trans wird CSD-Thema

Als Transgender-Flüchtling in Griechenland

09.07.2018 Deutsche Welle / 

www.pressenza.com/de/2018/07/als-transgender-fluechtling-in-griechenland

Als Transgender-Flüchtling in Griechenland
(Bild von Solidarität mit Transgender-Menschen: Demonstration in Thessaloniki)

Nach einer langen Irrfahrt haben zwei Transgender-Frauen aus Pakistan und Tunesien in Griechenland eine neue Heimat gefunden. Ihr Ringen um Würde schildern Marianna Karakoulaki und Dimitris Tosidis aus Thessaloniki.

Ein paar Monate ist es her, da wartete Natascha gespannt auf den Beginn ihrer Gerichtsverhandlung.

Ihr Fall war einzigartig: Natascha ist nicht nur eine Transgender-Frau. Als Flüchtling aus Pakistan hat sie zudem in Griechenland Asyl erhalten.

Vor allem aber ist sie die erste Transgender-Flüchtlingsfrau, die sich bei einem griechischen Gericht um eine Korrektur ihrer geschlechtlichen Identität bemüht hat.

Der Antrag basiert auf einem neuen Gesetz, das es ihr erlaubt, ihre ursprünglich männliche Identität in ihren Ausweispapieren als weibliche dokumentieren zu lassen.

www.pressenza.com/de/2018/07/als-transgender-fluechtling-in-griechenland

Die deutschen Regelungen, in den 1980er Jahren klammheimlich durch das Parlament geschoben, entsprechen schon lange nicht mehr den aktuellen Standards der Menschenrechte: Krankheits-Bezeichnungen und komplizierte Rechts-Vorschriften aus den Zeiten, als die Männlichkeit noch für das Militär wichtig war …

Wie weit heute die Journalist*Innen in der Lage sind, angemessen dazu zu berichten?

Auch Inter-Sexualität, die Existenz mit beiden oder einem uneindeutigen Geschlecht, ist nicht nur „Anders“, vielleicht „divers“, aber wozu – außer für polizeiliche Fahndung – braucht der Staat unsere Geschlechts-Daten?

Wird interessant, was die Zeitungen zu den CSD-Veranstaltungen zu berichten haben, neben diversen Travestie- und fast-Nackt-Fotos eine Normalisierung von „Queer“?

Dass zu Queer auch die Hetero-Freund*Innen gehören können, sollte allmählich Lernstoff werden:

Nach einer Umfrage des Deutschen Jugend-Instiut dji verstehen sich 11,2% der Jugendlichen bis 19 Jahre als Queer.

www.dji.de/medien-und-kommunikation/news/news/article/sichtbarkeit-von-queeren-themen-verbessern.html

www.dji.de/medien-und-kommunikation/news/news/article/acht-von-zehn-queeren-jugendlichen-erleben-diskriminierung-1.html

Ab wann wird ihnen die Schule in ihrer schwierigen Entwicklungsphase allein mit Informationen gerecht, ab wann werden die Hochschulen in der Lage sein, fachgerecht dazu auszubilden?

gar nicht zu denken an die Lebensbeispiele in veraltenden Schulbüchern …

 

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Ein Mann der Extreme: Leonard Bernstein

„… der mit seiner ausgelebten Bisexualität seine Familie auf eine extreme Bewährungsprobe stellte.

Ausgeprägtes Sendungsbewusstsein, pädagogisches Feingespür unermüdliche Experimentierfreude, der unbedingte Wunsch nach Anerkennung, nach größtmöglicher persönlicher Freiheit, ein ausgeprägter Geschäftssinn, aber auch der Wille etwas für die Ewigkeit zu schaffen, das sind nur einige der Eigenschaften, die Bernstein zum Erfolg geführt haben, so Müller.“
29.05.2018 von Dorothea Hußlein in:

https://www.br-klassik.de/aktuell/br-klassik-empfiehlt/buecher/buch-tipp-sven-oliver-mueller-bernstein-der-charismatiker-100.html

Leonard Bernstein bei Reclam

Vielleicht eine aktuell typische Herangehens-Weise, nun nach den Beschreibungen von Talent und Charakter auch Depressionen und eine Bemerkung zu einem „bunten“ Familienleben  einfließen zu lassen.

Früher hatten Künstler-Persönlichkeiten grundsätzlich solche Krisen und Lebensformen, heute braucht der Konzert- und Kunstbetrieb bis hin zum politisch korrekten Verhalten allerdings zuverlässige Persönlichkeiten.

Das Geschäft hat längst den Kunstgeschmack mit samt den KritikerInnen übernommen, und die Blase der teuren Konzerte gibt Sicherheiten für die bezahlenden Gäste, Kunstgenuss, oft staatlich und städtisch als Orestige subventioniert.

 

QFFM zeigt am 20.Mai „shortbus“ von John Cameron Mitchell + Theatron zu Pfingsten

+++ Pfingstsonntags-Tipp +++

Am 20. Mai zeigt das QFFM :: Queer Film Festival München einen seiner All-Time-Favorites << SHORTBUS >> von Regisseur John Cameron Mitchell.

Mit dabei als Special Guest Scott Matthew, der nach dem Film
e x k l u s i v für Euch ein kleines Akustik-Set spielt.
Infos: www.qffm.de/programm

am 20. Mai ist ja auch das Theatron-Pfingstfestival. Um 20 Uhr spielt dort bei freiem Eintritt der neue queere Shooting Star Sam Vance-Law aus Kanada. Wer Scott Matthew mehr als nur kurz sehen will, kann das ebenfalls am Montag beim Theatron tun.
http://www.theatron.de/
… Shortbus ist ein großartiger Film, aber angesichts der Terminüberschneidungen empfehle ich ihn an diesem Abend vor allem den Menschen, die eh nicht auf Konzerte oder Festivals gehen. Die anderen müssen sich zwischen zwei guten Ausgehoptionen entscheiden und diese zweite Option muss ich hier fairerweise auch nennen.

FREE ENTRANCE – FREIER EINTRITT – ENTREE GRATUITE – ENTRADA LIBRE –
دخول مجاني – ورود رایگان

Samstag, 19.5. 16-22 Uhr

– Hearts Hearts (Wien, A)
– Paul (München)
– Tiger Tiger (München)
– Jungstötter (Berlin)
– Boiband (Berlin)
– Leyya (Wien, A)

Sonntag, 20.5. 16-22 Uhr

– Cari Cari (Wien, A)
– Decibelles (Lyon, F)
– Hannah & Falco (Würzburg)
– Afterpartees (Horst, NL)
– Sam Vance-Law (Montreal, CAN)
– 47Soul (Palästina & London, UK)

Sonntag, 21.5. 16-22 Uhr

– John Garner (Augsburg)
– Maria Rui (München)
– Bakers Eddy (Melbourne, AUS)
– Common Holly (Montreal, CAN)
– Santi & Tuğçe (Berlin)
– Scott Matthew (New York, USA)

Spenden für Asyl-Rechtsberatung

als ich meine Freundin zum Abschied geküsst habe, wusste ich nicht, dass das unser letzter Kuss sein würde.

Mein Name ist Aicha* und ich bin eine lesbische Geflüchtete aus Tunesien. Nachdem meine Eltern uns beim Küssen erwischt hatten, wollten sie mich zwingen, einen Mann zu heiraten. Es war die Hölle.

Kurze Zeit später hörte mein Chef von der Geschichte und hat mich gefeuert. Dann fand der Vater meiner Freundin es heraus. Er hat mich brutal verprügelt und zur Polizei geschleppt.

Und so war ich Knall auf Fall obdachlos, arbeitslos und mir drohten drei Jahre Gefängnis wegen Verstoß gegen die tunesischen Gesetze gegen Homosexualität. Ich war gezwungen, aus meiner eigenen Heimat zu fliehen und Asyl in Deutschland zu suchen.

Der einzige Grund, warum ich heute in Sicherheit bin und Dir schreiben kann, ist, weil ich Hilfe von einem deutschen Verein, der Homosexuellen Selbsthilfe (HS), bekommen habe, die Menschen wie mir helfen, Asyl zu bekommen. Aber dieses Jahr sind bei ihnen so viele Anfragen eingegangen, dass es für sie finanziell eng wird.


LGBT*-Flüchtlinge in Deutschland brauchen Deine Hilfe. Jetzt mitmachen

Als ich in Deutschland Asyl beantragt habe, hatten die Behörden Zweifel an meiner Geschichte. Der Dolmetscher, der mir gestellt wurde, war homophob, hat mich permanent beleidigt und falsch übersetzt. Mein erster Asylantrag wurde abgelehnt und ich war hoffnungsloser denn je.

Zum Glück traf ich auf Aktivist*innen, die sich um einen Anwalt für mich kümmerten. Daraufhin prüften die Behörden meinen Fall noch einmal und ich bekam endlich Asyl.

Mit Deiner Spende heute könnte die HS 27 Asylbewerber unterstützen, die dringend vorurteilsfreien Rechtsbeistand benötigen, um in Sicherheit zu bleiben.

Dank der Homosexuellen Selbsthilfe habe ich das Gefühl, mein Leben wieder in der Hand zu haben. Vor kurzem bin ich mit meiner neuen Partnerin zusammengezogen. Mein Deutsch wird immer besser und ich möchte bald eine Ausbildung anfangen.

Aber ich bin nur eine unter vielen. Bitte unterstütze andere LGBT*-Asylsuchende, die dringend Hilfe brauchen.

die Amerikanische Organisation All Out sammelt in dieser Woche Spenden für uns, weil wir seit Wochen lesbischen, schwulen, transidenten – kurz: allen solchen Menschen, die aus ihrem Heimatland fliehen mussten, weil sie verfolgt werden, da sie nicht 100% konventionell-heterosexuell leben können – keine finanzielle Unterstützung mehr bieten können, weil unsere Kasse leer ist.

Selbstverständlich können Spenden auch direkt an das Vereinskonto überwiesen werden: IBAN: DE51 4306 0967 8021 3179 00 BIC: GENODEM1GLS

Homosexuelle Selbsthilfe e.V. – wir finanzieren Vielfalt, seit über 37 Jahren
Postfach 12 05 22 in 10595 Berlin Stefan.Reiss@HS-Verein.de
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crowd funding haben wir schon mehr als 20 Jahre gemacht, bevor der Begriff überhaupt erfunden wurde
www.HS-Verein.de


Die in Bayern / München geplante und zu gesagte Unterkunft für LBGT*-Asylsuchende ist bis heute nicht eingerichtet …

20. Okt 1934: Razzia gegen Schwule in München

Gedenken für die Verfolgten ab 20.Okt 1934:

Eine Kooperationsveranstaltung von Forum Homosexualität München und Rosa Liste, sub

20. Oktober, 19 Uhr. Treffpunkt: Oberanger, Ecke Dultstraße. Das Gedenken endet gegen 20.30 Uhr.

Am 20. Oktober 1934 fand in München die erste große antihomosexuelle Razzia der Nationalsozialisten statt. In den folgenden Jahren wurden viele Männer und auch Frauen ihrer sexuellen Identität wegen diskriminiert, eingesperrt, geschlagen und sogar getötet.
Am Jahrestag der Verhaftungswelle gedenken wir der zahlreichen Opfer des Nazi-Regimes, aber auch derer, die noch bis 1969 und danach aufgrund des Paragraphen 175 verfolgt wurden.
Erstmals kann das Gedenken am Mahnmal Oberanger, Ecke Dultstraße stattfinden, das seit Juni 2017 begehbar ist. Im Anschluss zieht ein Lichterzug mit Kerzen zum Sub. Die Veranstaltenden hoffen auf rege Beteiligung der Szene.

Zuerst gab es ja auch noch Schwule bei den Nazis:

In der SA hatte Ernst Röhm eine obere Ebene, die am 30.Juni 1934 ermordet wurde, gleichzeitig mit etwa 100 dem Führer mißliebig gewordenen Personen im ganzen Deutschen Reich:

Der Oberste Stabsführer der „Sturmabteilung“ (SA), der die unzufriedene und arbeitslose Arbeiterjugend der großen Städte massenhaft integrierte in einer Art „Volksarmee“ aus Straßenkämpfern und Schlägern, die in den Jahren von 1930 bis 1933 mit skrupelloser Brutalität den öffentlichen Raum für Adolf Hitler und die NSDAP eroberte.

Nun übernahm die Polizei die Aufgabe:

Rosa Listen führte sie schon immer und im Endeffekt bis heute:

Jeder „Fall“ von Homosexualität (die damals nur zwischen Männern ernst genommen wurde, wenn es um Definitionen von „Eindringen“ ging, wurde zum Gerichtsakt, und zum Vermerk in den Polizeiregistern.

Dort gibt es bis heute Vermerke wie männlich, weiblich, lesbisch, schwul, Stricher, Prostituierte, Transvestit etc … kodiert als Geschlecht und die Frage der Straffälligkeit.

Während der Verfolgung der Männer mit dem §175 (bis neulich) und Unterbringung in Konzentrationslagern gab es für Frauen ähnliche Urteile als „unmoralisch“ und unzuverlässig, was ebenfalls zu Unterbringung führen konnte.

Doch was geht den Staat heute unser Geschlecht an? Intersexuelle kämpfen für eine offene Handhabung: Frei lassen können der Rubrik auf Wunsch.

Ausführlicher zu Röhm: http://www.whoswho.de/bio/ernst-roehm.html

Feinen Bi-visibility-Tag allerseits!

Falls es in deiner Umgebung jemand gibt, grüße doch freundlich, denn der 23. September ist, aus den angelsächsisch-großbritannischen Ländern stammend, der Tag der Bisexuellen, und derer, die es noch werden könnten.

bi-muc

Die Menge ist weit größer als die rechnerisch angenommenen 5% bei Lesben und Schwulen, die sich in den großen Städten und Betrieben allerdings auf 10% zusammen ballen können,

Die Unsichtbaren - BisexualitätLeute wie Kinsey kamen bei Befragungen auf 60% der Erfahrungen, was natürlich nicht zu einer dauerhaften Einstellung führen muss:

Manche Erfahrungen sind so einmalig, wie die geliebte Person, manche ab auch so enttäuschend wie der erlebte Verlauf: Ungeschick und Unsicherheit beenden so manches Abenteuer frühzeitig …

Polyamory.svgLandet heute mehr in www.bine.net ?

Wenn du an die Person denkst, die die bisexuelle Seite in dir weckte: Welches Gefühl taucht auf?

Und auch, wenn du dich heute polyamor denkst: Als monosexuell oder auch offen, queer?

Kommentare bleiben anonym, die Mail-Adresse bleibt verdeckt … Danke!


Und wie Bisexualität entsteht?

Tom of Finland – für die ganze Familie im Kino

Warum Heteros einen Film über einen schwulen Zeichner ansehen sollen?Weil sie dann, vor allem in netter Begleitung, mehr über die Geschichte der Ängste und Verfolgung, aber auch der Befreiung und Solidarität erfahren können.

Beginnend mit dem finnischen Krieg an der russischen Grenze in den 40er Jahren landen wir im Berlin der 50er Jahre und in Kalifornien in den 70ern,

gefolgt natürlich von den Katastrophen und den Abschieden, aber auch dem Bewältigen der AIDS-Krise, in der auch Tom of Finland seinen Platz fand.

Ein starker Film

und durchaus jugendfrei und ein Familien-Erlebnis – ab 5.10. in München im Kino
 Der Trailer kommt in deutsch in den nächsten Tagen auf youtube

Der Blick in die Suchmaschine:

Tom of Finland, eine Pop-Ikone genannt, prägte viele Denkmuster:

Tom of Finland – Official Site www.tof.fi

Osta liput: Finnkino Media / Press Content. FI SE EN UK/IE ES

Tom of Finland – Wikipedia https://en.wikipedia.org/wiki/

Touko Valio Laaksonen (8 May 1920 – 7 November 1991), best known by his pseudonym Tom of Finland, was a Finnish artist known for his stylized highly …

Tom Of FinlandFilm 2017 – FILMSTARTS.de www.filmstarts.de/kritiken/252512.html

Tom Of Finland ein Film von Dome Karukoski mit Pekka Strang, Lauri Tilkanen. Inhaltsangabe: Dem Finnen Touko Laaksonen (Pekka Strang) bringt seine Heimkehr …

Videos
  • Tom of Finland Movie in the Works huffingtonpost.com
  • TOM the Movie teaser #2 YouTube
  • Tom of Finland – Officiell trailer – Biopremiär 3 mars YouTube
  • Tom of Finland – Bande-annonce Dailymotion

Mehr Ergebnisse in Videos

TOM the Movie teaser – YouTube www.youtube.com/watch?v=dK8rcXkQrFI

TOM the Movie is an unauthorized biographical film about Touko Laaksonen, known as the gay artist Tom of Finland. The movie will be released …

Tom of Finland | Film 2017 | moviepilot.de www.moviepilot.de/movies/tom-of-finland

Alle Infos zum Film Tom of Finland (2017): Das Drama Tom of Finland erzählt nach wahren Begebenheiten aus dem Leben des homoerotischen Zeichners Touko…