Götter lieben es!

Für alle Varianten unserer unzuverlässigen Herzen hat das alte Religions-System die Hölle parat, oder Gift, oder diverse Schein-Lösungen. So bald sich ein verheiratetes Herz zu einer anderen Person verläuft, die anderen Geschlechtes ist:

Die Unsichtbaren – Bisexualität in unserer Gesellschaft

Mi 15.03.2017 von 18 bis 21.00 Uhr

http://www.gruene-fraktion-bayern.de/termine/die-unsichtbaren-bisexualitaet-unserer-gesellschaftBisexualität ist in unserer Gesellschaft weitgehend unsichtbar. Aber auch in den Medien, in Politik und Gesetzgebung, in der Lesben- und Schwulenbewegung, in der Geschichtsschreibung und in der Wissenschaft sind Bisexuelle kaum sichtbar. Oft wird Bisexualität sogar geleugnet, als „Phase“ oder als Vorstufe zur Homosexualität wahrgenommen und Bisexuelle als „unentschieden“ oder „verwirrt“ dargestellt.

Claudia Stamm www.claudia-stamm.deDie Gefahr der Bifeindlichkeit muss ernst genommen werden. Bisexuelle Menschen dürfen nicht nur als Anhängsel von Lesben und Schwulen betrachtet werden – ihre Erfahrungen müssen eigenständig thematisiert werden, um Bifeindlichkeit und ihre Folgen zu vermeiden. Mit unserem Fachgespräch wollen wir Expertinnen und Experten, Betroffene und Interessierte zusammenbringen und einen Beitrag zur Debatte leisten.

Programm:
18:00 Uhr Einlass, 18:30 Uhr Begrüßung Claudia Stamm, MdL queerpolitische Sprecherin, 18:45 Uhr Input Frederik Schindler, Freier Journalist
19:30 Uhr Diskussion mit dem Publikum und anschließend Get-together mit Imbiss, ANMELDEN


Ein paar Seiten, auf denen die Poly-Themen genauer beschrieben werden:

Polyamorie (Polyamory) und offene Beziehungen in München

Stammtisch für Polyamorie und offene Beziehungen in München.

DE 8: München | polyamory.de

Polytreffen München. Wir treffen uns einmal im Monat freitags an wechselnden Orten. Die Standardzeit ist 19 Uhr

Polyamorie – Poly-Stammtische


  • *
  • Erst vor wenigen Wochen wurde eine grüne Abgeordnete von den großen Organen der Presse mit den dümmsten Bemerkungen öffentlich nieder gemacht:

„Sex auf Krankenschein“ und die primitive Gleichsetzung von Sexual-Assistenz für Behinderte aller Art (denken Sie bitte jetzt an den körperbehinderten mit Querschnitts-Lähmung im Rollstuhl, statt an Kinder!) mit Prostitution schaffte auch unser bayrischer Staats-Sender: Meilenweit entfernt von Inklusion, wenn es um Aufmerksamkeit geht:

Die Abgeordnete hatte von Gesetzes-Entwicklungen in den Niederlanden berichtet, und schon wichst die CSU unter der Bank: Die alten Herren-Haufen denken immer nur das Eine.

 

Die Unsichtbaren

Die Unsichtbaren – Bisexualität in unserer Gesellschaft Mi 15.03.2017 von 18 bis 21.00 Uhr

http://www.gruene-fraktion-bayern.de/termine/die-unsichtbaren-bisexualitaet-unserer-gesellschaftBisexualität ist in unserer Gesellschaft weitgehend unsichtbar. Aber auch in den Medien, in Politik und Gesetzgebung, in der Lesben- und Schwulenbewegung, in der Geschichtsschreibung und in der Wissenschaft sind Bisexuelle kaum sichtbar. Oft wird Bisexualität sogar geleugnet, als „Phase“ oder als Vorstufe zur Homosexualität wahrgenommen und Bisexuelle als „unentschieden“ oder „verwirrt“ dargestellt.

Claudia Stamm www.claudia-stamm.deDie Gefahr der Bifeindlichkeit muss ernst genommen werden. Bisexuelle Menschen dürfen nicht nur als Anhängsel von Lesben und Schwulen betrachtet werden – ihre Erfahrungen müssen eigenständig thematisiert werden, um Bifeindlichkeit und ihre Folgen zu vermeiden. Mit unserem Fachgespräch wollen wir Expertinnen und Experten, Betroffene und Interessierte zusammenbringen und einen Beitrag zur Debatte leisten.

Programm:
18:00 Uhr Einlass, 18:30 Uhr Begrüßung Claudia Stamm, MdL queerpolitische Sprecherin, 18:45 Uhr Input Frederik Schindler, Freier Journalist
19:30 Uhr Diskussion mit dem Publikum und anschließend Get-together mit Imbiss, ANMELDEN

 

Falls du dich zu den Begriffen vorbereiten willst:

www.bisexualitaet.org/2016/10/pan-vs-bi/

versucht einen Überblick, und berichtet auch von der Europäischen Bi-Conferenz in Amsterdam im letzten Sommer

 

Von Bruno Balz zu Jürgen Draeger

Der wind hat mir ein Lied erzähltEin spannungsvoller Abend im NS_Doku-Zentrum München präsentierte die gespaltene Geschichte des Liedertexters und Komponisten Bruno Balz, einer der bekanntesten Film- und Musik-Gestaltenden der 1930-60er Jahre: Unsere Geschichte des Hörens und Denkens in Melodien, zu Liebe, zu Wundern: „DER WIND HAT MIR EIN LIED ERZÄHLT“, Davon geht die Welt nicht unter … bis „Maaamaaa“ von Heintje.

Offen bleiben oder werden erst so viele Fragen nach den offenen Spalten in den gerafften Erzählungen und manchmal zu langen Lied-Vorträgen:

Die Lebensgeschichten und Ideen des eigenen künstlerischen Schaffen in einer wilden Zeit, die einerseits die Freiheiten erkämpft, andererseits lernt, zwischen Bieder-Bürgern, kämpfenden Arbeitenden und aufkommenden Faschisten zu leben, die neuen Paradigmen zu verbreiten:

Neben alter Biederkeit gab es die neue Wandervogel-Bewegung, von allen anderen weitgehend ausgeklammert, die Lebensreformenden und Vegetarier, die jüdischen Mitbürger auf der Flucht und die religiösen Arier, auch in den Kirchen.

Das Nacht- und Kneipen-Leben ging gegen Morgen, sommers bei Amselgesang, zwischen Straßenkehrenden und Zeitungs-Austragenden zu Ende, wenn man nicht schon vorher in bessere Salons gezogen war, in denen auch zu Übernachten war.

Das Eindringen der Nazis und ihrer Verordnungen in das befreiende Nachleben der 1920er Jahre ab 1934 mit Schwulenverfolgungen war ja nur eine Steigerung der polizeilichen Kontrolle, Razzien und Registrierungen der Szene, die auch bis heute präventiv weitergeführt werden:

Rosa Listen gab es nur zu bestimmten Zeiten, aber die die Einschätzung einer Person in den Akten kennt vielerlei Möglichkeiten: Bis zu 10 möglichen Angaben zu „Geschlecht“ in digitalen Dateien zum Thema: Mann / Frau / Freier / Prostituierte / Stricher / Zuhälter / Transvestit / …

Jene angeheiratete Nazi-Frau, diverse Beziehungen,

jener Mann seines späteren Lebens, der es blieb und bei wikipedia mit einer geplanten Hochzeit mit einer Frau eine Irritation hinterließ …

Jürgen Draeger

hatte daneben ein reichhaltiges künstlerisches Eigenleben, das viele neue Baustellen öffnet: Die schwierige Faßbinder-Rezeption in München,

die zuerst ungeliebten Willy-Brandt-Bild-Serien, die heute die SPD zur aufgeschlossenen Mode-Partei machen würden, ein Trauerspiel einer Partei!

(geht demnächst weiter, ansonsten bitte Kommentar)

zu Ergänzen:

Magnus Hirschfeld und München

Der Briefwechsel in der Beziehung Hirschfeld-Balz, der bei der Stürmung des Institut für Sexualwissenschaft den Nazis in die Hände geriet,

Hirschfeld wurde nach einem Vortrag in München von Nazis verprügelt,

Damaliges „Forum“ vor 100 Jahren:

»Kann denn Liebe Sünde sein?« – Hommage an Bruno Balz im »theater. » wochenanzeiger.de

Ein Kreis von Apotheker und Mediziner, …

Das NS-Doko-Zentrum und sein Verteiler

Bruno Balz – Hitlers geheimer Hitschreiber – NS Dokuzentrum

http://www.ns-dokuzentrum-muenchen.de/veranstaltungen/details/?tx_ttnews%5Btt…

Die Tätigkeit als „Hitlers Hitschreiber“ brachte Bruno Balz nach dem Krieg … Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München in Zusammenarbeit mit der

Das Forum Homosexualität und Geschichte und Verteiler

forummuenchen.org

Bruno Balz: Das tragische Schicksal von Hitlers Hitschreiber im Merkur.de

Bruno Balz – jourfixe-muenchen

http://www.jourfixe-muenchen-ev.de/dhtml/jfkatalog/Bruno_Balz_jourfixe_Collage.html

„Kann denn Liebe Sünde sein? – Bruno Balz, Hitlers heimlicher Hitschreiber“ Sein Leben, seine Lieder in einer Multimedia–Collage nach Zeitzeugnissen

Maxvorstadt: Hitlers geheimer Hitschreiber – Abendzeitung München

http://www.abendzeitung-muenchen.de › München › Stadtviertel › Maxvorstadt

vor 3 Tagen – Im NS-Dokumentationszentrum München wird mit einem multimedialen Künstlerporträt an Bruno Balz, einen der produktivsten deutschen Text-

Autorenporträts: Bruno Balz. 1 Tonkassette mit Beiheft. von Balz …

http://www.zvab.com/Autorenporträts-BrunoBalz-1-Tonkassette-Beiheft/…/bd

Jetzt verfügbar bei ZVAB.com – Sondereinband – München; UFA-Musik- und Bühnenverlage, – 1988 – Zustand: Gut – Kassetten ca. 60 Minuten, Beiheft

Bruno Balz | jourfixeblog

03.07.2016 – Die Nacht vom 20. auf den 21. Oktober 1934 wurde für viele schwule Männer in Bayern und vor allem in München zu einem Schock, der ihr …

 

Bisexualität professionell

Als „Papa Freud“ in den 1920er Jahren feststellte, dass jeder Mensch „bisexuell angelegt“ sei, war das für viele Zeitgenossen so noch nicht fassbar.

Auch die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft, die sich kurz nach Freuds Ausreise nach London und dem Ausschluss verbliebener KollegInnen  als „judenrein“ erklärte, machte schnelle Rückschritte für den „Zeitgeist“ und erklärte, homosexuelle Menschen wären für den Beruf des Psychoanalytikers „nicht reif genug“. Das galt bis in die 1980er Jahre, bis ein Arzt sein Coming out auf einem Kongress öffentlich machte.

Bis heute sind Mediziner überfordert, und eine Besucherin beim Bisexuellen Stammtisch München, getrennt lebend und mit Kind, die ihrem Arzt von ihrer neuen Liebe zu einer Frau erzählt hatte, bekam von ihm den Hinweis, dass das wohl etwa 500 Stunden Psychotherapie erfordern würde.

Sie konnte es nicht als Witz einordnen und machte sich ernsthaft Sorgen, was an schwieriger Krankheit mit der Bisexualität verbunden wäre, bis sie in unser ungläubiges Lachen einstimmen konnte.

So manche Spontan-Heilung dieser Art hat der Stammtisch in den gut 20 Jahren seines Bestehens vollbracht, und von Augenarzt bis Meditationslehrer, TechnikerInnen und Krankenpflegenden waren allerlei Berufe vertreten, sofern das Thema war, denn das Beziehungsleben stand immer im Vordergrund.

Die Ehe und die Kinder, das Haus und der Familienbetrieb, alle scheinbar geregelten Formen können in Unordnung geraten, wenn eine neue Liebe auftaucht. Die bange Frage, wie reagiert mein(e) PartnerIn, lässt sich nur aus den bisherigen Erfahrungen und bei großer Angst mit den bisherigen Vorgehensweisen lösen: Gespräche finden, Anknüpfungspunkte, Vertrauen schaffen.

Die Treue zur bestehenden Beziehung und die dortige Liebe kann auch die Basis für die zukünftige Lebensform sein: Ehrlichkeit und Offenheit wieder finden, auch den gemeinsamen Besuch des Stammtisches hatten wir schon öfters, und bei manchen ist die Möglichkeit, gemeinsam darüber zu sprechen und von anderen Möglichkeiten zu träumen, für’s Erste schon genug.

Andere sind an komplexeren Verhältnissen wie Polyamor Leben und Beziehungen ohne Besitzanspruch,

Professionell erfragen

Niemand hat in seiner Ausbildung gelernt, solche Themen mit Klienten und Patienten anzusprechen, und wenn sie die Unklarheit bedrückt, wissen sie noch kaum die Worte dazu.

In der Öffentlichkeit wird die Bisexualität meistens schnell abgetan: Manchmal ganz freundlich, wie „ein bisserl bi schadet nie“, manchmal abschätzig, wie oft aus lesbisch / schwulen Kreisen „auf so was würd‘ ich mich nie einlassen!“

Die Zeitungs-Darstellungen diverser Schlagersternchen kommen für die gestandenen Menschen auch nicht in Frage: Was im Tratsch den Marktwert verdoppelt, ist für uns nicht alltagstauglich: Als Frau die Schlampe, als Mann der untreue Betrüger: Keine Bilder, mit denen sich gut leben lässt.

Professionell begleiten

Schon Kinsey bemerkte in seinen Studien in den 1950er Jahren, dass bei vielen Frauen und Männern die Orientierung um die 30, wenn Familie, Haus und Kinderwunsch geklärt erscheinen, noch einmal in Bewegung kommen kann.

Ähnlich ist es bei Hormon-Veränderungen, und auch die aktiv / passive Rolle in der Sexualität kann sich entsprechend Alter und Stimmung noch einmal sehr verändern.

Am Stammtisch pflegen wir auch die Kontakte mit den angrenzenden Gruppen von VivaTS und TransMann  denn auch bei allen Hormon-Behandlungen ist die sexuelle Orientierung möglicherweise in Veränderung, was manche in der Konzentration auf ihre Geschlechts-Rolle zuerst so nicht wahrnehmen (wollen) sowie den Polyamoren, deren Erfahrungen neue Horizonte erschließen können.

Die Gruppe der Schwulen Väter im sub ist eine frühe Form der Wandlung, zu der es im Waldschlösschen auch zwei mal im Jahr große Treffen gibt, das bundesweite Netzwerk www.bine.net veranstaltet ebenfalls Treffen, meistens im Norden oder in der Mitte Deutschlands, eines davon wohl nur für Frauen.

Die Bewegung ist im englisch-sprachigen Raum sehr viel stärker: bisexual.org hat alle Links …

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