akzept-bi

Gedanken für eine bayrische Kampagne der Selbstorganisation aus der Selbsthilfe

Selbsthilfe wird von den Gemeinden, Städten und Krankenkassen gefördert, weil sie nicht nur für Begleitung, Information und Prävention von Krankheiten, sondern auch für soziale Anliegen, Bewegungen und Selbstorganisationen da sind. Im Prinzip müsste jede soziale Beratungsstelle die nächste Selbsthilfe-Koordination kennen. Teste bitte mal …

Selbsthilfegruppen sind das Gegenteil von Jammerkreisen und Problem-Austausch: Sie entwickeln gemeinsam die öffentliche Darstellung, die je nach Lebens-Situation der Einzelnen aus den verschiedensten Beiträgen, anonym, offen oder im Hintergrund bestehen kann.

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2017 wird der Bi-Stammtisch in Muenchen 25 Jahre alt, zu Anfang waren da auch noch eine Lyrik-, eine Massage-& Tantra- und eine Gesprächs-Selbsterfahrungsgruppe …

& ein paar Mal gab es die Bisco, unsere spezielle Disco in einer Location am Maximiliansplatz, das stand sogar in der SZ damals … zwischen den Ufern …

Spannend ist an den Stammtischen immer noch, dass es im Nu die besten intensiven Gespräche gibt: Wie lebst du, wie liebst du derzeit …

denn das einzige, was wir alle gemeinsam haben, ist die gewünschte Veränderung:

Ob wir lange hetero oder in einer Form von Homo gelebt hatten, irgendwann haben wir entdeckt, dass wir nicht mehr nur Mono sind:

Monosexuell, wer ist das schon gerne?

Klar, junge Leute sind wieder bieder und gehen in Tanzkurse, aber auch die gibt es längst gemischt sexuell!

  1. Kinsey (ohne Mc, Alfred, Sexual-Forscher im biederen Amerika der 50er Jahre, hatte seine Studierenden befragt, zu ihren sexuellen Erfahrungen und Träumen:
  2. Neben den hetero-Erfahrungen berichteten in den anonymen Fragebogen mehr als die Hälfte von bisexuellen Träumen.
  3. Befragungen der Studierenden mit Außenstehenden brachten mehr als 60% an einzelnen oder gelegentlichen homosexuellen Erfahrungen

Bayern braucht einen Vorstoß

Die reaktionären „Eltern“, die rechtslastige Mischung aus alten verkorksten Katholiken und AfD mit Storch und Bischöfen gegen Abtreibung und „Frühsexualisierung“ verbreitet Lügen über die SexualPädagogik an unseren Schulen, die seit vielen Jahren verantwortungsvoll zwischen Lehrkräften, oft Religionslehrern, Schulsozialarbeit und Schulleitungen besprochen und organisiert ist.

Nun haben die rechtslastigen „Eltern“ ins Kultusministerium gespuckt und den Minister verzaudert:

Er will die längst ausgehandelten neuen Richtlinien nicht freigegeben, soll sogar die Lehrkräfte als anwesende Kontrollettis verdonnern?

Lehrkräfte sind besonders dankbar, dass sie diese Themen, ständig im Fokus der Pubertierenden stehend, nicht selbst besprechen müssen, und die Schüler sind von den Gesprächen in kleinen Gruppen auch mehr ermutigt, ihre persönlichen Fragen einzubringen.

Abseits der Fachleute wird in Ober-Gremien jetzt gefachsimpelt, denn natürlich gibt es Berichte … aber die sind entweder zusammen gelogen oder übertrieben, denn Kinder sind längst weiter als die Alten: Sie lernen, wie ihre Geschwister zur Welt kommen und reden untereinander über die Details – so weit sie sie verstehen.

Und wir besprechen die Lebens-Situationen so, wie sie von den Kindern (ab 6.Klasse) & den Jugendlichen (bis Berufsschule & mit Geflüchteten) nachgefragt werden.

Der Rahmen muss so offen sein wie das Leben:

Eines von 1000 Kindern wird mit un-eindeutigen Geschlechts-Merkmalen geboren: Was früher als Hermaphrodit oder als Zwitter bezeichnet wurde, nennt man heute inter-sexuell, und da sind die Merkmale fließend, wie sich manche heute auch ihre Geschlechts-Bezeichnung und Rolle wünschen, fluid.

Die Medizin lernt dazu, macht langsamer, denn immer mehr Menschen fühlen sich auch im falschen Körper … was ist dagegen schon sexuelle Orientierung, die sich grade mit 30 auch öfter ändern kann, wie jener oben erwähnte Alfred Kinsey feststellen konnte.

Einige Menschen aus Beziehungen und Ehen sehen bei sich selbst auch mögliche Erweiterungen:In der Beziehung oder außerhalb, je nach Interessen der Partner, eine Art, offen mit weiteren sexuellen Interessen u

Das wollen jene reaktionären „Eltern“ wie Storch & Bischöfe aber nicht wahr haben, nein, nicht gleich vergasen, aber verbieten, darüber zu reden, akzept•bi•eren!

Am 3. Dienstag im Monat im Cafe Glück in der Palmstr. in München,

& dann hoffentlich in ganz vielen Orten in Bayern am Ende der Kampagne:

  • wo es schon les-bi-schwule Treffen gibt
  • wo Beratungsstellen und Selbsthilfe-Anlaufstellen sind oder entstehen
  • wo Gruppen vor Ort wachsen können
  • wo sich poly-amor orientierte Menschen treffen

es kommt auch gern jemand vorbei, les-bi-schwul oder trans, auch inter* und Poly amor, wenn der Wunsch besteht … zu inter* gibt es jetzt auch eine Beratungsstelle, bei der Aidshilfe angesiedelt.

Einige bei uns sind Mitglied des bundesweiten BiNe eV, www.bine.net,  wo es auch Bundesweite Treffen und Mailinglisten gibt, Unterstützung mit Materialien und das schöne Logo im Titel oben.

inter* schreibt sich meist mit Sternchen, um offen zu halten, was und wie die die Person am Ende ihrer Transition sein will …

Mehr zum Thema der Sexualitäten in www.Sexualpaedagogik.wordpress.com

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