20.Okt1934: Schwulen-Razzia in München

 

  • Ab 19.30 Gedenk-Veranstaltung am Jakobsplatz München

  • 20.10.1934 (vor 84 Jahren)
    München-Angerviertel * Die deutschlandweit erste, groß angelegte Razzia der Nazis gegen „Homosexuelle“.  Rosa Winkel

    Im Zentrum dieser Maßnahme steht der „Gasthof Schwarzfischer“ in der Dultstraße, zusammen mit dem „Arndthof“ am Glockenbach und diversen einschlägig bekannten Parks, Bedürfnisanstalten und Privatwohnungen.

    Insgesamt werden bei dieser Aktion 145 Männer festgenommen und in die Ettstraße gebracht.  bodendenkmal-Synagoge
    Dort wird abgeglichen, ob es sich um „Wiederholungstäter“ handelt, die sich anschließend „Umerziehungsmaßnahmen“ unterziehen müssen.
    39 Festgenommene kommen ins „KZ Dachau“, viele werden auch nach ihrer Freilassung noch jahrelang schikaniert.

    „Wiederholungstäter“ ist, wer in der berüchtigten „Rosa Liste“ verzeichnet ist.
    Dieses „Verzeichnis der Homosexuellen“ besteht bereits seit der Kaiserzeit.

    www.subonline.de

 

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VerQueert Denken – Normalität(en) hinterfragen

Die Hirschfeld-Lecture in Nürnberg zur Bisexualität war bisheriger Bewegungs-Standard, aber wir brauchen mehr Vernetzung mit den Bereichen der Beratenden, der Sexualpädagogik und der Medizin-Fortbildungen, am Besten über die Mitarbeit in den Selbsthilfe-Zentren, die ihre Arbeit gerade massiv ausweiten können, auch in die Regionen. Dazu braucht es einfache queere Sprache, den tieferen Hintergrund brauchen die WissenschaftlerInnen;

Hirschfeld Lecture Nürnberg Fr 12.10. 19h

13. Hirschfeld-Lecture - © Veranstalter

13. Hirschfeld-Lecture

Being Bi – Bisexualität zwischen Unsichtbarkeit und Chic

Gespräch / Diskussion / Vortrag   Fr., 12.10.2018, 19:00 Uhr

Wer bestimmt, was Bisexualität oder wann wer bisexuell ist? Warum bestimmen bisexuelle Stimmen so wenige Debatten, wo es doch die zugrundliegende Bestimmung aller Menschen zu sein scheint:

„Besteht neben der Zuneigung zum eigenen keine sexuelle Abneigung gegen das andere Geschlecht, ziehen also Personen beiderlei Geschlechts an, so sprechen wir von Bisexualität, innerhalb derer die homosexuelle oder heterosexuelle Komponente das Übergewicht haben kann“, schreibt Magnus Hirschfeld 1914 in seinem Hauptwerk Die Homosexualität des Mannes und des Weibes.

Daraus leitet sich letztlich die für Hirschfeld zentrale Vorstellung der sexuellen Zwischenstufen als grundsätzlicher Bisexualität eines jeden Menschen ab.

Heutzutage könnten Hirschfelds Ausführungen erweitert werden auf ein Verständnis von sexuellem Begehren, das auch nicht-binäre Personen mit einschließt, wie bei Pansexualität.

Wenn Menschen demnach also grundlegend bisexuelle Wesen sind, warum begegnet uns das Thema dann so selten? Einerseits sind bisexuelle Menschen in der Alltagswelt und in Community-Debatten kaum als solche sichtbar, andererseits jedoch scheinen sich Prominente durchaus bereitwillig zu ihrer Bisexualität zu bekennen.

Woher rührt dieser eigenartige Widerspruch zwischen Unsichtbarkeit und Chic? Und: Wo steht eigentlich das B im Verhältnis zu LSTTIQ? Die 13. Hirschfeld Lecture versucht Antworten auf genau diese Fragen zu finden.

Gemeinsam mit dem Bisexuellen Netzwerk begegnen wir dem Thema Bisexualität aus zwei Blickwinkeln: Heinz-Jürgen Voß stellt theoretische Zugänge zu Fragen geschlechtlicher und sexueller Entwicklung vor und beschäftigt sich aus einem kultur- und sexualwissenschaftlichen Blickwinkel mit menschlicher Sexualität.

Aus soziologischer Perspektive spricht Kim Ritter ausgehend von lebensgeschichtlichen Interviews über die alltäglichen Lebensentwürfe und Erfahrungen bisexueller Menschen zwischen Anerkennung und Missachtung.

Kontakt: Tel.: 0 30 / 208 987 65-0

Website

Ort:
südpunkt
Pillenreuther Str. 147
90459 Nürnberg
Anfahrt mit der vgn

Der Eintritt ist frei

Veranstalter:
Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH)
Amt für Kultur & Freizeit, KUF im südpunkt

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QFFM I QUEER FILM FESTIVAL MÜNCHEN

Liebe Filmfreund*innen,

vom 17. bis 21. Oktober 2018 findet zum dritten Mal das QFFM I QUEER FILM FESTIVAL MÜNCHEN statt. In diesen politischen Zeiten ist es wichtiger denn je, der Vielfalt und dem Anderssein einen sichtbaren Raum zu geben.

Deshalb ist es uns als Team des QFFM ein großes Anliegen, die Diversität der Lebensweisen immer wieder auf die große Leinwand zu bringen und damit ein Zeichen zu setzen. Queerness bleibt ein politischer Akt.

Mit fast 20 Veranstaltungen wie Filmscreenings, Partys, Diskussionen, Filmgesprächen und einer Matinee machen wir Krach und zeigen Präsenz.

Diesen Herbst zeigen wir wieder preisgekrönte Spiel- und Dokumentarfilme, diskutieren mit Gästen darüber, was Sexpositivität in München bedeuten kann und begrüßen einen der Kuratoren des berühmten Pornfilmfestival Berlin, der zum Closing seine Lieblingskurzfilme präsentiert.

Im Bellevue di Monaco laden wir zu einer Sonntags-Matinee ein und bringen queere und nicht-queere geflüchtete Menschen und alle Interessierten zum Filme schauen und Diskutieren zusammen. Ausgiebig feiern wir am Samstag Abend eine Yalla Party mit dem DJ DAVID PEARL (Tel Aviv/Berlin) im Mucca.

Unsere Festivaleröffnung zelebrieren wir wieder an der Hochschule für Fernsehen und Film, diesmal mit dem österreichischen Film L‘ANIMALE. Ein Film über die widersprüchlichen Kräfte, die in uns walten: Leidenschaft, Begehren, Vernunft. Wir sprechen nach dem Film mit der Regisseurin Katharina Mückstein und stoßen im Anschluss ausgiebig mit dem Publikum auf das QFFM Opening an.

Thematisch begeben wir uns von Religiosität (THE MISEDUCATION OF CAMERON POST, DISOBEDIENCE, THE CAKEMAKER), zur Fußballliebe (MARIO) weiter auf der Suche nach Liebe im Videochat (TINTA BRUTA) bis hin zur über 30-jährigen Beziehung, die durch Versuchungen auf die Probe gestellt wird (DIE ERBINNEN).

Wir lassen uns durch New Yorks Straßen und Nachtleben treiben (SKATE KITCHEN, MISS ROSEWOOD), verzweifeln an konservativen Familien (1985, MY DAYS OF MERCY) und an den Unwägbarkeiten von Beziehungen (EVEN LOVERS GET THE BLUES).

Wir geben uns erotischen Genderbender-Fantasien hin (LES GARCONS SAUVAGES) und genießen den familiären Roadtrip durch Norwegen (GOING WEST).

Besonders freuen wir uns auf die Dokumentation über das große, diesjährige Chorfestival VARIOUS VOICES, die wir allen Helfern, Münchner Chören und Interessierten vorstellen werden.

Ihr habt noch die Möglichkeit QFFM-Freund*in zu werden und ebenfalls für ein buntes und vielfältiges München einzustehen.

Das ausführliche Programm, alle Infos zu den Locations sowie die Möglichkeit zum Ticketkauf findet Ihr unter www.qffm.de/programm.

Herzliche Grüße
Sylva Häutle und das QFFM-Team

qffm2018

Eure Meinung ist gefragt:


Thomas Michel vom GayOutdoorClub und den RainbowRefugess hat nach dem letzten CSD einen Antrag / Vorschlag an die Träger-Vereine des CSD gesendet und dazu auch um ein Meinungsbild aus der Community, also auch uns, gebeten.

Es geht darum, welche politischen Vertreter einen CSD zukünftig anführen dürfen, und ob sich Politiker aus Parteien, deren Programm aus LGBTIQ* Sicht eher kritisch zu sehen ist, sich vorher entsprechend öffentlich zu unseren Zielen bekennen sollen.

Anlaß war die Teilnahme des zweiten Bürgermeister Schmid, der Mitglied der CSU ist.

Angeheftet findet ihr in der Facebook-Gruppe den Antrag von Thomas. Wir würden das Thema natürlich auch morgen beim Stammtisch ansprechen, also kommt vorbei und diskutiert mit!

CSD-Politiker

Es ging um die grundlegenden Haltungen zu queerpolitischen Themen,

bei uns kann es natürlich auch um die zukünftige Mitwirkung und Präsenz bei fachlichen und öffentlichen Veranstaltungen gehen.

Bi-Stammtisch 21.08.2018 ab ca 19.30 im Cafe Glück

wittelsbacher spritz

So 23. Sept Tag der Bisexualität

Was machen wir in München?

Filme?

Einen Abend im sub?bi-muc

Mainz wie es singt und lacht:

Anlässlich des Tages der Bisexualität am 23. September widmen wir uns in der Bar jeder Sicht gemeinsam mit Richard Lemke (JGU Mainz) und in Kooperation mit dem Frauenzentrum Mainz den Facetten bisexueller Identitäten und Bisexualität in Partnerschaften. In einem kurzen Impulsvortrag werden Ansätze, Perspektiven und ausgewählte Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung zu Bisexualität vorgestellt. Dabei wird vor allem auch auf die Probleme der Forschungslücken hingewiesen, die insbesondere in Bezug auf weibliche Bisexualität existieren. Anschließend an den Vortrag wollen wir in einer moderierten Diskussion die Sichtweisen zu Bisexualität – in der Öffentlichkeit und in queeren Communities – zusammentragen und mit eigenen Erfahrungen und Perspektiven ergänzen.

Richard Lemke arbeitet seit 2012 am Institut für Publizistik an der Universität Mainz als wissenschaftlicher Mitarbeiter und forscht dort zu den Themen Homo- und Bisexualität, Online-Dating und den Einfluss des Internets auf Partnerschaft und Sexualität. Seine Expertise machen ihn zum idealen Gesprächspartner zum Thema, weshalb wir uns außerordentlich freuen, dass er diesen Nachmittag mit uns gestaltet.

Die Moderation übernimmt die wunderbare Sarah Bast vom Frauenzentrum Mainz. Es wird uns ein Fest! Kommt zahlreich und wie immer: Spread the word!

https://www.sichtbar-mainz.de

trans wird CSD-Thema

Als Transgender-Flüchtling in Griechenland

09.07.2018 Deutsche Welle / 

www.pressenza.com/de/2018/07/als-transgender-fluechtling-in-griechenland

Als Transgender-Flüchtling in Griechenland
(Bild von Solidarität mit Transgender-Menschen: Demonstration in Thessaloniki)

Nach einer langen Irrfahrt haben zwei Transgender-Frauen aus Pakistan und Tunesien in Griechenland eine neue Heimat gefunden. Ihr Ringen um Würde schildern Marianna Karakoulaki und Dimitris Tosidis aus Thessaloniki.

Ein paar Monate ist es her, da wartete Natascha gespannt auf den Beginn ihrer Gerichtsverhandlung.

Ihr Fall war einzigartig: Natascha ist nicht nur eine Transgender-Frau. Als Flüchtling aus Pakistan hat sie zudem in Griechenland Asyl erhalten.

Vor allem aber ist sie die erste Transgender-Flüchtlingsfrau, die sich bei einem griechischen Gericht um eine Korrektur ihrer geschlechtlichen Identität bemüht hat.

Der Antrag basiert auf einem neuen Gesetz, das es ihr erlaubt, ihre ursprünglich männliche Identität in ihren Ausweispapieren als weibliche dokumentieren zu lassen.

www.pressenza.com/de/2018/07/als-transgender-fluechtling-in-griechenland

Die deutschen Regelungen, in den 1980er Jahren klammheimlich durch das Parlament geschoben, entsprechen schon lange nicht mehr den aktuellen Standards der Menschenrechte: Krankheits-Bezeichnungen und komplizierte Rechts-Vorschriften aus den Zeiten, als die Männlichkeit noch für das Militär wichtig war …

Wie weit heute die Journalist*Innen in der Lage sind, angemessen dazu zu berichten?

Auch Inter-Sexualität, die Existenz mit beiden oder einem uneindeutigen Geschlecht, ist nicht nur „Anders“, vielleicht „divers“, aber wozu – außer für polizeiliche Fahndung – braucht der Staat unsere Geschlechts-Daten?

Wird interessant, was die Zeitungen zu den CSD-Veranstaltungen zu berichten haben, neben diversen Travestie- und fast-Nackt-Fotos eine Normalisierung von „Queer“?

Dass zu Queer auch die Hetero-Freund*Innen gehören können, sollte allmählich Lernstoff werden:

Nach einer Umfrage des Deutschen Jugend-Instiut dji verstehen sich 11,2% der Jugendlichen bis 19 Jahre als Queer.

www.dji.de/medien-und-kommunikation/news/news/article/sichtbarkeit-von-queeren-themen-verbessern.html

www.dji.de/medien-und-kommunikation/news/news/article/acht-von-zehn-queeren-jugendlichen-erleben-diskriminierung-1.html

Ab wann wird ihnen die Schule in ihrer schwierigen Entwicklungsphase allein mit Informationen gerecht, ab wann werden die Hochschulen in der Lage sein, fachgerecht dazu auszubilden?

gar nicht zu denken an die Lebensbeispiele in veraltenden Schulbüchern …