Queerkafe ist wieder da!

Diese Woche zwei Dates: Dienstag Stammtisch und Donnerstag Queere KurzFilme:

Do. 23.01.20 Queer Short Movies

Liebe Queers and friends!

Es ist kalt und ungemütlich draußen, also laden wir am 23.01.20 zum gemütlichen Kurzfilmabend ein! Es werden diverse tolle queere Kurzfilme gezeigt, mal bunt, laut und lustig, mal ruhig und traurig. Die Filme sind fast alle auf Englisch, manche haben Untertitel.

Dazu gibt es wie immer veganes Essen und kühle Getränke auf Spendenbasis. Eintritt frei! queerkafe.blogsport.de/ und facebook.com/qk.muenchen 

Kafe Marat, Thalkirchnerstr. 102 – Offen ab 19 Uhr

Abschied von Guido Vael

Das ganz Besondere an Guido war seine massive Art, gegen JEDE Ausgrenzung auch innerhalb der Szene aufzutreten. Als in den 1970er Jahren „Homo“ noch mit Krankheit und Mord assoziiert war, ermutigte er uns, auch öffentlich aufzutreten, die SZ weigerte sich noch eine Anzeige des „Rosa Telefon“ zu drucken.

guido

Rosa Telefon

war eine Arbeitsgruppe von einem guten Dutzend Engagierter, von Ledermännern, Erziehern, Sozialpädagogen und Elektikern, beraten von Ärzten, Psychologen, Sexualpädagogen, Polizisten und Anwälten … mit Beratungszeiten am Telefon, Montags und Freitags ab 19h, wenn auch der Keller geöffnet war, mit Bar, Musik und einer wilden Mischung aller bürgerlichen Wohnzimmer-Garnituren …

Der VSG war von etwa 1976 bis 1981 in einem Keller in Haidhausen, in einem ehemaligen Schuhlager, dann noch in einem Hinterhaus der Dachauer Straße …

Es gab viele Gruppen und Kreise in der Zeit:

Theater, Musik, Lesen, Schreiben, Psycho, berufliche Organisationen, …

Das Kellerjournal

war eine selbst zusammengeklebte Zeitschrift, heute würde man sagen Fanzine, aus Nachrichten und Magazinen, mit Monatsprogramm,

Literarische Kreise und Schriftstellereien

mit dem Autor und Gesprächstherapeuten Gustl Angstmann und dem Theatermann Gerd Wolter, dem späteren ersten offen schwulen grünen Stadtrat, und einigen, deren Namen ich heute nicht mehr weiß, auch weil wir damals aus Gründen der Diskretion auch nur mit Vornamen oder Szene-Namen verkehrten: Mausi war Kassier, …

Feste und Infostände

Legendäre Feste mit hunderten Besuchern erlebte der Keller, denn im damals noch recht neuen Szene-BLATT der jungen Münchner standen die Anzeigen, Theatergruppen machten sich selbständig, gründeten HALT und ROSA FREIZEIT,

Eine Bibliothek und stapelweise schwule Zeitschriften, die man nur auf Nachfrage im Bahnhofskiosk oder im Abo geschlossenen Umschlag bekam: Du & Ich, DON, später Magnus … und die amerikanischen Magazine, di euns von den Folgen von STONEWALL berichteten.

fairmuenchen.de/friedl-brehm-stele-tutzing-erinnert-auch-an-gustl-angstmann/

Karl_Heinrich_Ulrichs
Forum Queeres Archiv München http://www.forummuenchen.org

 

Ausstellung Andreas Hirsch in blau-rot

Die Farben der Bisexualität sind blau und rot:

Die Wenigsten wissen, dass es eine eigenständige Identität als BisexuelleR gibt: Frauen und Männer, die – wie schon „Papa Freud“ angenommen hatte –  die sowohl mit Frauen als auch Männern oder sich divers definierenden Liebesbeziehungen haben können.

DAZU kommen natürlich alle, die eine Veränderung ihrer sexuellen Orientierung erleben durften, ob auf dem Weg in eine Homosexualität oder in der Veränderung ihrer eigenen sozialen oder auch sexuellen Identität.

Die Vielfalt des Erlebens und der Lebensarten mache eine gemeinsame Vorgehensweise schwierig: Ob Hetero-Normativ oder polyamor aufgeschlossen, die Phantasie der Gegenüber ist oft überfordert.

Diskriminierung wird allerdings in allerlei Situationen erlebt, nicht zuletzt in beruflichen Kontexten, aber auch in den „Szenen“.

Andreas Hirsch

aus Oettingen, wo auch das billige Bier herkommt. Mittelfranken ist recht schön. Wenn man von dem Bier und den Menschen dort absieht.
Erfahrungen in Ukraine als „Homeschooling Teacher“ und Vodka in rauen Mengen.
Mit Theater und Kommunikationsdesign, in Portugal: Kunst, dann Visual Experience Designer, seit Januar 2020 als freischaffender Künstler und Designer selbstständig.
Ein Künstlerkollegen hat einmal dies über meine Arbeiten geschrieben:
„Durch die Anwendung einer poetischen und oft metaphorischen Sprache verführt Hirsch den Betrachter in eine Welt des andauernden Gleichgewichts aus Fiktion und Realität, sowie des Intervalls, das den Strom der täglichen Ereignisse artikuliert.
Durch das Aufgreifen  unterschiedlichster Themen und Motive gelingt es Hirsch neben Heterogenität auch Lebenslust kreativ zu visualisieren.
Oft stehen zwischenmenschliche Beziehungen oder die Dichotomie von urbanem Raum und Natur im Zentrum seiner Betrachtungen.
Auch Reflektionen zur Populärkultur, den Neuen Medien oder einen Freiheitstopos findet man wiederholt.“

Der Stammtisch

Am 3. Dienstag im Cafe Glück: www.bimuc.wordpress.com

Vernissage in Bisexualität: Fr 10.1.2020 um 19.30 im sub Müllerstr. 14

 

Queerpolitische Vernetzung

Es gab nun schon so allerlei Versuche, die queeren Themen von den alten Schwulen- und Lesben-Bewegungen auf Trans und Inter* zu Erweitern, aber immer war es eine Begegnung von Partei und Einrichtungen, Vertretenden. Nun in Nürnberg.

Sind wir bereit für Bayern?

Liebe queerpolitische Aktivist*innen, liebe Freund*innen und Interessierte,

am Samstag, 14. März 2020 lade ich euch herzlich zu meiner 2. queerpolitischen Regionalkonferenz ein. Diesmal möchte ich gemeinsam mit meiner Kollegin Gülseren Demirel und der Bundestagsabgeordneten Margarete Bause die Querschnittsbereiche Menschenrechte, Asyl, Integration und Migration beleuchten.

In sehr vielen Ländern auf der Erde ist gleichgeschlechtliche Liebe illegal, wird teils hart mit langen Haftstrafen, Folter und Tod bestraft. Daneben ist dort, aber auch in vielen Ländern, in denen Homosexualität legal ist, die gesellschaftliche Ächtung und Verfolgung ein Problem – selbst in Europa.

Viele queere Menschen aus betreffenden Ländern suchen Schutz, auch bei uns in Deutschland. Doch erhalten sie diesen auch? Wie ist die Situation in den Asylbewerber*innen-Unterkünften? Waren die Fälle von Mobbing, Diskriminierung und Gewalt im Münchner Umland Einzelfälle?

Wenn alles gut läuft und diese Menschen in Deutschland eine neue Heimat finden, gibt es potentiell weitere Barrieren: gesellschaftliche Akzeptanz, kulturelle und mitunter religiöse Integration. Wie kann das alles gelingen? Was erwarten wir von der Gesellschaft und die Gesellschaft von der Politik?
Ich freue mich, dass neben Margarete Bause und Gülseren Demirel auch folgende Gäste ihre Teilnahme zugesagt haben:

  • Christian Awhan Hermann, Imam aus Berlin
  • Julia Bomsdorf, Lesbenberatungsstelle LeTRa, München
  • Meghan Gregonis, Generalkonsulin der USA, München
  • Kasha Jacqueline Nabagesera, Trägerin des Nürnberger Menschenrechtspreises 2013, Uganda
  • Cameron Kakande, Queer-Aktivist, Uganda
  • Christine Burmann, LGBTI-Koordinatorin, Nürnberg
  • Michael Glas, Geschäftsführer von Fliederlich e.V., Nürnberg

Wann und wo? Samstag, 14. März 2020, Villa Leon, Schlachthofstraße/ Philipp-Koerber-Weg 1, Nürnberg

Programm
10:30 Uhr  Einlass

11:00 Uhr  Begrüßung und Vorstellung durch Tessa Ganserer (MdL, Queerpolitik)

11:10 Uhr  Input Michael Glas, Fliederlich e.V.

11:40 Uhr  Input Kasha Nabagesera / Cameron Kakande

12:00 Uhr  Diskussionsrunde mit Margarete Bause (MdB), Gülseren Demirel (MdL), Meghan Gregonis (US-Generalkonsulin, München), Julia Bomsdorf (LeTRa, München)
12:45-13:30 Uhr  Mittagspause
13:30 Uhr  Input Christine Burmann, LGBTI-Koordinierungsstelle Nürnberg
13:40 Uhr: Input Christian Hermann, Imam, Berlin

14:10 Uhr: Diskussionsrunde mit Tessa Ganserer, Christian Herrmann, Christine Burmann, Michael Glas
15:00 Uhr: Verabschiedung, Danksagung, Come-Together, Fotoaktion, Gespräche
16:00 Uhr: Ende

Ich würde mich freuen, wenn ich viele von Euch sehe und wir uns zu diesem wichtigen Thema austauschen, vernetzen und aktiv werden.  Gerne kann die Einladung an Interessierte weitergegeben werden.

Weitere Informationen und den Anmeldelink zur Veranstaltung findest du / findet ihr hier:  https://www.gruene-fraktion-bayern.de/index.php?id=15251&no_cache=1</a

Bunte Grüße aus dem Landtag, Eure Tessa

Tessa Ganserer MdL Bündnis 90/ Die GRÜNEN im Bayerischen Landtag
Regionalbüro Nürnberg Hessestraße 4, 90443 Nürnberg www.tessa-ganserer.de

 

Forum Queeres Archiv München 20!

Ja, da staunst du: Der Verein hatte ja schon länger überlegt, sich neu zu benennen, um den Veränderungen der Jahrzehnte nach zu kommen:

Vor 20 Jahren gegründet als Schwules Archiv mit dem Titel

Forum Homosexualität und Geschichte

gab es nach der Sortierung in „Gustl Angstmann-Archiv“ und einem immer größer anwachsenden Lesbenraum auch geringe bisexuelle, aber nun zunehmende transsexuelle Anteile, die zu dokumentieren sind.

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Begann es anfangs mit vielen Biografien, Kneipen- und Wirt*innen-Geschichten, Verfolgung und Zeitzeugen-Interviews,

inzwischen kamen die Dokumentationen und Unterlagen von Festivals dazu, von VioRosa bis Act up, GayGames, Chöretreffen und Positiventreffen etc.

Die Besonderheiten der Bisexuellen und Transsexuellen, früher Transvestiten und Crossdressenden, die Verschwiegenheiten von Strich und Prostitution, Intersexuelle Biografien und juristische, medizinische wie psychologische Leidenswege … fehlen oft noch.

Grußadresse: www.forummuenchen.org

Nun zieht auch das Stadtmuseum nach:

München sucht seine LGBTI*-Geschichte

Ein Sammlungsaufruf

Das Münchner Stadtmuseum, das Stadtarchiv München und das forum homosexualität münchen e.V. – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur suchen gemeinsam nach Objekten und Unterlagen zur aktuellen und vergangenen Münchner LGBTI*-Stadtgeschichte.

Das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München fungieren als das kulturelle und materielle Gedächtnis der Stadt und veranschaulichen auf vielfältige Art und Weise die Stadtentwicklung und Stadtkulturen Münchens. Die Sammlung zeitgeschichtlich jüngerer Themen, mit dem Blick auf die diverse Münchner Stadtgesellschaft, stellt dabei ein recht neues Feld dar. Themen wie Migration, Prekariat, Mobilität oder auch LGBTI* wurden in der städtischen Dokumentation bislang nicht systematisch bearbeitet.

Projekt „München sucht seine LGBTI*-Geschichte“
E-Mail: lgbti.geschichte(at)muenchen.de
Tel. +49-(0)89-233-20616 Flyer

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Bi-Männer-Treffen von BiNe

Herzliche Einladung zum BiNe-Männertreffen 2020

Liebe Männer,
die Anmeldung für das BiNe-Männertreffen ist hiermit eröffnet – Ihr seid alle ganz herzlich eingeladen!

Männertreffen

Wann ist der Mann ein Mann und wie lebt Mann seine Bisexualität? Das und noch viel mehr kannst du mit uns beim BiNe-Männertreffen ergründen, erleben und genießen.

Das wird ein Wochenende, das wir Männer kreativ ganz nach unseren individuellen Vorstellungen und Bedürfnissen gestalten – verspielt, tiefgehend und auch lustvoll.

Alles ist möglich und sehr offen, aber ein Muss gibt es nicht und jeder darf so bleiben, wie er ist.

Das Männertreffen findet vom 21. bis 24.05.2020 im Projektzentrum Maibacher Schweiz statt: http://www.maibacher-schweiz.de/. Du bist herzlich eingeladen und solltest dir dieses Wochenende unbedingt freihalten.

Zur Anmeldung geht es hier: https://www.bine.net/content/anmeldung-maennertreffen-2020

Wenn du noch Fragen haben solltest, kannst du uns gerne schreiben maenner20@bine.net.

Awa und Wolli – Wir freuen uns auf Euch!

sorry, falscher Kontext …

4.QFFM Queer-Film-Festival München

Klaus und Erika Mann als Schauspielende

Lesbische Themen ums Kinderkriegen und schwule Beziehungen sind den aufgeschlossenen Menschen allmählich vertraut, den Reaktionären immer noch ein Aufreger.

Aber alles das da-zwischen, die Unsicherheiten und Übergänge, die ungenauen Definitionen und die biografische Wandlug im Lauf des Lebens:

Es muss nicht gleich Transition, der Wandel der Geschlechtsrolle sein, und auch nicht das da-zwischen der intersexuell geborenen, mit biologisch nicht eindeutigem geschlecht:

Die ganz normale Bisexualität

ist nur für die direkt Beteiligten aufregend genug.

Gesellschaftlich schauen wir bei der Privatheit schnell wieder weg: Was geht es Dritte / Vierte an?

Es braucht etwas mehr als liberales „Wer’s mag ..“

Bei der Ausstellung zu Erika Mann in der Monacensia stellte sich heraus, dass sie nie selbst dazu geschrieben hat, während die Öffentlichkeit durchaus von ihren Beziehungen wusste: Die langjährige Freundschaft mit Therese Giehse, die Ehe, (wie bei „der Giehse“) mit dem damals schon offen schwulen britischen Autor W.H.Auden (wikipedia umschreibt auch nett mit „Lebensgefährten)

Das 4. Queer-Film-Festival bringt die ganze breite Palette der Lebensfragen auf die Leinwand:

www.qffm.de 16.-20. OKT 2019

4.Queerfilmfestival München
4.Queerfilmfestival München

RIOT – mit diesem Motto sind wir 2019 gestartet.

Wir meinen damit den Aufruf zu einem politischen Denken. Uns nicht in der bequemen Nische unserer eigenen Vorstellungen, Denkmuster und Lebensweisen einzurichten, sondern auch uns selbst und die eigene Lebenswirklichkeit zu hinterfragen. Uns darüber bewusst zu werden, wie privilegiert wir sind und ob wir diese Privilegien nutzen, um die Welt zu einem besseren Ort für alle Menschen zu machen.

weiterlesen und schaun: 16.-20. OKT 2019

Für uns als Festivalmacher*innen ist aber noch etwas anderes wichtig. Filme schaffen Gemeinschaft und Verbindungen. Zwischen den Personen auf der Leinwand und dem Publikum, zwischen den Personen vor und hinter der Kamera und den Zuschauer*innen, aber auch zwischen den Zuschauer*innen untereinander. Daher verstehen wir unser Festival auch als Aufforderung.

Bildet Banden, Gangs, konspirative Gruppen.

Vernetzt Euch, blickt über euren Horizont, lernt neue Menschen kennen.

Seid der Riot, den ihr Euch für diese Welt wünscht.