Aufstand Stonewall

„Stonewall was a RIOT!“ meint vor allem: Es war kein freundlicher Appell an die Polizei, sich an Menschenrechte zu halten, es war ein Aufstand mit Handtaschen und Lippenstift, die damalige Art, sich unter Männern zu Begegnungen zu finden.

Die meisten verschwiegenen Arten sind bis heute diskriminiert … wie auch bisexuelle Lebensweisen und so manche Fetische und sexuellen Vorlieben.

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 +++QFFM | RIOT SHORTS | 50 Jahre Stonewall+++

im Bahnwärter Thiel 08 Juli 2019 | Einlass: 18:30 UHR

Mehr Infos zum queeren Kurzfilmabend >>

 +++ SAVE THE DATE +++

QFFM | 4. QUEER FILM FESTIVAL MÜNCHEN

16.-20. OKT 2019

QFFM_190708_WEBPAGEWir halten Euch wie gewohnt über Facebook, Instagram und unsere Webseite auf dem Laufenden!

 

 

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queere Vernetzung in Bayern

Queerpolitisches Vernetzungstreffen

Sa 06. Juli 2019 10:00 Uhr – 14:00 Uhr

Die queerpolitische Sprecherin, Tessa Ganserer, lädt in den Landtag ein.

Nach einem gemeinsamen Brunch mit der Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen, wollen wir an 50 Jahre Queeren Widerstand erinnern.

1969 wehrten sich Lesben,  Schwule und trans*Personen zum ersten Mal gegen willkürliche Gängelung durch die Polizei in der New Yorker Christopher Street.

Das war der Startschuss für die größte, weltweite queere Bewegung: die CSDs, Regenbogenparaden und Prides rund um den Globus.

Was diese Bewegung erreicht hat, wo Bayern steht im Vergleich mit anderen Ländern und was die jährlichen Demonstrationen noch erreichen können wollen wir mit Zeitzeugen und Gästen diskutieren.

Anmelden:

https://www.gruene-fraktion-bayern.de/termine/2019/queerpolitisches-vernetzungstreffen/

Bunte Grüße, Tessa  (aus ihrem Rundbrief)

tessa.ganserer@gruene-fraktion-bayern.de

Ach noch was! Wusstest Du, dass…

… die erstmals spezifisch ‚homofeindliche‘ Verwendung des Wortes „queer“ (deutsch: sonderbar, abartig) Oskar Wilde (1845 – 1900) galt, das in einem Brief von dem Vater seines Partners Alfred Douglas stand ?

Die aktuellen Themen im Überblick
Queer im Doppelhaushalt 2019/2020

Queer und Gesundheit

Dritte Option

Termine

MILK – und dann 50 Jahre Stonewall

MILK

 
USA 2008, R: GUS VAN SANT. Mit Sean Penn, Emile Hirsch, Josh Brolin, James Franco, Diego Luna, Jeff Koons. HD digital, OmU, 128 Min.
 
Harvey Milk war der erste offen schwule Mann, der in den USA ein öffentliches Amt bekleiden durfte. Das war 1977. Es ging nicht lange gut.
 
„MILK tells Harvey Milk’s story as one of a transformed life, a victory for individual freedom over state persecution, and a political and social cause.
 
There is a remarkable shot near the end, showing a candlelight march reaching as far as the eyes can see. This is actual footage. It is emotionally devastating. And it comes as the result of one man’s decisions in life.
 
Sean Penn never tries to show Harvey Milk as a hero, and never needs to. He shows him as an ordinary man, kind, funny, flawed, shrewd, idealistic, yearning for a better world.
 
He shows what such an ordinary man can achieve. Milk was the right person in the right place at the right time, and he rose to the occasion.“ (Roger Ebert)
 
18. – 20. 2. um 20.30h
 
 
*Möchtet Ihr in Zukunft einen Newsletter vom Werkstattkino erhalten, teilt Ihr uns dies bitte mit,
 
Werkstattkino
Fraunhoferstr. 9
80469 München
089 260 72 50

Ein Mann der Extreme: Leonard Bernstein

„… der mit seiner ausgelebten Bisexualität seine Familie auf eine extreme Bewährungsprobe stellte.

Ausgeprägtes Sendungsbewusstsein, pädagogisches Feingespür unermüdliche Experimentierfreude, der unbedingte Wunsch nach Anerkennung, nach größtmöglicher persönlicher Freiheit, ein ausgeprägter Geschäftssinn, aber auch der Wille etwas für die Ewigkeit zu schaffen, das sind nur einige der Eigenschaften, die Bernstein zum Erfolg geführt haben, so Müller.“
29.05.2018 von Dorothea Hußlein in:

https://www.br-klassik.de/aktuell/br-klassik-empfiehlt/buecher/buch-tipp-sven-oliver-mueller-bernstein-der-charismatiker-100.html

Leonard Bernstein bei Reclam

Vielleicht eine aktuell typische Herangehens-Weise, nun nach den Beschreibungen von Talent und Charakter auch Depressionen und eine Bemerkung zu einem „bunten“ Familienleben  einfließen zu lassen.

Früher hatten Künstler-Persönlichkeiten grundsätzlich solche Krisen und Lebensformen, heute braucht der Konzert- und Kunstbetrieb bis hin zum politisch korrekten Verhalten allerdings zuverlässige Persönlichkeiten.

Das Geschäft hat längst den Kunstgeschmack mit samt den KritikerInnen übernommen, und die Blase der teuren Konzerte gibt Sicherheiten für die bezahlenden Gäste, Kunstgenuss, oft staatlich und städtisch als Orestige subventioniert.

 

Queerkafe: Nonbina..- What?

Donnerstag – 24.05.2018 ab 20h im
Queerkafe im kafe marat, Thalkirchnerstr. 102, 80337 München

Input und Fragerunde zum Thema Non-Binary!

,,Nicht binäre Personen gab es schon immer, aber erst seit den letzten Jahren werden wir in der LGBTIQA*-Szene gesehen und anerkannt. Trotzdem fehlt es vielen Personen einfach an Wissen über und Kontakt mit Menschen, die nicht in das binäre Geschlechtssystem passen.“

In einem kurzen Input sollen die wichtigsten Begrifflichkeiten erklärt werden und es soll darüber gesprochen werden, wie man respektvoll mit Menschen umgeht, die sich nicht im geschlechts-binären System verorten.

In der anschließenden Fragerunde könnt ihr der Vortragenden* jede (respektvolle) Frage stellen, die ihr euch sonst vielleicht nicht zu fragen trauen würdet und miteinander ins Gespräch kommen.

Offen ist ab 20 Uhr! Natürlich gibt es wie immer leckeres, veganes Essen und kaltes Gesöff.
Ort ist as always das Kafe Marat, Thalkirchnerstr. 102.

We are here, we are queer and we ain’t going anywhere!

Link zur Veranstaltung: http://queerkafe.blogsport.de
Sprache des Events: deutsch + evtl. englisch, Eintritt: frei
Zielgruppe: queers and friends

flagge der nicht-binären: schwarz-violett-weiß-gelb

flagge der nicht-binären: schwarz-violett-weiß-gelb

QFFM zeigt am 20.Mai „shortbus“ von John Cameron Mitchell + Theatron zu Pfingsten

+++ Pfingstsonntags-Tipp +++

Am 20. Mai zeigt das QFFM :: Queer Film Festival München einen seiner All-Time-Favorites << SHORTBUS >> von Regisseur John Cameron Mitchell.

Mit dabei als Special Guest Scott Matthew, der nach dem Film
e x k l u s i v für Euch ein kleines Akustik-Set spielt.
Infos: www.qffm.de/programm

am 20. Mai ist ja auch das Theatron-Pfingstfestival. Um 20 Uhr spielt dort bei freiem Eintritt der neue queere Shooting Star Sam Vance-Law aus Kanada. Wer Scott Matthew mehr als nur kurz sehen will, kann das ebenfalls am Montag beim Theatron tun.
http://www.theatron.de/
… Shortbus ist ein großartiger Film, aber angesichts der Terminüberschneidungen empfehle ich ihn an diesem Abend vor allem den Menschen, die eh nicht auf Konzerte oder Festivals gehen. Die anderen müssen sich zwischen zwei guten Ausgehoptionen entscheiden und diese zweite Option muss ich hier fairerweise auch nennen.

FREE ENTRANCE – FREIER EINTRITT – ENTREE GRATUITE – ENTRADA LIBRE –
دخول مجاني – ورود رایگان

Samstag, 19.5. 16-22 Uhr

– Hearts Hearts (Wien, A)
– Paul (München)
– Tiger Tiger (München)
– Jungstötter (Berlin)
– Boiband (Berlin)
– Leyya (Wien, A)

Sonntag, 20.5. 16-22 Uhr

– Cari Cari (Wien, A)
– Decibelles (Lyon, F)
– Hannah & Falco (Würzburg)
– Afterpartees (Horst, NL)
– Sam Vance-Law (Montreal, CAN)
– 47Soul (Palästina & London, UK)

Sonntag, 21.5. 16-22 Uhr

– John Garner (Augsburg)
– Maria Rui (München)
– Bakers Eddy (Melbourne, AUS)
– Common Holly (Montreal, CAN)
– Santi & Tuğçe (Berlin)
– Scott Matthew (New York, USA)

Erpressung oder Liebe?

Die Diskriminierung in den eigenen Reihen machte Bisexualität immer besonders riskant: Wer nach außen ein heterosexuelles Leben führt, vielleicht mit Beruf, Haus, Kindern, riskiert bei einer homosexuellen Affaire seine Existenz.

Früher konnte das zur gesellschaftlichen Ächtung, ins Zuchthaus oder zum Konzentrationslager führen, oder zu einem lukrativen Einkommen für die Erpressenden.

Was Jahrhunderte lang als Bedrohung über der Liebe zum gleichen Geschlecht lag, wirkt bis heute weiter: Als Angst, als eigene Abwertung, als Gefühl der Abweichung oder Fehlerhaftigkeit, die von außen immer wiederholt wird.

Das Ausweichen in die Hetero-Sexualität liegt nahe, wenn es leicht möglich ist: Eine bisexuelle Neigung haben schon 60% in den alten Studien von Kinsey in den 1950er Jahren bei sich festgestellt, er befragte auch in Knästen und die Studierenden der Hochschulen …

und den 5-10% der Lesben und Schwulen stehen am anderen Ende der Skala 10-20% der reinen Heteros und der Rest der Asexuellen und Beziehungslosen gegenüber. Wie also mit den bisexuell Erfahrenen umgehen?

Auch, wenn viele von ihnen nicht aus ihrer Hetero-Norm heraus gekommen sind: Sie sind deswegen nicht so Bisexuellen-feindlich wie manche traumatisierten Homosexuellen.

Nicht jede Liebe bleibt, und manche Erinnerung wird zum flüchtigen Traum …

http://bisexual-community.tumblr.com/
http://bisexual-community.tumblr.com/

Lesben und Schwule brauchen ihre Romantik

und kopieren nun die verheiratete Zweierbeziehung, „wie es sich gehört“, um zur gesellschaftlichen Anerkennung zu kommen. Bisexuelle, die auch noch andere Beziehungen haben könnten, stören dabei und werden ausgeblendet. Achtet doch einfach mal auf den Gebrauch der Floskeln zu LGBTi* und die Realität dahinter.

Familien-Lösungen?

Wer schon in einer familiären Beziehung lebt und von einer unbekannten Sorte Liebe angefallen wird: Natürlich musste er / sie da immer widerstehen … weil das schon immer so war. Wie reaktionär und spießig sind nun Lesben und Schwule in der heutigen Realität?

http://bisexual-community.tumblr.com/
http://bisexual-community.tumblr.com/

Nicht alle: Viele leben ganz einfallsreiche Lösungen, tönen aber vielleicht seltsam nach außen, und dann gibt es die gesellschaftliche „Ordnung“ des Seitensprung und der Sauna, des One-Night-Stands …

aber auch Familien, in denen die neuen Partner mit leben können.

offene Beziehungen

Auch, wenn inzwischen alle bewusst lebenden Paare gemerkt haben, dass sie ihre Beziehung je nach Erwartungen in der Treue genauer definieren müssen, weil die Erfahrungen zu verschiedenartig zu deuten sind: Was gilt ein Flirt, was ist eine Verliebtheit, was ist Sex und ab wann fange ich an zu gestehen, zu verletzen, zu verlassen …

und wenn den gemeinsame Sex nicht mehr für beide gleich befriedigend ist: Mit einzelnen Ausflügen oder gemeinsamen Dritten oder mit anderen Paaren …

http://bisexual-community.tumblr.com/
http://bisexual-community.tumblr.com/

poly-amor?

Eifersucht ist erst einmal die Angst vor der eigenen Verlassenheit, aber dann: Wozu bin ich fähig, was können wir gemeinsam?

Die Offenheit ist die Qualität, die sich die Spießer in den alten Seitensprüngen nicht vorstellen können,

bisexuell – nur angelegt?

Vor gut 100 Jahren wurde mit dem Beginn der Psychoanalyse klar, dass das Begehren und die Liebe, die Tradition und die Fähigkeiten und Möglichkeiten einen bunten Strauß bilden:

Dass wir alle bisexuell angelegt sind, meinte: Es ist deine Möglichkeit, aber vielleicht begrenzt von deiner Angst, von den Konventionen oder Rücksichten. Du kannst auch bei deiner Mutter bleiben … wenn dich dein Vater nicht raus wirft.

Bisexualitäten leben

Queeres Leben, alle die Möglichkeiten neben den eingeprägten Hetero-Normen, einschließlich diesen selbst, ist eine offene Vorstellung einer freien Gesellschaft.

Wie kann die Vorstellung breiter werden als die primitiven Bilder des „noch nicht entschieden“ oder des „ewig untreu“ oder der Hauptschüler-Porno-Phantasie „Zwei Lesben für mich“, wie geht das Reden und Schreiben über Bisexualitäten? Manche versuchen es im Umkreis von www.bine.net, bis hin zu einem unregelmäßig erscheinenden Magazin. Im englisch-sprachigen Raum gibt es dagegen mengenweise Bücher und Webseiten.

So lange wir nur lesbische und schwule PolitikerInnen und SprecherInnen in den Vereinen haben, wird das wohl keine Qualität haben, auch wenn sich Einzelne an Gender- und Trans-Korrektheiten ab-arbeiten, die Patchwork- und Regenbogen-Familien und ihre Problematiken von Adoption bis Unterhalt angemessen zu beraten versuchen.

Mut zum eigenen Leben: Queer

Vielleicht wird es in den Weite des Landes leichter zu gestalten, was im Trubel der großen Städte so scher durch zu setzen ist: Es wird nicht für jede Sorte der Queeren einen eigenen Verein, ein eigenes Zentrum geben können, aber etwas mehr Aufmerksamkeit.

Buch "Es gibt noch viel zu tun" http://querverlag.de/books/Es_gibt_noch_viel_zu_tun.html
http://querverlag.de/books/Es_gibt_noch_viel_zu_tun.html