Ausstellung Andreas Hirsch in blau-rot

Die Farben der Bisexualität sind blau und rot:

Die Wenigsten wissen, dass es eine eigenständige Identität als BisexuelleR gibt: Frauen und Männer, die – wie schon „Papa Freud“ angenommen hatte –  die sowohl mit Frauen als auch Männern oder sich divers definierenden Liebesbeziehungen haben können.

DAZU kommen natürlich alle, die eine Veränderung ihrer sexuellen Orientierung erleben durften, ob auf dem Weg in eine Homosexualität oder in der Veränderung ihrer eigenen sozialen oder auch sexuellen Identität.

Die Vielfalt des Erlebens und der Lebensarten mache eine gemeinsame Vorgehensweise schwierig: Ob Hetero-Normativ oder polyamor aufgeschlossen, die Phantasie der Gegenüber ist oft überfordert.

Diskriminierung wird allerdings in allerlei Situationen erlebt, nicht zuletzt in beruflichen Kontexten, aber auch in den „Szenen“.

Andreas Hirsch

aus Oettingen, wo auch das billige Bier herkommt. Mittelfranken ist recht schön. Wenn man von dem Bier und den Menschen dort absieht.
Erfahrungen in Ukraine als „Homeschooling Teacher“ und Vodka in rauen Mengen.
Mit Theater und Kommunikationsdesign, in Portugal: Kunst, dann Visual Experience Designer, seit Januar 2020 als freischaffender Künstler und Designer selbstständig.
Ein Künstlerkollegen hat einmal dies über meine Arbeiten geschrieben:
„Durch die Anwendung einer poetischen und oft metaphorischen Sprache verführt Hirsch den Betrachter in eine Welt des andauernden Gleichgewichts aus Fiktion und Realität, sowie des Intervalls, das den Strom der täglichen Ereignisse artikuliert.
Durch das Aufgreifen  unterschiedlichster Themen und Motive gelingt es Hirsch neben Heterogenität auch Lebenslust kreativ zu visualisieren.
Oft stehen zwischenmenschliche Beziehungen oder die Dichotomie von urbanem Raum und Natur im Zentrum seiner Betrachtungen.
Auch Reflektionen zur Populärkultur, den Neuen Medien oder einen Freiheitstopos findet man wiederholt.“

Der Stammtisch

Am 3. Dienstag im Cafe Glück: www.bimuc.wordpress.com

Vernissage in Bisexualität: Fr 10.1.2020 um 19.30 im sub Müllerstr. 14

 

Queerpolitische Vernetzung

Es gab nun schon so allerlei Versuche, die queeren Themen von den alten Schwulen- und Lesben-Bewegungen auf Trans und Inter* zu Erweitern, aber immer war es eine Begegnung von Partei und Einrichtungen, Vertretenden. Nun in Nürnberg.

Sind wir bereit für Bayern?

Liebe queerpolitische Aktivist*innen, liebe Freund*innen und Interessierte,

am Samstag, 14. März 2020 lade ich euch herzlich zu meiner 2. queerpolitischen Regionalkonferenz ein. Diesmal möchte ich gemeinsam mit meiner Kollegin Gülseren Demirel und der Bundestagsabgeordneten Margarete Bause die Querschnittsbereiche Menschenrechte, Asyl, Integration und Migration beleuchten.

In sehr vielen Ländern auf der Erde ist gleichgeschlechtliche Liebe illegal, wird teils hart mit langen Haftstrafen, Folter und Tod bestraft. Daneben ist dort, aber auch in vielen Ländern, in denen Homosexualität legal ist, die gesellschaftliche Ächtung und Verfolgung ein Problem – selbst in Europa.

Viele queere Menschen aus betreffenden Ländern suchen Schutz, auch bei uns in Deutschland. Doch erhalten sie diesen auch? Wie ist die Situation in den Asylbewerber*innen-Unterkünften? Waren die Fälle von Mobbing, Diskriminierung und Gewalt im Münchner Umland Einzelfälle?

Wenn alles gut läuft und diese Menschen in Deutschland eine neue Heimat finden, gibt es potentiell weitere Barrieren: gesellschaftliche Akzeptanz, kulturelle und mitunter religiöse Integration. Wie kann das alles gelingen? Was erwarten wir von der Gesellschaft und die Gesellschaft von der Politik?
Ich freue mich, dass neben Margarete Bause und Gülseren Demirel auch folgende Gäste ihre Teilnahme zugesagt haben:

  • Christian Awhan Hermann, Imam aus Berlin
  • Julia Bomsdorf, Lesbenberatungsstelle LeTRa, München
  • Meghan Gregonis, Generalkonsulin der USA, München
  • Kasha Jacqueline Nabagesera, Trägerin des Nürnberger Menschenrechtspreises 2013, Uganda
  • Cameron Kakande, Queer-Aktivist, Uganda
  • Christine Burmann, LGBTI-Koordinatorin, Nürnberg
  • Michael Glas, Geschäftsführer von Fliederlich e.V., Nürnberg

Wann und wo? Samstag, 14. März 2020, Villa Leon, Schlachthofstraße/ Philipp-Koerber-Weg 1, Nürnberg

Programm
10:30 Uhr  Einlass

11:00 Uhr  Begrüßung und Vorstellung durch Tessa Ganserer (MdL, Queerpolitik)

11:10 Uhr  Input Michael Glas, Fliederlich e.V.

11:40 Uhr  Input Kasha Nabagesera / Cameron Kakande

12:00 Uhr  Diskussionsrunde mit Margarete Bause (MdB), Gülseren Demirel (MdL), Meghan Gregonis (US-Generalkonsulin, München), Julia Bomsdorf (LeTRa, München)
12:45-13:30 Uhr  Mittagspause
13:30 Uhr  Input Christine Burmann, LGBTI-Koordinierungsstelle Nürnberg
13:40 Uhr: Input Christian Hermann, Imam, Berlin

14:10 Uhr: Diskussionsrunde mit Tessa Ganserer, Christian Herrmann, Christine Burmann, Michael Glas
15:00 Uhr: Verabschiedung, Danksagung, Come-Together, Fotoaktion, Gespräche
16:00 Uhr: Ende

Ich würde mich freuen, wenn ich viele von Euch sehe und wir uns zu diesem wichtigen Thema austauschen, vernetzen und aktiv werden.  Gerne kann die Einladung an Interessierte weitergegeben werden.

Weitere Informationen und den Anmeldelink zur Veranstaltung findest du / findet ihr hier:  https://www.gruene-fraktion-bayern.de/index.php?id=15251&no_cache=1</a

Bunte Grüße aus dem Landtag, Eure Tessa

Tessa Ganserer MdL Bündnis 90/ Die GRÜNEN im Bayerischen Landtag
Regionalbüro Nürnberg Hessestraße 4, 90443 Nürnberg www.tessa-ganserer.de

 

Forum Queeres Archiv München 20!

Ja, da staunst du: Der Verein hatte ja schon länger überlegt, sich neu zu benennen, um den Veränderungen der Jahrzehnte nach zu kommen:

Vor 20 Jahren gegründet als Schwules Archiv mit dem Titel

Forum Homosexualität und Geschichte

gab es nach der Sortierung in „Gustl Angstmann-Archiv“ und einem immer größer anwachsenden Lesbenraum auch geringe bisexuelle, aber nun zunehmende transsexuelle Anteile, die zu dokumentieren sind.

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Begann es anfangs mit vielen Biografien, Kneipen- und Wirt*innen-Geschichten, Verfolgung und Zeitzeugen-Interviews,

inzwischen kamen die Dokumentationen und Unterlagen von Festivals dazu, von VioRosa bis Act up, GayGames, Chöretreffen und Positiventreffen etc.

Die Besonderheiten der Bisexuellen und Transsexuellen, früher Transvestiten und Crossdressenden, die Verschwiegenheiten von Strich und Prostitution, Intersexuelle Biografien und juristische, medizinische wie psychologische Leidenswege … fehlen oft noch.

Grußadresse: www.forummuenchen.org

Nun zieht auch das Stadtmuseum nach:

München sucht seine LGBTI*-Geschichte

Ein Sammlungsaufruf

Das Münchner Stadtmuseum, das Stadtarchiv München und das forum homosexualität münchen e.V. – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur suchen gemeinsam nach Objekten und Unterlagen zur aktuellen und vergangenen Münchner LGBTI*-Stadtgeschichte.

Das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München fungieren als das kulturelle und materielle Gedächtnis der Stadt und veranschaulichen auf vielfältige Art und Weise die Stadtentwicklung und Stadtkulturen Münchens. Die Sammlung zeitgeschichtlich jüngerer Themen, mit dem Blick auf die diverse Münchner Stadtgesellschaft, stellt dabei ein recht neues Feld dar. Themen wie Migration, Prekariat, Mobilität oder auch LGBTI* wurden in der städtischen Dokumentation bislang nicht systematisch bearbeitet.

Projekt „München sucht seine LGBTI*-Geschichte“
E-Mail: lgbti.geschichte(at)muenchen.de
Tel. +49-(0)89-233-20616 Flyer

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Ulrichs-Wolke-Odeon20170820

Bi-Männer-Treffen von BiNe

Herzliche Einladung zum BiNe-Männertreffen 2020

Liebe Männer,
die Anmeldung für das BiNe-Männertreffen ist hiermit eröffnet – Ihr seid alle ganz herzlich eingeladen!

Männertreffen

Wann ist der Mann ein Mann und wie lebt Mann seine Bisexualität? Das und noch viel mehr kannst du mit uns beim BiNe-Männertreffen ergründen, erleben und genießen.

Das wird ein Wochenende, das wir Männer kreativ ganz nach unseren individuellen Vorstellungen und Bedürfnissen gestalten – verspielt, tiefgehend und auch lustvoll.

Alles ist möglich und sehr offen, aber ein Muss gibt es nicht und jeder darf so bleiben, wie er ist.

Das Männertreffen findet vom 21. bis 24.05.2020 im Projektzentrum Maibacher Schweiz statt: http://www.maibacher-schweiz.de/. Du bist herzlich eingeladen und solltest dir dieses Wochenende unbedingt freihalten.

Zur Anmeldung geht es hier: https://www.bine.net/content/anmeldung-maennertreffen-2020

Wenn du noch Fragen haben solltest, kannst du uns gerne schreiben maenner20@bine.net.

Awa und Wolli – Wir freuen uns auf Euch!

sorry, falscher Kontext …

4.QFFM Queer-Film-Festival München

Klaus und Erika Mann als Schauspielende

Lesbische Themen ums Kinderkriegen und schwule Beziehungen sind den aufgeschlossenen Menschen allmählich vertraut, den Reaktionären immer noch ein Aufreger.

Aber alles das da-zwischen, die Unsicherheiten und Übergänge, die ungenauen Definitionen und die biografische Wandlug im Lauf des Lebens:

Es muss nicht gleich Transition, der Wandel der Geschlechtsrolle sein, und auch nicht das da-zwischen der intersexuell geborenen, mit biologisch nicht eindeutigem geschlecht:

Die ganz normale Bisexualität

ist nur für die direkt Beteiligten aufregend genug.

Gesellschaftlich schauen wir bei der Privatheit schnell wieder weg: Was geht es Dritte / Vierte an?

Es braucht etwas mehr als liberales „Wer’s mag ..“

Bei der Ausstellung zu Erika Mann in der Monacensia stellte sich heraus, dass sie nie selbst dazu geschrieben hat, während die Öffentlichkeit durchaus von ihren Beziehungen wusste: Die langjährige Freundschaft mit Therese Giehse, die Ehe, (wie bei „der Giehse“) mit dem damals schon offen schwulen britischen Autor W.H.Auden (wikipedia umschreibt auch nett mit „Lebensgefährten)

Das 4. Queer-Film-Festival bringt die ganze breite Palette der Lebensfragen auf die Leinwand:

www.qffm.de 16.-20. OKT 2019

4.Queerfilmfestival München
4.Queerfilmfestival München

RIOT – mit diesem Motto sind wir 2019 gestartet.

Wir meinen damit den Aufruf zu einem politischen Denken. Uns nicht in der bequemen Nische unserer eigenen Vorstellungen, Denkmuster und Lebensweisen einzurichten, sondern auch uns selbst und die eigene Lebenswirklichkeit zu hinterfragen. Uns darüber bewusst zu werden, wie privilegiert wir sind und ob wir diese Privilegien nutzen, um die Welt zu einem besseren Ort für alle Menschen zu machen.

weiterlesen und schaun: 16.-20. OKT 2019

Für uns als Festivalmacher*innen ist aber noch etwas anderes wichtig. Filme schaffen Gemeinschaft und Verbindungen. Zwischen den Personen auf der Leinwand und dem Publikum, zwischen den Personen vor und hinter der Kamera und den Zuschauer*innen, aber auch zwischen den Zuschauer*innen untereinander. Daher verstehen wir unser Festival auch als Aufforderung.

Bildet Banden, Gangs, konspirative Gruppen.

Vernetzt Euch, blickt über euren Horizont, lernt neue Menschen kennen.

Seid der Riot, den ihr Euch für diese Welt wünscht.

Augsburg queer?

Deine Stimme für ein queeres Zentrum in Augsburg

Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, intergeschlechtliche und queere Menschen (LSBTIQ*) in Bayern finden in ihren Wohnorten kaum Räume zur Begegnung, zum Austausch und zur Beratung. Entsprechende Projekte werden nur von wenigen großen Kommunen gefördert.

Daher unterstützt der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Bayern die Initiative zur Gründung eines queeren Zentrums in Augsburg und ruft dazu auf, die Petition „Queeres Zentrum für Augsburg“ zu unterzeichnen.

openpetition.de/petition/online/queeres-zentrum-fueraugsburg

„Von Projekten wie diesem profitieren Menschen in allen Lebensphasen. Sie erhalten Hilfe beim Coming-Out oder Beratung in Sachen Familie, Beruf oder Gesundheit. Ein Begegnungszentrum in Augsburg könnte besonders jungen Personen aus der Stadt und Umgebung, Informationen und Kompetenzen vermitteln, die ihnen helfen, ein selbstbestimmtes und freies Leben zu führen“, erklärt Markus Apel aus dem Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Bayern.

Bayern ist das einzige Bundesland, das keinen Aktionsplan gegen Homo- und Trans*feindlichkeit vorbereitet oder umsetzt. Die Förderung von örtlichen Beratungsstellen und Begegnungszentren ist in anderen Bundesländern Teil solcher Pläne und wird auch durch andere landesweite Förderprogramme unterstützt.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden.

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Wenn sich in Untersuchungen des Deutschen Jugend-Institut 11,2% der Jugendlichen als Queer verstehen, und in ihrer Bezirkshauptstadt keine Ansprech-PartnerInnen dafür finden können, ist das ein Problem, das bis in die tiefste Provinz wirkt: Lebensformen der Vielfalt sind für ein gesundes Aufwachsen und Zusammenleben notwendig, die alten religiösen Einschränkungen sind überholt.

Initiative Queeres Zentrum Augsburg

www.queereszentrum-augsburg.de

Liebe Queer Community,liebe Unterstützer*innen,

über 400 Unterschriften sind jetzt schon eingegangen. Vielen Dank für eure und Ihre Unterstützung! Man sieht, dass unsere Idee auf viele offene Ohren gestoßen ist.

Wir sind durch einige Gespräche im Moment optimistisch, dass von der Stadt Augsburg und vonseiten der Politik das queere Zentrum möglich ist!

Ideelle Unterstützung ist das eine. Allerdings muss das Queere Zentrum in Augsburg auch lebendig werden. Es braucht Leute, die Abende gestalten, mit anpacken, Ideen haben und vieles mehr. Augsburg hat bisher nur zwei aktive queere Vereine (Queerbeet und den CSD). Aber es gibt ja trotzdem andere Gruppierungen und einzelne Menschen, die das Bedürfnis nach einem Zentrum haben.

Queerbeet wird beispielsweise einmal in der Woche den Jugendabend in den Räumen halten. Der CSD Verein wird dort seine Planungen für einige Veranstaltungen haben.

Die Petitionsersteller haben sich auch gedacht, dass es unter anderem mindestens einmal wöchentlich einen sogenannten offenen Abend geben sollte, bei dem jede*r willkommen ist. Egal ob jung oder alt, egal ob schwul, lesbisch, bi, trans*, inter* oder queer. Bei den offenen Abenden kann man mit anderen quatschen, Spiele spielen, sich kennenlernen und austauschen. Außerdem wäre es doch super, wenn es einen Getränkeausschank gibt.

Das alles können und wollen wir aber nicht allein stemmen. Auch, wenn wir große Visionen haben, so ist uns klar, dass hinter einem queeren Zentrum viel Verwaltungsarbeit steckt. Diese kann nicht von zwei rein ehrenamtlich strukturierten Vereinen zusätzlich übernommen werden. Deshalb sind wir auf euch, der Community aus Augsburg angewiesen!

Daher bitten wir diejenigen, die mithelfen wollen und Ideen haben, sich bis spätestens Sonntag, 27.10.2019 per Mail an info@queereszentrum-augsburg.de zu wenden.

Wir möchten euch gern kennenlernen. Wenn genügend helfende Hände vorhanden sind, setzen wir uns zusammen an einen Tisch und erarbeiten ein kleines Konzept, um es auch der Stadt zu zeigen – und sie zu überzeugen

Macht das queere Zentrum in Augsburg möglich!

Wir freuen uns auf eure Rückmeldung!Viele Grüße …

queer in den Herbst: Stammtisch und …?

Schon können wir heut abend nicht mehr draussen sitzen, gehen die Planungen für Herbst und Winter los:
Die Stadt feiert noch etwas Stonewall nach, den CSD erinnern und die Vernetzungstreffen, und dann gehts in die Filmfestivals …

Beerdigungs-Schirme

Und neulich haben wir wieder einen hinaus getragen … mit 90 Jahren nach einem reichhaltigen Leben, aber mindestens 3/4 davon wurden verschwiegen:

Er hatte zuerst Frauen-Beziehungen, aber als es ihm dann klar wurde, dass das mit Männern wichtiger wird, brach er einen Streit vom Zaun … und „schwul sein“ in den 1950 er und 1960er Jahren wurde nicht ausgesprochen:

„wenn ich es schon bin, dann zu 100 %“
war bei der Trauerfeier dann doch nicht real, wie es bei den meisten unserer Kolleg*innen auch bisher abgelaufen ist:
Ich kam leider etwas zu spät, weil ich irrtümlich zum Krematorium gegangen war, und hörte nicht den Beginn des Trauer-Redners, aber in seiner ganzen langen Lebensgeschichte vom 19. Juni 1929 bis zu seinem 90. Geburtstag kamen „Schwere Zeiten“, wie Nationalsozialismus und Krieg vor, die gerne schwammig zusammen gefasst werden, sein Arbeitsleben bei den Stadtwerken und sein Leben in San Francisco nur als Bezug zum jährlichen Besuch beim Oktoberfest, beim Stammtisch im Hofbräuhaus und beim Sendlinger und Miesbacher Trachtenverein vor.
Dass er jährlich zum Oktoberfest wieder in München war, und manche schöne Erinnerungen, für die dann seine Nichte dankte, die üblichen guten, etwas dürren Treue-Worte der Trachtler, die mit ihrer Fahne und drei Damen und drei Herren eine nette Kulisse abgaben …
… einziger Trost war ein hübscher junger Bursch in kurzer Lederhose, der aber fest in der Hand einer Frau war …
Eine Erwähnung wären die (dann verstorbenen) langjährigen Partnerschaften in San Francisco schon wert gewesen, aber es fehlte wohl an den Fähigkeiten, sie angemessen zu formulieren …
Eine Peinlichkeit am Ende unseres Lebens?
Die Trachtler werden es auch noch lernen, haben wir doch unsere guten Vorreiter, die schwuhplattler.de