Podcast von der Bi+Community Berlin

„Großes B“ stellt sich vor!

tochterkampfstrumpf.de/2020/03/13/grosses-b-stellt-sich-vor

Ein Podcast von der Bi+Community, für die Bi+Community!

Gemeinsam mit Chris – und etwaigen Gästen – spreche ich ein mal im Monat über verschiedene persönliche, soziokulturelle und queer-politische Aspekte rund um Bisexualität und Nicht-Monosexualität. Ob Bi-Repräsentation in der Popkultur, Bisexual Erasure, Sichtbarkeit in der queeren Community oder Bi+Aktivismus – all diese Themen werden wir uns vornehmen! „Großes B“ ist ein Projekt von BiBerlin e. V.

Folge 0

In dieser „Folge 0“ stellen wir uns vor, erzählen warum wir einen Podcast zum Thema Bisexualität gestartet haben und reißen verschiedene Themen an, die uns bewegen und aus denen wir in Zukunft eine ganze Folge machen könnten, z. B. Coming-Out, Diskriminierung, queere Szene in Berlin, internalisierte Bifeindlichkeit oder der Unterschied zwischen Bi- und Pansexualität. Das Thema der ersten „richtigen Folge“ wird Bi-Repräsentation in der Popkultur sein.

Großes B - stilisiertes Mikrofon vor rot-blauem Hintergrund

Link zum Feed: grossesb.podigee.io

Die Definition von Bisexualität nach Robyn Ochs: „Ich nenne mich bisexuell, weil ich das Potenzial habe, romantische und/oder sexuelle Anziehung zu Menschen mehr als eines Geschlechts zu haben – nicht unbedingt zur selben Zeit, auf dieselbe Art und Weise, oder gleich intensiv.“ (Aus: „Getting Bi: Voices of Bisexuals Around the World“)

Links:

  • Homepage vom Verein BiBerlin: biberlin.de
  • Vimeo-Kanal von Chris (wo es den erwähnten Film „Satanic Pride“ zu sehen gibt.)

Musik: ispeakwaves, freesound.org

„Großes B“ stellt sich vor!

 

Ausstellung Andreas Hirsch in blau-rot

Die Farben der Bisexualität sind blau und rot:

Die Wenigsten wissen, dass es eine eigenständige Identität als BisexuelleR gibt: Frauen und Männer, die – wie schon „Papa Freud“ angenommen hatte –  die sowohl mit Frauen als auch Männern oder sich divers definierenden Liebesbeziehungen haben können.

DAZU kommen natürlich alle, die eine Veränderung ihrer sexuellen Orientierung erleben durften, ob auf dem Weg in eine Homosexualität oder in der Veränderung ihrer eigenen sozialen oder auch sexuellen Identität.

Die Vielfalt des Erlebens und der Lebensarten mache eine gemeinsame Vorgehensweise schwierig: Ob Hetero-Normativ oder polyamor aufgeschlossen, die Phantasie der Gegenüber ist oft überfordert.

Diskriminierung wird allerdings in allerlei Situationen erlebt, nicht zuletzt in beruflichen Kontexten, aber auch in den „Szenen“.

Andreas Hirsch

aus Oettingen, wo auch das billige Bier herkommt. Mittelfranken ist recht schön. Wenn man von dem Bier und den Menschen dort absieht.
Erfahrungen in Ukraine als „Homeschooling Teacher“ und Vodka in rauen Mengen.
Mit Theater und Kommunikationsdesign, in Portugal: Kunst, dann Visual Experience Designer, seit Januar 2020 als freischaffender Künstler und Designer selbstständig.
Ein Künstlerkollegen hat einmal dies über meine Arbeiten geschrieben:
„Durch die Anwendung einer poetischen und oft metaphorischen Sprache verführt Hirsch den Betrachter in eine Welt des andauernden Gleichgewichts aus Fiktion und Realität, sowie des Intervalls, das den Strom der täglichen Ereignisse artikuliert.
Durch das Aufgreifen  unterschiedlichster Themen und Motive gelingt es Hirsch neben Heterogenität auch Lebenslust kreativ zu visualisieren.
Oft stehen zwischenmenschliche Beziehungen oder die Dichotomie von urbanem Raum und Natur im Zentrum seiner Betrachtungen.
Auch Reflektionen zur Populärkultur, den Neuen Medien oder einen Freiheitstopos findet man wiederholt.“

Der Stammtisch

Am 3. Dienstag im Cafe Glück: www.bimuc.wordpress.com

Vernissage in Bisexualität: Fr 10.1.2020 um 19.30 im sub Müllerstr. 14

 

Queerpolitische Vernetzung

Es gab nun schon so allerlei Versuche, die queeren Themen von den alten Schwulen- und Lesben-Bewegungen auf Trans und Inter* zu Erweitern, aber immer war es eine Begegnung von Partei und Einrichtungen, Vertretenden. Nun in Nürnberg.

Sind wir bereit für Bayern?

Liebe queerpolitische Aktivist*innen, liebe Freund*innen und Interessierte,

am Samstag, 14. März 2020 lade ich euch herzlich zu meiner 2. queerpolitischen Regionalkonferenz ein. Diesmal möchte ich gemeinsam mit meiner Kollegin Gülseren Demirel und der Bundestagsabgeordneten Margarete Bause die Querschnittsbereiche Menschenrechte, Asyl, Integration und Migration beleuchten.

In sehr vielen Ländern auf der Erde ist gleichgeschlechtliche Liebe illegal, wird teils hart mit langen Haftstrafen, Folter und Tod bestraft. Daneben ist dort, aber auch in vielen Ländern, in denen Homosexualität legal ist, die gesellschaftliche Ächtung und Verfolgung ein Problem – selbst in Europa.

Viele queere Menschen aus betreffenden Ländern suchen Schutz, auch bei uns in Deutschland. Doch erhalten sie diesen auch? Wie ist die Situation in den Asylbewerber*innen-Unterkünften? Waren die Fälle von Mobbing, Diskriminierung und Gewalt im Münchner Umland Einzelfälle?

Wenn alles gut läuft und diese Menschen in Deutschland eine neue Heimat finden, gibt es potentiell weitere Barrieren: gesellschaftliche Akzeptanz, kulturelle und mitunter religiöse Integration. Wie kann das alles gelingen? Was erwarten wir von der Gesellschaft und die Gesellschaft von der Politik?
Ich freue mich, dass neben Margarete Bause und Gülseren Demirel auch folgende Gäste ihre Teilnahme zugesagt haben:

  • Christian Awhan Hermann, Imam aus Berlin
  • Julia Bomsdorf, Lesbenberatungsstelle LeTRa, München
  • Meghan Gregonis, Generalkonsulin der USA, München
  • Kasha Jacqueline Nabagesera, Trägerin des Nürnberger Menschenrechtspreises 2013, Uganda
  • Cameron Kakande, Queer-Aktivist, Uganda
  • Christine Burmann, LGBTI-Koordinatorin, Nürnberg
  • Michael Glas, Geschäftsführer von Fliederlich e.V., Nürnberg

Wann und wo? Samstag, 14. März 2020, Villa Leon, Schlachthofstraße/ Philipp-Koerber-Weg 1, Nürnberg

Programm
10:30 Uhr  Einlass

11:00 Uhr  Begrüßung und Vorstellung durch Tessa Ganserer (MdL, Queerpolitik)

11:10 Uhr  Input Michael Glas, Fliederlich e.V.

11:40 Uhr  Input Kasha Nabagesera / Cameron Kakande

12:00 Uhr  Diskussionsrunde mit Margarete Bause (MdB), Gülseren Demirel (MdL), Meghan Gregonis (US-Generalkonsulin, München), Julia Bomsdorf (LeTRa, München)
12:45-13:30 Uhr  Mittagspause
13:30 Uhr  Input Christine Burmann, LGBTI-Koordinierungsstelle Nürnberg
13:40 Uhr: Input Christian Hermann, Imam, Berlin

14:10 Uhr: Diskussionsrunde mit Tessa Ganserer, Christian Herrmann, Christine Burmann, Michael Glas
15:00 Uhr: Verabschiedung, Danksagung, Come-Together, Fotoaktion, Gespräche
16:00 Uhr: Ende

Ich würde mich freuen, wenn ich viele von Euch sehe und wir uns zu diesem wichtigen Thema austauschen, vernetzen und aktiv werden.  Gerne kann die Einladung an Interessierte weitergegeben werden.

Weitere Informationen und den Anmeldelink zur Veranstaltung findest du / findet ihr hier:  https://www.gruene-fraktion-bayern.de/index.php?id=15251&no_cache=1</a

Bunte Grüße aus dem Landtag, Eure Tessa

Tessa Ganserer MdL Bündnis 90/ Die GRÜNEN im Bayerischen Landtag
Regionalbüro Nürnberg Hessestraße 4, 90443 Nürnberg www.tessa-ganserer.de

 

11,2% der Jugendlichen empfinden sich queer

11,2% aller Schüler werden in den Schulen nicht so angesprochen, wie es ihnen entspricht:   (*

Alle queeren SchülerInnen hätten ein Recht, in ihren Entwicklungen angemessen begleitet zu werden, viele lesbische und schwule sowie trans- Jugendliche wissen schon ab 11 – 16 Jahren, dass sie nicht zur Hetero-Norm gehören, die in allen Schulbüchern und in allem Verhalten verbreitet werden.

Aber nicht nur die Schulbücher sind auf neue Zeiten NICHT vorbereitet: auch die Lehrkräfte in Bayern sind es nicht, denn eine Pädagogik, die mit persönlichen Identitäten umgehen könnte, gibt es nicht.

Die Ausbildung zu persönlicher und sexueller Entwicklung und die Besprechung solcher Themen sind nicht vorgesehen, weder in Ausbildung, noch in Fortbildungen, und wenn Fachleute der Sexualpädagogik in die Schulen eingeladen werden, gibt es zwar große Dankbarkeit, aber wenig fachliche Anknüpfungen.

queer-offene Gruppen in Schule und Hochschule starten?

An der Kunst-FOS und -BOS gibt es eine „Gay-Straight-Alliance“, und es könnte sicher noch eine Beschreibung zu finden sein, in der alle Beziehungs- und Identitätsformen und daran Interessierten sich finden könnten.

Nun gibt es in fast allen Schulen irgend eine Form der Sozialen Arbeit, doch wie ist so eine Gruppe zu starten?

Eine kleine Anleitung und Erfahrungsberichte, Austausch- und Peer-Beratungs-Ebenen, auf denen dann die jungen Leute selbst initiativ werden können, eine Verbreitungs-Ebene über Beratungsstellen, Lehrer-Verbände, Soziale Arbeit und Schulleitungen …

wer mag sich mit dran machen, vielleicht für ganz Baiern?

)* Studie des Deutschen Jugend-Institut DJI

Acht von zehn LGBT-Jugendlichen erleben … – queer.de www.queer.de/detail.php?article_id=29678

Studie des Deutschen Jugendinstituts Acht von zehn LGBT-Jugendlichen erleben Diskriminierung. Das neue Buch „Coming-out – und dann…?!“

„Mehr als 80 Prozent der LGBT-Jugendlichen in Deutschland werden diskriminiert – obwohl in den vergangenen Jahren die Akzeptanz gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zugenommen hat. Am häufigsten erleben junge Queers Diskriminierungen in der Öffentlichkeit, in Schule, Ausbildung und Beruf, aber auch in der Familie und im Freundeskreis. Diese Erfahrungen beschreiben die beiden Wissenschaftlerinnen Claudia Krell und Kerstin Oldemeier vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) in ihrem neuen Buch „Coming-out – und dann…?!“. Es basiert auf einer bundesweiten Online-Befragung von 5.000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 27 Jahren und 40 persönlichen Interviews.“ www.queer.de

grell_oldemeier_coming out djiClaudia Krell, Kerstin Oldemeier: Coming-out – und dann…?! Coming-out-Verläufe und Diskriminierungserfahrungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und queeren Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland. 260 Seiten, Verlag Barbara Budrich. Leverkusen/Opladen 2017. 28 Euro. ISBN: 978-3-8474-0572-6