Kunst in Zeiten von Corona? und Bisexualitäten?

andreas hirsch, kunst in münchen
andreas hirsch, kunst in münchen

Mi 18.11. um 21h mit Andreas Hirsch, in der Gegensprechanlage ab 21h zu Kunst in Zeiten von Corona? Galerien, Oper, Theater zu: Was ist unsere Kultur, wofür brauchen wir Kunst? Das Poster oben, um es in die Küche zu hängen, oder in den Flur? Nachzuhören

Anrufen während der Sendung und mitreden: 089 – 489 523 05

 und der Link zum Apfelpfarrer

Extinction Rebellion gegen Artensterben
Extinction Rebellion gegen Artensterben

Radio-Gespräche zu München und Bayern

Seenotrettung

Gegensprechanlage- eine Radiosendung, wie sie von Bert Brecht erträumt war: Radio zum Mitreden auf Radio LoRa München UKW 92,4 – im Netz auf www.lora924.de jeden Mittwoch live ab 21 h, meistens am 2. Mi im Monat mit Fritz Letsch ansonsten mit den KollegInnen, Wiederholung in DAB+ und im Internet zu manchmal wechselnden Zeiten Treffen zur Sendung um 20.30 Uhr bei Radio Lora in der Schwanthalerstr. 81 Monatliche Erinnerungs-und Programm-Mail bestellen bei fritz @ fairmuenchen.de … und danach begleitet euch am 2. Mittwoch im Monat bis 24h lunaland.org mit Aktuellem zur Musik in den besten münchner Läden … außer, du hörst auf DAB+ oder im Internet die Wiederholung der Sendung, am Donnerstag um 6h morgens auf DAB+  und sonntags 11h auf www.lora924.de  

Radio LoRa München 92,4 ist ein unabhängiges Bürger- oder Community-Radio

und zwar, zusammen mit unseren KollegInnen im Radio Z Nürnberg, mit dem Bayrischen Bürgerpreis 2016 ausgezeichnet, aber bis auf wenige Projekte der Bayrischen LandesMedienzentrale, nicht aus den staatlichen und gar den GEZ-Töpfen gefördert. Darum brauchen wir Selbstorganisation: „70 Jahre in guter Verfassung. Wir leben und gestalten Demokratie!“ Radio LoRa München 92,4 ist in seinem Förderverein als gemeinnützig beim Finanzamt zertifiziert: Überweisen Sie bitte Ihre steuerabzugsfähige Spende auf das Konto des LORA Fördervereins bei der Stadtsparkasse München BLZ 701 500 00, Konto-Nr. 88 150 115 IBAN: DE09 7015 0000 0088 1501 15 und SWIFT-BIC: SSKMDEMMXXX Spendenquittung bei Beträgen über 200.- anfordern verein@lora924.de Tel. 089-48952304 oder Fax. 089-4802852 – Sie können aber auch einfach auf diesen Link oder auf das nebenstehende Bild klicken, ausfüllen und spenden. Danke fürs Mitmachen! Lob, Kritik und Beschwerden gerne auf http://fairmuenchen.de oder an KRITIK@lora924.de

In der Sendung zu Gast

kannst du gerne vorstellen, was dich grade bewegt, denn unser Vereinsziel sind alle Themen der politischen Bildung. Du bringst 3-4 Stücke deiner liebsten Musik auf CD oder USB-Stick mit, falls du die Sendung anschließend im Netz veröffentlichen willst, idealerweise mit Musik, die du ohne GEMA-Zahlungen verwenden kannst, vielleicht von guten Freunden. Auf diesen Seiten mitschreiben und veröffentlichen ist ebenso möglich, wenn dein Projekt zu uns passt, und wenn du selbst für ein Bildungsprojekt einen gemeinnützigen Träger brauchst, ist das ebenso möglich, bei entsprechender Finanzierung durch andere und Mitarbeit.

Nachzuhören: Manche Sendungen auf der Seite Gegensprechanlage

Neue Seite zum Bi-Visibility-Day

Bisexuelle sind so unsichtbar wie Lesben und „normale“ Schwule, wie poly amor lebende und pansexuelle, die alle Geschlechter-Varianten lieben.

Die neue Seite: https://bi.eineweltnetz.org

In Zeiten der rechten Übergriffe, der massenweisen Entlassungen und der steigenden Angst und Depressionen ist das auch gut zu überlegen, wie und wo ich mich sichtbar mache …

Die bisexuellen Monde
Die bisexuellen Monde

Schon früher trugen Viele die kleinen Zeichen, die wie Orden oder Partei-Abzeichen nur von den Eingeweihten sofort verstanden werden: Die beiden bisexuellen Monde hatte eine Kollegin im bundesweiten bisexuellen Netzwerk http://www.BINE.net entworfen,

bevor die blau-rote Flagge bekannt wurde:

20 Jahre bi-flagge
20 Jahre bi-flagge

Die Bi-Bewegung ist in der englisch-sprachigen Welt viel mehr verbreitet, das Buch von Fritz Klein ist wohl nicht mal ins deutsche übersetzt?

Heute ist der Regenbogen ein Kampf-Mittel der Rechten in Polen und in Wien, um die Diversität, die Verschiedenartigkeit der Menschen zu bestreiten und ins alte Frau-Mann-Kleinfamilien-Schema zurück zu kommen.

Dabei wissen etlichen von uns, dass solche Familien und Eltern-Beziehungen krank machen können, dass es manchmal Therapie braucht, um die Reste des „Gas-Lighting“, der eingeredeten Fehler und verdrehten Wahrnehmungen los zu werden. Das  Selbsthilfezentrum München und die meisten Selbsthilfe-Koordinationsstellen im Land haben Gruppen dazu, oder du startest eine.

Es gibt da auch im ländlichen Bereich die Möglichkeit, Bisexuelle zu finden …

Bisexualitäten

omnisexuell
omnisexuell

facebook.com/pg/bisexuellemuenchen/

und ein kleiner Anfang zu Fritz Klein: queer-kunst.blogspot.com/2020/09/hintergrundige-realitaten.html

Virtuelles Regenbogen-Brainstorming

Virtuelles Regenbogen-Brainstorming

Queeres Bayern – Beratungsstrukturen für queere Menschen im ländlichen Raum stärken

Start: 10. September 2020

Im Juli hat der Bayerische Landtag beschlossen, dass das Staatministerium für Familie, Arbeit und Soziales einen Plan zur Stärkung der LSBTIQ*-Beratungsstruktur im ländlichen Raum in Bayern erstellen soll.

Gemeinsam mit der queeren Community in Bayern möchte der LSVD diese Gelegenheit nutzen, um ein erstes Brainstorming zu den Bedarfen der queeren Community im ländlichen Raum anstoßen.

Unser Ziel ist es, der Staatsregierung ein entsprechendes Forderungspapier zu den Bedarfen der queeren Community im ländlichen Raum zu senden, damit diese bedarfsorientiert die Lebenssituation von queeren Menschen im ländlichen Raum verbessern kann.

Gleichzeitig werden die Ergebnisse auch in die Position einfließen, die der LSVD Bayern bei den anstehenden Verhandlungen im Sozialministerium im Herbst diesen Jahres einnehmen wird.

Antrag – Verbesserung der Situation von LGBTIQ* in Bayern II –Beratungsinfrastruktur für LGBTIQ*-Menschen im ländlichen Raum schaffen” (18/6956)

Während des virtuellen Brainstormings begleitet Euch das LSVD-Moderationsteam. Ihr braucht nicht mehr als einen Computer und einen Internetzugang. Wir stehen jederzeit bei Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Bitte meldet Euch bis zum 08.09.2020 unter bayern@lsvd.de an.

Was erwartet euch?

10.09.- 24.09.            BrainstormingFormat: meebility

Alle, die sich bereits angemeldet haben, bekommen am 10.09. per E-Mail eine Einladung zur Teilnahme bei meebility. Ihr tragt einfach Stichpunktartig eure Ideen und Bedarfe ein.

nach dem 24.09         Zusammenfassung und Aufbereitung

Wir fassen den ganzen Input zusammen und stimmen dann mit euch ab, wie die Ergebnisse genutzt und ausgewertet werden.

Wir freuen uns auf Eure bunten Ideen und hoffen, dass möglichst viele von euch sich an dem Brainstorming beteiligen.

Herzliche Grüße, Euer LSVD Bayern-Team i.A. René Mertens

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI).

Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden.

Mit Ihrer Spende und / oder Mitgliedschaft können Sie uns und unsere Arbeit für „Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt“ unterstützen. Vielen Dank.

Hier können Sie sich für unseren Newsletter anmelden.

LSVD Bayern e.V. c/o Sub e.V. Müllerstraße 14 in 80469 München

Mail: bayern@lsvd.de  Web: http://bayern.lsvd.de

regenbogen-brainstorming-lsvd bayern
regenbogen-brainstorming-lsvd bayern

Bi-Visibility am 23. Sept vorbereiten: Queere KünstlerInnen

bi-visibility matters
bi-visibility matters

Der internationale Tag zur Sichtbarkeit der Bisexuellen ist jedes Jahr am (Mi) 23. September, mal sehen, wie viele sich heuer im Netz oder in der Realtität zeigen.

Damit die uns finden, die an diesem Tag darauf aufmerksam werden, können wir uns etwas an Ideen überlegen: Wie reddit.com/user/salllleh/ im Titel und

Bi-Sichtbarkeit

Alltäglich sind wir die unsichtbarste „Orientierung“: Gut angepasst und unauffällig, bis wir hinter einem Traum-Objekt herträumen, an das wir uns nicht heran-wagen, weil … wir ncht ahnen, dass es auch bisexuell sein könnte?

Dabei sind, wie Sigmund Freud schon 1910 annahm, alle Menschen bisexuell angelegt.  Aber eben nur angelegt. Bei vielen Lesben, Schwulen und Heten wissen wir sofort, dass da nix geht: Klare Festlegung auf ein Geschlecht.

Aber 60% haben irgendwann eine Erfahrung gemacht, erforschte schon Kinsey in den 1950er Jahren, und die meisten seiner Studierenden damals wünschten sich die Erfahrungen mit beiden Geschlechtern.

Wie wäre es heute, eine entsprechende Umfrage zu machen?

Netz-Aktionen

Eine Umfrage im Bekanntenkreis?

Auf Facebook, auf Twitter oder Instagram?

Die Flaggen für Insider

Andreas hatte auf Instagram eine Aktion gestartet, die wir mit Postkarten und Mails, mit Zusammenarbeit in den Plattformen verbreiten können: instagram.com/p/CB2OO-yCqXv/

Gruppen im Land

Wo du auch her kommst oder lebst, wo steckst du zwischen den Lesben und Schwulen und *?

Im Radio: nur Queerfunk?

In der Radio-Sendung mit Bi-Män hatten wir schon von einer queeren KünstlerInnen-Genossenschaft gesprochen, die eine neue Art von Aufklärung betreiben könnte, um auch mit künstlerischen Interventionen das Bewusstsein und das Gespräch zu persönlichen Befindlichkeiten, erotischen Interessen und möglichen Lebensformen in Gang zu bringen. Nachhören

Bi zwischen den hetero-Normen, den gleichgeschlechtlichen Bewegungen und den transidenten Fragen, den asexuellen und inter*-Thematiken kann auch poly-amor sein … oder seriell monogam, wie es die Scheidungs-Heten vorleben.

Morgen wieder Stammtisch:

Cafe Glück, draussen vor der Tür, unter den großen Schirmen?

Die Sendung nachhören:

Bi-Visibility

Bi als Kunst

Die Filmkunst hat schon vorgelegt:

Bi als Bewegung

Nicht nur für die eigene Gesundheit, auch für das Zusammenleben und das Bewusstsein einer modernen Gemeinde:

Bi als Selbsthilfe in ganz Bayern?

Die Selbsthilfe-Bewegung hat schon den Frauen und Schwulen, den Trans  und inter* den Weg geebnet, in den großen und auch in den kleineren Städten sich in Gruppen zu finden, sich zu stabilisieren und ein sozialer Faktor zu werden:

Die Stadt ist stolz: muenchen.mitvergnuegen.com/2019/11-orte-queer/

Etliche Links sind leider nicht mehr aktuell … Zeit für Neues!

 

 

 

Bi in verschiedenen Generationen: Queer im Quadrat

Queer im Quadrat

Am 06. August von 16-22 Uhr gestalten wir zusammen mit diversity München das Programm auf dem Festival „KUNST IM QUADRAT“. It’s gonna be queer!

Nachdem es dieses Jahr keine Wiesn gibt, wird in den ersten Augustwochen ein kleines Festival auf der Theresienwiese stattfinden und wir freuen uns sehr, dabei zu sein! Das Festival wird vom Bürgerhaus Glockenbachwerkstatt und dem Kösk veranstaltet und heißt Kunst im Quadrat.

GrGr – Gameboypunk

Die Idee ist, dass sich Besucher*innen auf Decken setzen und durch das Quadrat der Sitzflächen, können sie das Festival erleben und die vorgegeben Abstände werden eingehalten – Kunst im Quadrat! Einen Tag dieses Festivals kuratieren und gestalten diversity München und Sub – Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München mit freundlicher Unterstützung der Münchner Regenbogenstiftung zusammen!Uns ist es wichtig, dass junge LGBTIAQ* Menschen auf dem Festival vertreten sind – als Besucher*innen und auch als Künstler*innen!

Karo – Sing out Heart

Unser Programm richtet sich an die Community und auch darüber hinaus. Es werden DJs auflegen, Musiker*innen und Bands spielen, ein Poetry Slam und eine Podiumsdiskussion stattfinden.Bist du selbst Teil der LGBTIAQ* Community und möchtest gerne auf dem Poetry Slam lesen, dann melde dich bei info@diversity-muenchen.de.

diversity München

Die Podiumsdiskussion trägt den Titel Community 2.0 – divers or divided? und soll der Frage nachgehen, was LGBTIAQ* Generationen voneinander lernen können. Sind wir wirklich eine bunte Community oder spalten uns Altersunterschiede voneinander? Mit unseren Gästen möchten wir darüber reden, ob es heute „leichter“ ist lesbisch, trans*, bisexuell oder nicht-binar zu sein? Hat sich das Verständnis von Community geändert oder ist dieser Begriff für junge Menschen noch zeitgemäß? Gab es früher mehr Zusammenhalt in der Community oder ist sie heute einfach diverser und vielfältiger?

DJ D4V3X

Unser Programm:- Queer Poetry Slam- PODIUMSDISKUSSION – Community 2.0 divers or divided? Was können LGBTIAQ* Generationen voneinander lernen? Musik:- KARO (Singer Songwriter/Sing-Out Heart!)- GRGR (Wave/Punkrock Gameboy)- SQUAREPLATZ (Electronic/ Indie)- DJ D4V3X / DJ FOX

Mehr Infos zum Festival: https://www.kunstimquadratmuenchen.de/

Kunst im Quadrat . 01.08.20 – 16.08.20 // Theresienwiese München

weiter feiern?

die bisherigen Demos zum 17. Mai und zum CSD fallen dieses Jahr ja aus.

Was machen wir, was uns selber entspricht?

Ich könnte mir bisher einen großen Isarspaziergang in Fetisch-Gruppen, bunten Kostümen und allerlei historischen Ideen vorstellen, zwischen Sonntag 17.5. und der Pride-Week – wann immer die im Juli sein sollte – vielleicht noch ein paar nette Werkstätten dazu … idahot-muc2015

Diverse Landesverbände des LSVD veranstalten digitale Aktionen und Demonstrationen; der Bayrische LandesVerband ist leider nicht dabei:
https://www.lsvd.de/de/ct/2337-%23IDAHOBIT-2020-Internationaler-Tag-gegen-Homo-Bi-Inter-und-Transphobie-am-17.-Mai

Der Colognepride wird eine Web-Show veranstalten:
„Die erste IDAHOBIT-Web-Show startet am 17. Mai 2020 um 17 Uhr live bei Facebook, Instagram: cologneprideofficial oder auch YouTube: Cologne Pride.
Freut auch auf interessante Gäste, Show und beteiligt euch interaktiv per Chat untereinander und mit unseren Gästen. Genauere Infos folgen über den Cologne Pride!“

IDAHIT Augsburg ruft zu einer Online-Aktion auf: https://idahit-augsburg.de/

der International Day Against Homophobie Biphobie Inter- und trans-Phobie entstand in Erinnerung an Diskriminierung der Homosexualität in der Medizin, ergänzt dann durch die entsprechenden Gruppen und die irrationalen Ängste vor der nicht-hetero-Liebe.

International day against Homophobia 17.Mai
International day against Homophobia 17.Mai

Am 17. Mai 1990 wurde auf Initiative eines mutigen Arztes die Homosexualität aus dem IDC, dem internationalen Verzeichnis der Krankheiten gestrichen.

 

Es gibt allerdings noch immer große Problematiken in den

nicht-binären Situationen:

Menschen da-zwischen, Intersexuelle mit nicht normativ erscheinenden Geschlechtsmerkmalen und Hormon-Entwicklungen, Trans-Sexuelle mit der psychischen Ablehnung, dem psychischen Verlangen des Wechsels.

Im Forumtheater

erlebte ich viele Szenen zu den Ängsten vor der Selbsterkenntnis und der Anerkenntnis von außen, mit Augusto Boal inszenierten wir 1997 oder 1999 im Münchner Rathaus noch eine „Ehe zu viert“, um Unrecht um Schwule, Lesben und Migration anzusprechen.

Vor 100 Jahren,

Magnus Hirschfeld Sexualwissenschaftler
Magnus Hirschfeld Sexualwissenschaftler

als Magnus Hirschfeld den Film „Anders als die Anderen“ entwarf und mitspielte, war Erpressung die größte Bedrohung der Schwulen. Sexuelle #Zwischenstufen und seine internationalen Forschungen sind bis heute nicht wieder eingeholt, #Postfaschismus in den Hochschulen schaffte auch die Sexualwissenschaften eher ab, als sie zu fördern, Sexualpädagogik ist bis heute ein streitiges Randthema der Schulen.

Hirschfeld-Denkmal am Hirschfeld-Ufer Berlin
Hirschfeld-Denkmal am Hirschfeld-Ufer Berlin

Der JustizMinister auf Twitter:

Heiko Maas @HeikoMaas am 17.5.2020
 
43 % der Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuellen in Deutschland leben ihre sexuelle oder geschlechtliche Identität nicht aus – aus Angst vor Diskriminierung.
 
Das muss uns alle wachrütteln!
 
Alle haben Respekt verdient, egal wen man liebt.
 
Das gilt nicht nur am #IDAHOBIT. #IDAHOT
 

Es braucht noch Aufarbeitung der Leiden

Der §175 war mit der Reichsverfassung auch in Bayern gültig geworden, nach dem uns Ludwig II für seine Schlösser und Geld aus dem „Reptilienfonds“ an Bismark und den Kaiser verkauft hatte. Vorher kamen die schwulen Adeligen nach Bayern, um sich von hübschen Fischer-Burschen über den Würmsee rudern zu lassen …

Die Verschärfung des §175 nach der „Nacht der langen Messer„, dem von den Nazis Röhm-Putsch genannten Beseitigen der schwulen Struktur in der SA und nebenbei aller mißliebigen früheren Feinde und „Kameraden“ des Führers zum 1. Juli 1936 brachte bald die ersten Razzien an schwulen Tanzlokalen und Treffpunkten , „Rosa Listen“ bei der Polizei und Einlieferungen in Konzentrationslager. 

Sexuell eigenständige Frauen kamen in Lager und Bordelle zur Umerziehung, und ganz allmählich, nach dem die Täter alle tot sind, kommen auch die finsteren Strukturen zum Vorschein, wie Himmlers Tageskalender: In der SS herrschten „Säufertum, Größenwahn“ und „Weiber“

„Die größten Leistungen brachte die SS erst nach 1945, in ihrer Selbstdarstellung“.

Die Bundesrepublik blieb 1950 bei der Schwulenverfolgung, juristisch bis 1990, und sträubte sich bis neulich gegen eine Wiedergutmachung, auch der KZ- und Gefängnis-Zeiten, stolperte noch in die „Ehe für alle“.

Wie haben in den letzten Jahren noch etliche Freunde begraben, die auch bei der Beerdigung noch ohne Bemerkung zu ihren Freunden verabschiedet wurden.

Die Angst vor der Entdeckung, die Trauma der Selbst-Verleugnung, die Frage der offenen Diskriminierung im Beruf, noch letztes Jahr bei den Filmfestspielen in München ein Thema einer geschlossenen Diskussionsrunde.

Männlich getanzter Schwanensee

Ballett Schwanensee / Swan Lake in der Version von Matthew Bourne aus dem Jahr 1995 auf youtube

wer es nicht schon kennt: unbedingt anschauen! Diese Inszenierung ist umwerfend. Das ganze gibt es erfreulicherweise auf Youtube; und zwar komplett.

Als Einstimmung empfehle ich eine deutsche Kritik von 2000:

… mit Federvieh durchgegangen. Mit männlichem dazu.

So nämlich klärt Musical-Freak Matthew Bourne seit 1995 mit Hilfe seiner „Adventures in Motion Pictures“-Company vom West End bis an den Broadway in monatelangen, hysterisch ausverkauften Ensuite-Folgen über Tanzmärchen auf und erzählt „Schwanensee – die ganze Wahrheit“.

Was niemand zu fragen wagte, aber jedem klar sein musste: Der liebeskranke, von seiner dominanten Mutter vernachlässigte Prinz Siegfried … erlebt sein Coming-out am Vogelteich, wo die wilden Kunst-Schwäne als ziemlich brutale, zischende, flatternde, gar nicht tuntige Kerle mit nackter Brust, barfuß und in faunischen Flokati-Hosen mehr ihren Artgenossen in freier Wildbahn entsprechen …“ …

„Auch wenn dieser „Schwanensee“ eindeutig homosexuell konnotiert ist, so weist er souverän über jede gleichgeschlechtliche Neigung darhinaus, gibt den männlichen Tieren eher androgyn Uneindeutiges, erhellt so das Universelle der Fabel. Ein Mensch, der keine Liebe auf Erden findet, sucht sie in einem Zwischenreich der Fantasie.“ …
Dann unbedingt die Inhaltsangabe lesen en.wikipedia.org/wiki/Swan_Lake_(Bourne)
Eine deutsche Grob-Übersetzung der Story hab ich auf culturejammingtheater.blogspot.com/2020/05/swanlakebourne.html
Ich freue mich sehr, wenn ihr mir schreibt, wie ihr diese Version findet.
PS: Die Produktion ist so erfolgreich, dass sie bis auf den heutigen Tag auf Tournee ist (natürlich in verschiedenen Besetzungen); Anfang dieses Jahres war sie in New York; und jetzt würde sie in England touren.
PPS: Was soll am 17.5., dem Welttag der LGBTI* denn real stattfinden, oder schickt ihr Netz-Teile?
20170517_194803

 

 

Podcast von der Bi+Community Berlin

„Großes B“ stellt sich vor!

tochterkampfstrumpf.de/2020/03/13/grosses-b-stellt-sich-vor

Ein Podcast von der Bi+Community, für die Bi+Community!

Gemeinsam mit Chris – und etwaigen Gästen – spreche ich ein mal im Monat über verschiedene persönliche, soziokulturelle und queer-politische Aspekte rund um Bisexualität und Nicht-Monosexualität. Ob Bi-Repräsentation in der Popkultur, Bisexual Erasure, Sichtbarkeit in der queeren Community oder Bi+Aktivismus – all diese Themen werden wir uns vornehmen! „Großes B“ ist ein Projekt von BiBerlin e. V.

Folge 0

In dieser „Folge 0“ stellen wir uns vor, erzählen warum wir einen Podcast zum Thema Bisexualität gestartet haben und reißen verschiedene Themen an, die uns bewegen und aus denen wir in Zukunft eine ganze Folge machen könnten, z. B. Coming-Out, Diskriminierung, queere Szene in Berlin, internalisierte Bifeindlichkeit oder der Unterschied zwischen Bi- und Pansexualität. Das Thema der ersten „richtigen Folge“ wird Bi-Repräsentation in der Popkultur sein.

Großes B - stilisiertes Mikrofon vor rot-blauem Hintergrund

Link zum Feed: grossesb.podigee.io

Die Definition von Bisexualität nach Robyn Ochs: „Ich nenne mich bisexuell, weil ich das Potenzial habe, romantische und/oder sexuelle Anziehung zu Menschen mehr als eines Geschlechts zu haben – nicht unbedingt zur selben Zeit, auf dieselbe Art und Weise, oder gleich intensiv.“ (Aus: „Getting Bi: Voices of Bisexuals Around the World“)

Links:

  • Homepage vom Verein BiBerlin: biberlin.de
  • Vimeo-Kanal von Chris (wo es den erwähnten Film „Satanic Pride“ zu sehen gibt.)

Musik: ispeakwaves, freesound.org

„Großes B“ stellt sich vor!

 

Nach fast 30 Jahren: Kein Stammtisch heute

Das leere Cafe Glück war zwar beleuchtet, aber zu … drum jetzt etwas Lesestoff und sonstige Nachrichten:

„Witzige Komödie über queeren Selbsthass“

Als Hollywood schwul wurde

Heute vor 50 Jahren – am 17. März 1970 – feierte der Film „The Boys in the Band“ seine Premiere. Nun gibt es ein Update: ein neues Theaterstück und einen neuen Film.

Erwin schrieb:

mein Artikel über „The Boys in the Band“ online gegangen. https://www.queer.de/detail.php?article_id=35720
 
Für Euch wird der Absatz „Rückblick: Das Theaterstück in München (1970)“ von Interesse sein.
 

München: Hat sich die rosa liste überflüssig gemacht, Thomas Niederbühl?

Mit mageren 1,0 Prozent gelang der rosa liste nur knapp der Wiedereinzug in den Münchner Stadtrat. Wir sprachen mit dem alten und neuen Abgeordneten über Niederlagen als Erfolg, Pläne bis 2026 und queere Antworten auf die Corona-Krise.  …

„Nun gibt es … den queersten Stadtrat aller Zeiten, mit zehn LGBTI-Vertreter*innen aus verschiedenen Parteien.“

„Wir haben in der letzten Legislaturperiode das Lesbenzentrum neu geschaffen. In der nächsten möchte ich eins für Trans* und Inter* angehen plus ein übergeordnetes queeres Kulturzentrum.

Mein persönlicher Wunsch wären nicht nur neue Räume für unser Forum Queeres Archiv, sondern echte Ausstellungsräume für das Projekt, so dass wir mittelfristig ein queeres Museum in München bekommen.

„Gut, dass wir da immer „mit gemeint“ sind als Bisexuelle … bis zum 17.5. hoffentlich …

http://bisexual-community.tumblr.com/
http://bisexual-community.tumblr.com/
 

Ausstellung Andreas Hirsch in blau-rot

Die Farben der Bisexualität sind blau und rot:

Die Wenigsten wissen, dass es eine eigenständige Identität als BisexuelleR gibt: Frauen und Männer, die – wie schon „Papa Freud“ angenommen hatte –  die sowohl mit Frauen als auch Männern oder sich divers definierenden Liebesbeziehungen haben können.

DAZU kommen natürlich alle, die eine Veränderung ihrer sexuellen Orientierung erleben durften, ob auf dem Weg in eine Homosexualität oder in der Veränderung ihrer eigenen sozialen oder auch sexuellen Identität.

Die Vielfalt des Erlebens und der Lebensarten mache eine gemeinsame Vorgehensweise schwierig: Ob Hetero-Normativ oder polyamor aufgeschlossen, die Phantasie der Gegenüber ist oft überfordert.

Diskriminierung wird allerdings in allerlei Situationen erlebt, nicht zuletzt in beruflichen Kontexten, aber auch in den „Szenen“.

Andreas Hirsch

aus Oettingen, wo auch das billige Bier herkommt. Mittelfranken ist recht schön. Wenn man von dem Bier und den Menschen dort absieht.
Erfahrungen in Ukraine als „Homeschooling Teacher“ und Vodka in rauen Mengen.
Mit Theater und Kommunikationsdesign, in Portugal: Kunst, dann Visual Experience Designer, seit Januar 2020 als freischaffender Künstler und Designer selbstständig.
Ein Künstlerkollegen hat einmal dies über meine Arbeiten geschrieben:
„Durch die Anwendung einer poetischen und oft metaphorischen Sprache verführt Hirsch den Betrachter in eine Welt des andauernden Gleichgewichts aus Fiktion und Realität, sowie des Intervalls, das den Strom der täglichen Ereignisse artikuliert.
Durch das Aufgreifen  unterschiedlichster Themen und Motive gelingt es Hirsch neben Heterogenität auch Lebenslust kreativ zu visualisieren.
Oft stehen zwischenmenschliche Beziehungen oder die Dichotomie von urbanem Raum und Natur im Zentrum seiner Betrachtungen.
Auch Reflektionen zur Populärkultur, den Neuen Medien oder einen Freiheitstopos findet man wiederholt.“

Der Stammtisch

Am 3. Dienstag im Cafe Glück: www.bimuc.wordpress.com

Vernissage in Bisexualität: Fr 10.1.2020 um 19.30 im sub Müllerstr. 14