Von Bruno Balz zu Jürgen Draeger

Der wind hat mir ein Lied erzähltEin spannungsvoller Abend im NS_Doku-Zentrum München präsentierte die gespaltene Geschichte des Liedertexters und Komponisten Bruno Balz, einer der bekanntesten Film- und Musik-Gestaltenden der 1930-60er Jahre: Unsere Geschichte des Hörens und Denkens in Melodien, zu Liebe, zu Wundern: „DER WIND HAT MIR EIN LIED ERZÄHLT“, Davon geht die Welt nicht unter … bis „Maaamaaa“ von Heintje.

Offen bleiben oder werden erst so viele Fragen nach den offenen Spalten in den gerafften Erzählungen und manchmal zu langen Lied-Vorträgen:

Die Lebensgeschichten und Ideen des eigenen künstlerischen Schaffen in einer wilden Zeit, die einerseits die Freiheiten erkämpft, andererseits lernt, zwischen Bieder-Bürgern, kämpfenden Arbeitenden und aufkommenden Faschisten zu leben, die neuen Paradigmen zu verbreiten:

Neben alter Biederkeit gab es die neue Wandervogel-Bewegung, von allen anderen weitgehend ausgeklammert, die Lebensreformenden und Vegetarier, die jüdischen Mitbürger auf der Flucht und die religiösen Arier, auch in den Kirchen.

Das Nacht- und Kneipen-Leben ging gegen Morgen, sommers bei Amselgesang, zwischen Straßenkehrenden und Zeitungs-Austragenden zu Ende, wenn man nicht schon vorher in bessere Salons gezogen war, in denen auch zu Übernachten war.

Das Eindringen der Nazis und ihrer Verordnungen in das befreiende Nachleben der 1920er Jahre ab 1934 mit Schwulenverfolgungen war ja nur eine Steigerung der polizeilichen Kontrolle, Razzien und Registrierungen der Szene, die auch bis heute präventiv weitergeführt werden:

Rosa Listen gab es nur zu bestimmten Zeiten, aber die die Einschätzung einer Person in den Akten kennt vielerlei Möglichkeiten: Bis zu 10 möglichen Angaben zu „Geschlecht“ in digitalen Dateien zum Thema: Mann / Frau / Freier / Prostituierte / Stricher / Zuhälter / Transvestit / …

Jene angeheiratete Nazi-Frau, diverse Beziehungen,

jener Mann seines späteren Lebens, der es blieb und bei wikipedia mit einer geplanten Hochzeit mit einer Frau eine Irritation hinterließ …

Jürgen Draeger

hatte daneben ein reichhaltiges künstlerisches Eigenleben, das viele neue Baustellen öffnet: Die schwierige Faßbinder-Rezeption in München,

die zuerst ungeliebten Willy-Brandt-Bild-Serien, die heute die SPD zur aufgeschlossenen Mode-Partei machen würden, ein Trauerspiel einer Partei!

(geht demnächst weiter, ansonsten bitte Kommentar)

zu Ergänzen:

Magnus Hirschfeld und München

Der Briefwechsel in der Beziehung Hirschfeld-Balz, der bei der Stürmung des Institut für Sexualwissenschaft den Nazis in die Hände geriet,

Hirschfeld wurde nach einem Vortrag in München von Nazis verprügelt,

Damaliges „Forum“ vor 100 Jahren:

»Kann denn Liebe Sünde sein?« – Hommage an Bruno Balz im »theater. » wochenanzeiger.de

Ein Kreis von Apotheker und Mediziner, …

Das NS-Doko-Zentrum und sein Verteiler

Bruno Balz – Hitlers geheimer Hitschreiber – NS Dokuzentrum

http://www.ns-dokuzentrum-muenchen.de/veranstaltungen/details/?tx_ttnews%5Btt…

Die Tätigkeit als „Hitlers Hitschreiber“ brachte Bruno Balz nach dem Krieg … Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München in Zusammenarbeit mit der

Das Forum Homosexualität und Geschichte und Verteiler

forummuenchen.org

Bruno Balz: Das tragische Schicksal von Hitlers Hitschreiber im Merkur.de

Bruno Balz – jourfixe-muenchen

http://www.jourfixe-muenchen-ev.de/dhtml/jfkatalog/Bruno_Balz_jourfixe_Collage.html

„Kann denn Liebe Sünde sein? – Bruno Balz, Hitlers heimlicher Hitschreiber“ Sein Leben, seine Lieder in einer Multimedia–Collage nach Zeitzeugnissen

Maxvorstadt: Hitlers geheimer Hitschreiber – Abendzeitung München

http://www.abendzeitung-muenchen.de › München › Stadtviertel › Maxvorstadt

vor 3 Tagen – Im NS-Dokumentationszentrum München wird mit einem multimedialen Künstlerporträt an Bruno Balz, einen der produktivsten deutschen Text-

Autorenporträts: Bruno Balz. 1 Tonkassette mit Beiheft. von Balz …

http://www.zvab.com/Autorenporträts-BrunoBalz-1-Tonkassette-Beiheft/…/bd

Jetzt verfügbar bei ZVAB.com – Sondereinband – München; UFA-Musik- und Bühnenverlage, – 1988 – Zustand: Gut – Kassetten ca. 60 Minuten, Beiheft

Bruno Balz | jourfixeblog

03.07.2016 – Die Nacht vom 20. auf den 21. Oktober 1934 wurde für viele schwule Männer in Bayern und vor allem in München zu einem Schock, der ihr …

 

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BENT – Rosa Winkel im KZ Dachau

ROSA WINKEL – Theaterstück über die Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit

Sonntag, 6. März 2016 | 19 Uhr | Ludwig-Thoma-Haus Dachau, Augsburger Straße 23

Die Neue Bühne Bruck inszeniert unter der Regie des Berliners Ralph Hüttig die fiktive Geschichte des jungen Max, der im KZ Dachau zunächst seine Homosexualität verleugnet, um dem Tod zu entgehen. Die SS hatte ein diskriminierendes Kennzeichnungssystem für die KZ-Häftlinge entwickelt: Rot für die Politischen, Gelb für die Juden, Rosa für die Homosexuellen, die oft besonders sadistisch gequält wurden – und denen die Anerkennung als NS-Verfolgte nach 1945 über Jahrzehnte verwehrt blieb.

Ihrer Geschichte hat der Autor Martin Sherman (USA) 1979 sein Drama „Bent“ (deutsche Fassung „Rosa Winkel“) gewidmet.

Kooperation: Evang. Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte, Theatertage Dachau e.V.

Karten sind für € 10 (ermäßigt € 7) im Bioladen „Naturkostinsel“, Münchner Straße 52, Dachau, Mo. bis Sa. von 8 bis 19 Uhr und an der Abendkasse (ab 18.30 Uhr) erhältlich.

Reservierungen unter Tel. 081 31 / 136 44 oder info@versoehnungskirche-dachau.de

Begleitete Runde:

Wenn wir uns verabreden, kann der Abend zum gemeinsamen Erlebnis werden, das sich im Gespräch leichter verarbeitet.

Nach öfteren Erlebnissen der Beladenheit nach Dachau-und KZ-Besuchen oder im NS-Dokumentationszentrum ist mir klar gewden, dass wir leichtere und passendere Formen finden müssen, um die Energie für die gemeinsame Arbeit gegen die dummen Tendenzen wach zu halten.

Gemeinsam mit der S-Bahn und Bus unterwegs, abschließend einkehren:
bi-muc@joker-netz.de oder an alle http://groups.yahoo.com/group/Bi-Muc oder auf Facebook Bisexuelle München

Wer mag, gibt den Anstoß!

Mehr:

http://joachimassfalg.de/2016/02/06/news-termine-der-rosa-mattis-mit-seiner-mischpoke-im-kleinen-horrorladen/

Premierenkritik vom Merkur. 

 

Aufklärung im doppelten Sinn: Sexualpädagogische Gespräche zu Beziehungs- und Lebensformen Mi 28.1. 20h

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das Junges Schauspiel Ensemble München – hatte am 5. 12. Welturaufführung am Kleinen Theater Haar mit der Komödie „Mischpoke – Neuer Besuch bei Mr. Green. Es geht darin allgemein um die Themen Familie und Wertevorstellungen… und um ein schwules Pärchen, das mit den Gedanken spielt, ein Kind zu adoptieren.
In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Haar und der VHS veranstalten wir deshalb eine Podiumsdiskussion zum Thema „Was ist Familie heute?“

Zur Einstimmung ins Thema könnt Ihr auch auf Radio Lora UKW 92,4 – im Netz auf www.lora924.de die gestrige Sendung „Gegensprechanlage“ mit Fritz Letsch zum Thema nachhören. Nun suchen wir noch dringend nach einem Podiumsgast, der/die in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft lebt und ein Kind/ Kinder hat oder gerne haben möchte.

Wir freuen uns auf einen anregenden gesellschaftsbildenden Abend!

Podiumsgespräch

„Was ist Familie heute? Welche Familienmodelle wollen wir?“

Vater, Mutter, Kind: Das traditionelle Familienmodell gerät ins Wanken. Längst gibt es vielfältige Beziehungsmuster im Zusammenleben mit Kindern: verheiratete und unverheiratete Eltern, alleinerziehende Mütter und Väter, Patchwork- oder Regenbogen-Familien, soziale Elternschaften. Wie funktioniert Familie heute? Was brauchen Kinder wirklich? Wie kommen junge Frauen und Männer mit den veränderten Lebenswirklichkeiten zurecht? Und welche Antworten findet Politik auf die gesellschaftlichen Veränderungen, um das Zusammenleben von Eltern mit Kindern zu schützen und zu fördern.

CC606D28-E6A8-47CE-8E54-41017E5C1A08Wir diskutieren mit Claudia Stamm, Bündnis 90/Die Grünen, MdL und weiteren Gästen aus Kultur, Elternkreisen und Familienbildungseinrichtungen.

Mittwoch, 28. Januar 2015, 20.00 bis 22.00 Uhr

Volkshochschule Haar, Münchener Straße 3, OG 06 Vortragsraum

 In Zusammenarbeit mit der VHS Haar, der Gemeinde Haar und dem Jungen Schauspiel Ensemble.

 Als Dankeschön für die Podiums-Teilnahme gibt es 2 Freikarten für unsere neue Inszenierung „MISCHPOKE – Neuer Besuch bei Mr. Green“

MISCHPOKE ist die Fortsetzung der Erfolgskomödie „Besuch bei Mr. Green”. Den 92-jährigen, starrköpfig-liebenswerten jüdisch-orthodoxen Mr. Green verbindet mittlerweile eine fünfjährige Freundschaft mit dem homosexuellen Ross Gardener, durch den der konservative Alte gelernt hat, erstaunliche Zugeständnisse an manch unkonventionellen Lebensentwurf zu machen.
Als Mr. Greens bis dato unbekannte Enkelin Chana auftaucht, die sich über das Kommunikationsverbot zwischen ihrer säkularen Mutter und ihrem religiösen Großvater hinwegsetzt, bleibt der Familienfrieden im trauten Heim nicht von langer Dauer. In der Green’schen Mischpoke entlädt sich ein handfester Streit, der so einfach nicht zu lösen scheint.
http://www.kleinestheaterhaar.de
Der alte Herr wird im Umgang mit den verschiedenen jungen Leuten gut gefordert, und die Konfrontationen wie Veränderungen der jungen in Lebensstil und Religion sind hochaktuelle gelungene Auseinandersetzungen.
http://debattieren-lernen.blog.de/2014/11/23/mi-10-dez-ab-21-h-regenbogenfamilien-premiere-mischpoke-theater-haar-19748768/ **zum Kommentieren**